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Rallye Rallye Deutschland: ŠKODA Pilot Tidemand auf Titeljagd

Motorsport


Rallye Deutschland: ŠKODA Pilot Tidemand auf Titeljagd

ŠKODA Piloten Pontus Tidemand/Jonas Andersson bei der ADAC Rallye Deutschland
Die beiden Teams von ŠKODA Motorsport, Kopecký/Dresler und Tidemand/Andersson, mussten die Doppelführung für ŠKODA bei der ADAC Rallye Deutschland abgeben.
ŠKODA Piloten Pontus Tidemand/Jonas Andersson bei der ADAC Rallye Deutschland

Die beiden Teams von ŠKODA Motorsport, Jan Kopecký/Pavel Dresler (CZE/CZE) und Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE), mussten am Samstag ihre Doppelführung für ŠKODA bei der ADAC Rallye Deutschland abgeben. Nach Reifenschäden auf der längsten Wertungsprüfung des zweiten Tages, der berühmt-berüchtigten Panzerplatte, fiel der führende Jan Kopecký auf den zweiten Rang am Ende des Tages zurück, während Pontus Tidemand mit dem Platz zwei nun gute Chancen auf den Fahrertitel in der WRC 2 hat. ŠKODA Motorsport kann außerdem vorzeitig die Teamwertung der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2) gewinnen.

Nach den heftigen Regenfällen der ersten Etappe am Freitag sorgten blauer Himmel und Sonnenschein für einen freundlichen Rahmen zur längsten und härtesten Etappe der ADAC Rallye Deutschland, dem zehnten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2017. Der berühmt-berüchtigte Truppenübungsplatz von Baumholder, auf dessen rauen Asphaltpisten normalerweise Panzer unterwegs sind, wartete auf die Teams. Am Samstag galt es, gleich zweimal die rund 42 Kilometer lange Wertungsprüfung "Panzerplatte" zu absolvieren.

Die in der WRC 2-Kategorie führenden Jan Kopecký/Pavel Dresler (CZE/CZE) hatten mit ihrem ŠKODA FABIA R5 einen problemlosen ersten Durchgang auf der längsten Prüfung der Rallye. Ihre Teamkollegen Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE) kamen dagegen in Schwierigkeiten. Im letzten Viertel der 42 Kilometer langen Wertungsprüfung fingen sie sich einen Reifenschaden ein. "Ich habe wirklich nichts getroffen. Auf einmal war der Reifen platt, sprang von der Felge und demolierte die Karosserie", kommentierte Tidemand. Er schaffte es ohne Reifenwechsel bis ins Ziel der Prüfung, verlor rund 50 Sekunden und fiel vom zweiten auf den dritten Rang in der WRC 2 zurück. Sein ŠKODA FABIA R5 erwies sich als hart im Nehmen. Nachdem der kosmetische Schaden beim mittäglichen Service behoben war, ging der Schwede mit frisch renovierten Auto auf die nachmittägliche Schleife. Sein härtester Rivale im Kampf um den Titel, Teemu Suninen, hatte ebenfalls einen Reifenschaden und verlor mehr als zweieinhalb Minuten. "Nun fahre ich gewissermaßen im luftleeren Raum, mit weitem Abstand nach vorne und nach hinten. Trotzdem muss ich konzentriert bleiben und das Auto sicher ins Ziel bringen", betonte Tidemand.

Auf dem zweiten Durchgang der WP "Panzerplatte" erwischte es dann seine Teamkollegen. Jan Kopecký und Pavel Dresler kassierten einen Plattfuß, wechselten allerdings in der Rekordzeit von rund eineinhalb Minuten den defekten Reifen. "Ich habe auf einer Geraden ganz normal gebremst,aber in der nächsten Kurve ging der Reifen platt. Wir mussten anhalten und wechseln", kommentierte der tschechische Rallyemeister.

"Das war wirklich Pech für Jan und Pontus, aber jetzt konzentrieren wir uns voll auf den Titelgewinn in der WRC 2", blickt ŠKODA Motorsport Chef Michal Hrabánek auf den Schlusstag der Rallye voraus. Am letzten Tag der Rallye trennen Pontus Tidemand und Jonas Andersson nur noch vier Prüfungen und rund 52 Kilometer vom vorzeitigen Gewinn der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2). Die Aufgabenstellung ist klar: Wenn Titelrivale Teemu Suninen die WRC 2-Wertung nicht gewinnt, reicht Rang vier in der Kategorie zur Weltmeisterschaft.

Zwischenstand der ADAC Rallye Deutschland nach Etappe 2 (WRC 2)

  • 1. Camilli/Veillas (FRA/FRA), Ford Fiesta R5, 2:40.14,1 Stunden

  • 2. Kopecký/Dresler (CZE/CZE), ŠKODA FABIA R5, +1.12,2 Minuten

  • 3. Tidemand/Andersson (SWE/SWE) ŠKODA FABIA R5, + 1.23,4 Minuten

  • 4. Greensmith/Parry (GBR/GBR), Ford Fiesta R5, 2.07,3 Minuten

  • 5. Gilbert/Jamoul (FRA/FRA), ŠKODA FABIA R5, + 2.57,5 Minuten

  • 6. Suninen/Markkula (FIN/FIN), Ford Fiesta R5, 3.04,0 Minuten

Zahl des Tages: 4

Nur noch vier Wertungsprüfungen trennen Pontus Tidemand/Jonas Andersson vom vorzeitigen Gewinn der Rallye-Weltmeister in der WRC 2-Kategorie.

Der Kalender 2017 in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2)

  • Rallye Monte Carlo 19.01.–22.01.2017

  • Rallye Schweden 09.02.–12.02.2017

  • Rallye Mexiko 09.03.–12.03.2017

  • Rallye Frankreich 06.04.–09.04.2017

  • Rallye Argentinien 27.04.–30.04.2017

  • Rallye Portugal 18.05.–21.05.2017

  • Rallye Italien 08.06.–11.06.2017

  • Rallye Polen 29.06.–02.07.2017

  • Rallye Finnland 27.07.–30.07.2017

  • ADAC Rallye Deutschland 17.08.–20.08.2017

  • Rallye Spanien 05.10.–08.10.2017

  • Rallye Großbritannien 26.10.–29.10.2017

  • Rallye Australien 16.11.–19.11.2017


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