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Sport WTCC 2009, Pau: Doppelsieg für Chevrolet

Motorsport


WTCC 2009, Pau: Doppelsieg für Chevrolet

Chevrolet bei der Tourenwagen WMDie Erfolgssträhne von Chevrolet in der Tourenwagen-WM hält an. Auch beim heimlichen Saisonhöhepunkt, dem Stadtrennen in der französischen Pyrenäenstadt Pau, landete das Werksteam einen Doppelsieg: Rob Huff gewann Lauf 1, Alain Menu den 2. Durchgang. "Es ist einfach wunderbar, dem Cruze solch ein Europa-Debüt zu spendieren", strahlt Eric Nève, der Sportchef von Chevrolet Europa. "Vor allem gerade zu diesem Zeitpunkt, wo die ersten Autos auf den europäischen Märkten verkauft werden."

Das Wochenende in Pau stand im Zeichen starker Turbulenzen. Das Ergebnis der Qualifikation konnte erst am Morgen des Renntages veröffentlicht werden, weil bei verschiedenen Teilnehmern Drehzahlspitzen beim Runterschalten festgestellt wurden. In der korrigierten Startaufstellung für Lauf 1 stand Rob Huff auf der 4. Stelle, Nicola Larini auf Rang 7 und Alain Menu auf dem 8. Startplatz.

Huff erwischte zu Lauf 1 einen Traumstart und klemmte sich gleich hinter den führenden BMW-Mann Augusto Farfus. "Aus der 2. Startreihe hast du immer einen kleinen Vorteil", berichtet der 29-jährige Brite. "Den habe ich optimal genutzt. Franz Engstler war ein bisschen zu zögerlich. Also konnte ich mich innen neben Jörg Müller setzen und mir so die Tür zum 2. Platz öffnen."

Hinter ihm wurde Larini von Félix Porteiro bearbeitet. "Ich bekam sicher 5 Schläge ins Heck", rapportierte der Italiener. Einer dieser Treffer bugsierte ihn ins Heck von Tom Coronel. Durch den Aufprall schlug der Kühler des Chevrolet Cruze Leck. Larini fuhr die Runde zuende und schied dann an der Box aus.

Auf dem Weg zurück lief Kühlflüssigkeit aus. Auf der geriet Spitzenreiter Farfus ins Rutschen. "Als er von der Ideallinie abkam, musste ich nur zur Stelle sein", beschreibt Huff. "Und als ich erstmal in Front lag, ging es für mich nur noch darum, keinen Fehler zu machen. Ich wusste, dass der BMW schneller war als wir. Aber Überholen ist in Pau unheimlich schwer. Ich habe mich nur darauf konzentriert, ihn nicht zu einem Überholmanöver einzuladen."

Farfus fand in der Tat keinen Weg vorbei, Huff gewann wie zuletzt in Marrakesch.

Menu versuchte sich zunächst darin, sich in Richtung Treppchen vorzuarbeiten. Doch irgendwann kam Andy Priaulx am Eidgenossen vorbei. "Als ich sah, dass nach vorn nichts mehr geht, war mir klar: Ich muss taktisch fahren", verrät Menu: "Auf Pole für Lauf 2." Also ließ er sich in der letzten halben Runde auf die achte Stelle zurückfallen, um das 2. Rennen von ganz vorn beginnen zu können.

Beim stehenden Start zu Rennen 2 musste er sich BMW-Privatfahrer Franz Engstler beugen. Doch der Deutsche wurde in einem kuriosen Unfall vom Safety-Car gerammt und ins Aus geschossen. "Das war das Verrückteste, was ich je auf einer Rennstrecke gesehen habe", staunt Huff. Und Menu fand: "Der arme Engstler. Er fuhr das ganze Wochenende über sehr stark, auch im zweiten Rennen. Das hat er nicht verdient."

Nach einer langen Wartezeit wurde das Rennen neu gestartet. Hinter einem Safety-Car. Aber einem neuen. "Der Neustart hinterm Safety-Car war mein Glück", gesteht Menu. "Bei einem zweiten stehenden Start hätte ich gegen die BMW keine Chance gehabt. So aber konnte ich mich an der Front mit ein paar wirklich hart gefahrenen Runden absetzen. Das Polster der Anfangsphase hat das Rennen entschieden."

Auch wenn Farfus im Laufe der Distanz wieder bedrohlich an Menu herankam. "Vor allem im 2. Sektor war er schneller. Aber ohne einen Fehler von mir hatte er keine Chance. Und ich konnte mein Rennen fehlerfrei beenden."

Damit kopierte Menu in Lauf 2 das Sieg-Modell von Huff im 1. Rennen – und auch dessen Ergebnis.

Huff seinerseits war über die gesamte Distanz in ein hartes Duell mit Priaulx um Platz 3 verstrickt. "Er ist mir ein paar Mal hinten drauf gefahren", stöhnt er. "Er hat wirklich alles versucht. Aber es war nicht daran zu denken, dass ich ihm meinen 3. Platz überlasse."

Nicola Larini startete das Rennen von ganz hinten – arbeitete sich aber bis auf die 9. Position nach vorn. Dann krachte er in der Endphase mit Gaststarter und Lokalmatador Eric Cayrolle zusammen und flog in einem spektakulären Dreher in die Leitschienen. "Er hat sich heftig gewehrt. Aber dann ist er an einen Gulli gekommen", zeigt Larini sich verständnisvoll. "Die sind in Pau ganz komisch: Sie ragen aus den Randsteinen zwischen Radweg und Straße hervor. Wenn sich dein Auto daran verfängt, schlägt es dir unweigerlich das Heck weg. Dasselbe ist mir hier auch schon mal passiert. Deswegen mache ich ihm keinen Vorwurf. Aber das ändert nichts daran, dass er nach seinem Dreher zwischen den Leitplanken hin- und herflog, in mich reinknallte und ich mich auch drehte."

In der WM-Gesamtwertung rangiert Huff mit nur noch 12 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Yvan Muller auf der 4. Stelle. Larini ist Neunter, Menu Zehnter.


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