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Sport Rallye Dakar, 6. Etappe: Bruno Saby übernimmt Führung mit VW

Motorsport


Rallye Dakar, 6. Etappe: Bruno Saby übernimmt Führung mit VW

Bruno Saby / Michel PérinVolkswagen erneut in Führung: Werksfahrer Bruno Saby hat auf der sechsten Etappe der Rallye Dakar im Volkswagen Race-Touareg die Führung übernommen. Auf der ersten wirklichen Wüsten-Etappe über 492 Kilometer von Smara nach Zouerat in Mauretanien erzielte Bruno Saby mit seinem französischen Landsmann Michel Périn die drittbeste Zeit.

In der Gesamtwertung führen Saby/Périn mit 40 Sekunden Vorsprung vor Luc Alphand. Nach den Erfolgen von Neuverpflichtung Robby Gordon, der den Wüsten-Klassiker im Race-Touareg auf der ersten, zweiten und vierten Etappe anführte, liegt damit zum dritten Mal in sechs Tagen ein Volkswagen Werkspilot an der Spitze der 9.039 Kilometer langen Rallye. Teamkollegin Jutta Kleinschmidt verbesserte sich mit dem siebtbesten Tagesergebnis auf Gesamtrang drei. Juha Kankkunen gelang auf der bislang längsten Prüfung der Veranstaltung eine Verbesserung um zwei Positionen der Finne rückte als Tageszehnter auf Platz sechs der Gesamtwertung vor. Glück im Unglück hatten Robby Gordon und Beifahrer Dirk von Zitzewitz: Beide überstanden einen Überschlag unverletzt. Allerdings mussten sie die Fahrt unterbrechen und auf Hilfe durch einen der beiden Race-Trucks von Volkswagen warten. Mit der 660 Kilometer langen Prüfung von Zouerat nach Tichit am Donnerstag steht die erste Marathon-Etappe bevor, an der kein Begleittross für den abendlichen Service zur Verfügung steht.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)

"Die Rallye hat heute erst richtig angefangen. Mit der Führung und drei Fahrzeugen unter den ersten Sechs können wir richtig zufrieden sein. Zum Glück ist Robby Gordon bei seinem Unfall nichts passiert. Wir müssen abwarten, bis das Auto im Biwak ist, bevor wir wissen, ob er weiterfahren kann."

#307 - Bruno Saby (F), 3. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung

"Ich bin glücklich, auf dieser schwierigen Prüfung mit der drittbesten Zeit die Führung übernommen zu haben. Das Tempo war hoch, obwohl die Strecke sehr tiefe Löcher enthielt. Wir hatten einen Reifenschaden hinten links."

#310 - Jutta Kleinschmidt (D), 7. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung

"Die heutige Prüfung verlangte durch starken Wind und damit schlechte Sicht höchste Aufmerksamkeit. Als wir nach einem Sprung ungünstig gelandet sind, sprang ein Reifen von der Felge. Wir haben das Rad gewechselt und sind sehr zufrieden, nun Dritte zu sein."

#313 - Juha Kankkunen (FIN), 10. Platz Tages- / 6. Platz Gesamt-Wertung

"Ein guter Tag für uns. Ich mochte diese Prüfung, sie war sehr schnell und anspruchsvoll. Aber wir sind keine Risiken eingegangen - eine Zielankunft war auf der ersten Sand-Etappe sehr viel wichtiger."

Aus dem Volkswagen Biwak

- Packen für den Marathon: Auf der siebten Etappe der Rallye trennen sich erstmals die Wege der Volkswagen Werkspiloten und des Serviceteams. Auf der Marathon-Etappe von Zouerat bis Tidjikja in Mauretanien ist in Tichit am 06. Januar kein Service erlaubt. Deshalb wurden wichtige Teile bereits am 04. Januar in die beiden im Wettbewerb befindlichen Race-Trucks gepackt.

- Funkstille: Seit dem Grenzübertritt nach Mauretanien haben Fahrer und Begleittross von Volkswagen keinen regulären Kontakt mehr nach Hause: Nachdem in Marokko noch die GSM-Mobiltelefone funktionierten, herrscht in Mauretanien diesbezüglich Funkstille. Nun sind Satelliten-Telefone gefragt, mit dem zumindest jedes Fahrzeug ausgerüstet ist.

Drei Fragen an Logistik-Chef Paco Crous

Was ist das Besondere an der Marathon-Etappe am 6. und 7. Januar? "Diese Etappe spiegelt den Ursprungsgedanken der 'Dakar' wieder, denn im Biwak darf nicht an den Fahrzeugen gearbeitet werden. Nur Fahrer, Beifahrer, Teamchef und die Race-Truck-Besatzung dürfen anwesend sein, das übrige Team fährt direkt nach Tidjikja."

Was ist die Aufgabe der Race-Truck-Besatzung? "Sie dürfen auf der Etappe helfen oder das Fahrzeug ins Biwak ziehen. Meist versuchen die Fahrer bei Schwierigkeiten ihr Auto ins Biwak zu retten und nehmen erst am nächsten Morgen die Hilfe des Trucks in Anspruch. Denn dann folgt der Truck dichter hinter den Autos – und damit droht weniger Zeitverlust."

Wo sind die Fahrer während der Marathon-Etappe untergebracht? "Wir gehen auf Nummer sicher: Wir haben eine Unterkunft gebucht, außerdem ein Zelt organisiert, falls es spät wird. Für Notfälle haben die Piloten Zelt und Schlafsack im Auto."

Stand nach Etappe 6, Smara (MA) - Zouerat (MR); 492/622 km WP/Gesamt

Pos., Team, Fahrzeug, WP 5, Gesamtzeit

  • 1. Bruno Saby/Michel Périn (F/F), Volkswagen Race-Touareg, 4:07.55 Std. (3.), 9:22.31 Std.
  • 2. Luc Alphand/Gilles Picard (F/F), Mitsubishi Pajero Evolution, 4:09.46 Std. (4.) + 40,0 Sek.
  • 3. Jutta Kleinschmidt/Fabrizia Pons (D/I),Volkswagen Race-Touareg, 4:12.59 Std. (7.) + 3.56 Min.
  • 4. Nasser Al-Attiyah/Alain Guehennec (QAT/F), BMW X5, 4:12.02 Std. (6.) + 4.32 Min.
  • 5. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F), Mitsubishi Pajero Evolution, 4:00.29 Std. (1.) + 7.19 Min.
  • 6. Juha Kankkunen/Juha Repo (FIN/FIN), Volkswagen Race-Touareg, 4:18.09 Std. (10.) + 13.02 Min.
  • 7. Giniel de Villiers/Jean-Marie Lurquin (ZA/B), Nissan Pick-up, 4:23.44 Std. (11.) + 14.05 Min.
  • 8. Grégoire de Mevius/Jacky Dubois (B/F), Nissan Pick-up, 4:16.55 Std. (8.) + 16.23 Min.
  • 9. Carlos Sousa/Thierry Delli-Zotti (P/F), Nissan Pick-up, 4:17.59 Std. (9.) + 18.32 Min.
  • 10. Jean-Louis Schlesser/François Borsotto (J/F), Schlesser-Ford, 4:11.36 Std. (5.) + 24.00 Min.
  • ... Robby Gordon/Dirk von Zitzewitz (USA/D), Volkswagen Race-Touareg


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