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Auto News


Sport Rallye Dakar 2009, 04. Etappe: Zweiter Tagessieg für Volkswagen

Motorsport


Rallye Dakar 2009, 04. Etappe: Zweiter Tagessieg für Volkswagen

In einem spannenden Duell hat sich Volkswagen auf der 4. Etappe der Rallye Dakar durchgesetzt und den 2. Tagessieg erzielt. Carlos Sainz/ Michel Périn (E/F) wechselten sich im Race Touareg auf der Prüfung von Jacobacci nach Neuquén im Westen von Argentinien im Zweikampf mit Nasser Al Attiyah/ Tina Thörner (Q/S) an der Spitze ab. Trotz eines schleichenden Reifenschadens auf den letzten Kilometern der Wertungsprüfung, die sich durch Trial-artige Abschnitte, Fahrten durch ausgetrocknete Flussbetten und einen vergrößerten Offroad-Anteil von den Tagen zuvor unterschied, gewann das Volkswagen Duo mit 6 Sekunden Vorsprung. Damit führt Sainz den berühmten Wüstenklassiker am 3. Tag in Folge an und vergrößerte seinen Vorsprung vor dem X-raid-BMW-Fahrer auf 3.46 Minuten.

Wie intensiv das Duell war, beweist der Umstand, dass sich Sainz und Al-Attiyah auf der 488 km langen Tagesetappe im Duell um die Führung um mehr als 2 Minuten vom besten Verfolger absetzten. Giniel de Villiers/ Dirk von Zitzewitz (ZA/D) wahrten in einem weiteren Volkswagen Race Touareg als Tagessechste den dritten Rang in der Gesamtwertung. Mark Miller/ Ralph PitchFord (USA/ZA) gelang auf der steinigen Prüfung, die von über 1.300 m Höhe bis auf 300 m über dem Meeresspiegel abfiel, die viertbeste Etappenzeit. Unverändert liegen damit 3 Volkswagen Piloten unter den ersten 6 Teams in der Gesamtwertung. Dieter Depping/ Timo Gottschalk (D/D) in einem 4. Race Touareg folgten nach 2 Reifenschäden und den damit nötig gewordenen Stopps zum Reifenwechseln mit 12.49 Minuten Abstand auf Sainz/Périn in der Tageswertung auf Rang 11. In der Gesamtwertung verbesserten sich die Deutschen um 2 Plätze auf die 13. Position.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)

"Auch zu Tag vier können wir sagen: Für Volkswagen ist es erneut gut gelaufen. Ich bin unheimlich stolz auf die gesamte Truppe, aber auch auf unsere Fahrer, die bei dieser ‚Dakar' bisher einen hervorragenden Job machen. Carlos Sainz und Nasser Al-Attiyah sind im Moment die Schnellsten im Feld, aber auch hinter den beiden bleiben die Teams dicht zusammen. Mein Fazit nach 4 Tagen: Wir erleben bislang eine der spannendsten ‚Dakar' aller Zeiten. Und schon jetzt ist klar: Es war eine gute Idee, mit dieser Rallye nach Argentinien und Chile umzuziehen."

#301 – Carlos Sainz (E), 1. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung

"Der heutige Tag verlief wirklich sehr spannend. Wir haben während der Prüfung den vor uns gestarteten Nasser Al-Attiyah im BMW eingeholt, ihn später sogar überholt. Doch gegen Ende wurde es noch einmal spannend, weil wir uns einen schleichenden Plattfuß eingefangen haben. Wir haben uns entschlossen, ohne Wechsel weiterzufahren, mussten aber einmal anhalten, um noch einmal mehr Luft in den Reifen zu pumpen. Es hat gereicht: 0,8 bar hatte der Reifen im Ziel und wir 6 Sekunden Vorsprung."

#305 – Giniel de Villiers (ZA), 6. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung

"Heute war es ein sehr interessanter Tag für uns. Es begann gut und alles in allem verlief es fast perfekt. Allein an einer Stelle haben wir uns kurz verfahren und gerieten in eine Sackgasse. Es war schwierig, von dort den rechten Weg wiederzufinden. Das hat uns natürlich ein paar Minuten gekostet. Der Race Touareg hat bisher alle Strapazen gut überstanden. Das ist gut zu wissen, denn die Tage werden immer härter und die größten Aufgaben liegen bei dieser Rallye definitiv noch vor uns."

#307 – Dieter Depping (D), 11. Platz Tages- / 13. Platz Gesamt-Wertung

"Der heutige Tag lief nicht ganz so rund wie die letzten beiden. Wir haben 12 Minuten im Vergleich zur Spitzengruppe eingebüßt, doch angesichts zweier Reifenschäden bin ich mit diesem Ergebnis immer noch zufrieden. Abgesehen von diesen Gründen, die immer wieder auftreten können, läuft der Race Touareg wie ein Uhrwerk."

#308 – Mark Miller (USA), 4. Platz Tages- / 6. Platz Gesamt-Wertung

"Mit Platz 4 bin ich mehr als zufrieden. Ein guter Tag! Denn ich bleibe bei meiner Taktik: Auf den ersten Wertungsprüfungen wollen wir nicht zu viel riskieren. Die schwersten Tagesabschnitte kommen noch, obwohl die Etappen bereits täglich anspruchsvoller werden. Doch angesichts vieler Steine am Rande der Strecke wollten wir das Risiko eines Reifenschadens mit zu harter Gangart nicht eingehen. Jetzt gilt es, in Schlagweite zur Spitze zu bleiben – das ist uns gelungen."

3 Fragen an Volkswagen Teammanager Peter Utoft

Für Fahrer und Beifahrer gilt die aktuelle Rallye Dakar als eine der größten HerausForderungen. Was macht die "Dakar" für die Organisation des Teams so besonders?

"Auch Mechaniker und Ingenieure haben täglich einen echten Marathon zu bewältigen. Durchschnittlich 800 km stehen für die Besatzungen der Service-Fahrzeuge auf dem Programm. Schon um 4:00 Uhr ist deshalb jeden Morgen Abfahrt, damit die Wartung der Rennautos im nächsten Biwak rechtzeitig beginnen kann. Die Arbeiten dauern dann nicht selten bis Mitternacht – da ist nur wenig Zeit für Schlaf."

An welchen Stellschrauben kann man als Teammanager drehen, um die Belastung für die Techniker und Ingenieure so gering wie möglich zu halten?

"Um möglichst auch auf den langen Service-Routen maximale Sicherheit für die Crew zu gewährleisten, haben wir festgelegt, dass pro Fahrzeug ein Mitglied mindestens 6 Stunden Schlaf erhält. Zudem bleibt täglich eine kleine Crew bis unmittelbar vor der Etappe bei den Race Touareg. Jeden Tag ist eine andere Crew damit betraut – das hat den Vorteil, dass sie an diesen Tagen länger schlafen kann. Aber auch den Nachteil, dass sie später im nächsten Biwak eintrifft."

Welchen Anteil kann eine gute Organisation am Erfolg der Rallye-Fahrer haben?

"Ein gutes Teammanagement muss dafür sorgen, dass jedes Crewmitglied zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Und auch die Zufriedenheit der Mechaniker liegt uns am Herzen. Nur wer möglichst viel Schlaf hat, sich mit seinen Kollegen gut versteht und dazu von unserem eigenen Koch stets gutes Essen bekommt, geht auch motiviert an seine Arbeit. Auch die einzelnen Arbeitsabläufe sind dabei ein wichtiges Kriterium. Jeder muss wissen, was er im Biwak zu tun hat. Das funktioniert in diesem Jahr in unserem Team auch ohne große Worte. Ich denke, dass wir uns in diesem Bereich wieder weiterentwickelt haben."

Stand nach Etappe 04, Jacobacci (RA) – Neuquén (RA); 380/488 km WP 4/Gesamt

Pos.; Team; Fahrzeug; Etappe 4; Gesamtzeit

  • 1. Carlos Sainz/ Michel Périn (E/F); Volkswagen Race Touareg 2; 3:42.57 Std. (1.); 12:47.45 Std.
  • 2. Nasser Al-Attiyah/ Tina Thörner (Q/S); BMW X3; 3:43.03 Std. (2.) + 3.46 Min.
  • 3. Giniel de Villiers/ Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 2; 3:48.45 Std. (6.) + 11.33 Min.
  • 4. Stéphane Peterhansel/ Jean-P. Cottret (F/F); Mitsubishi Racing Lancer; 3:49.51 Std. (8.) + 15.41 Min.
  • 5. Nani Roma/ Lucas Cruz Senra (E/E); Mitsubishi Racing Lancer; 3:48.35 Std. (5.) + 20.00 Min.
  • 6. Mark Miller/ Ralph PitchFord (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 2; 3:47.17 Std. (4.) + 20.05 Min.
  • 7. Orlando Terranova/ Alain Guehennec (RA/F); BMW X3; 3:49.46 Std. (7.) + 24.30 Min.
  • 8. Luc Alphand/ Gilles Picard (F/F); Mitsubishi Racing Lancer; 3:45.21 Std. (3.) + 41.11 Min.
  • 9. Robby Gordon/ Andy Grider (USA/USA); Hummer; 3:55.10 Std. (10.) + 46.45 Min.
  • 10. Krzysztof Holowczyc/ Jean-Marc Fortin (PL/B); Nissan Navara; 3:56.11 Std. (12.) + 47.39 Min.
  • 13. Dieter Depping/ Timo Gottschalk (D/D); Volkswagen Race Touareg 2; 3:55.46 Std. (11.) + 1:23.31 Std.

Mittwoch, 07. Januar: 05. Etappe, Neuquén (RA) – San Rafael (RA)

Die Etappe von Neuquén in der Nordwesten nach San Rafael in der Provinz Mendoza stellt die womöglich härteste Prüfung der 1. Rallye-Woche der "Dakar" dar: Die lange Distanz – insgesamt 763 Kilometer, davon 506 Wertungskilometer auf Zeit – verlangt ein hohes Maß an Konzentration. Etwa 20 Kilometer Dünen-Passagen stehen ebenso auf der Agenda wie Offroad-Passagen entlang der "Ríos". Am Horizont tauchen dann schon die Anden-Kordilleren auf.


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