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Sport Jaguar S-Type mit Diesel-Kraft auf den Nürnburgring

Motorsport


Jaguar S-Type mit Diesel-Kraft auf den Nürnburgring

Jaguar S-TypeAuf dem Nürburgring vollzog sich ein Großteil seiner Entwicklung – auf den Nürburgring kehrt er jetzt zum Renneinsatz zurück: Der neue Jaguar S-TYPE 2.7 L V6 Diesel tritt am 12. und 13. Juni zum "32. Internationalen ADAC-24-Stunden-Rennen" an und will dabei beweisen, dass auch eine seriennahe Limousine mit Diesel-Kraft in der "Grünen Hölle" bestehen kann.

Die Idee lag auf der Hand. Schließlich hat der neue Jaguar S-TYPE tausende Testkilometer auf dem Nürburgring absolviert – für die Ingenieure des direkt am Eifelkurs angesiedelten Jaguar-Testzentrums ist die legendäre Nordschleife praktisch die Hausstrecke. So reifte aus der Arbeit der Jaguar-Entwicklungsabteilung heraus der Plan, die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des S-TYPE im Motorsport unter Beweis zu stellen. Und dies nicht mit irgendeiner Version, sondern mit dem Jaguar S-TYPE 2.7 L V6 Diesel, bestückt mit einem hochmodernen 2,7-Liter-Common-Rail-V6-Selbstzünder mit zwei Turboladern, der am 15. Mai seine viel beachtete Premiere auf dem deutschen Markt feierte.

Nachdem die Jaguar-Verantwortlichen grünes Licht für den Renneinsatz gegeben hatten, machten sich die Spezialisten des Testzentrums an die Arbeit. Allerdings schufen sie kein komplett neues Auto – vielmehr gleicht der Rennwagen innerlich und äußerlich sehr stark der Straßenversion. So entsprechen die Karosserie und der gesamte Antriebsstrang dem Serienstandard. Auch zusätzliche Spoiler erhielt der Jaguar S-TYPE Diesel nicht, lediglich das Chassis wurde leicht überarbeitet und den Motorsportbedingungen angepasst. Daneben finden sich selbstverständlich sicherheitsrelevante Zusatzdetails wie ein Überrollkäfig an Bord.

Das Reglement der Klasse AT ("Alternative Treibstoffe") beim 24-Stunden-Rennen hätte eine technische Aufrüstung des S-TYPE D erlaubt. Wolfgang Schuhbauer, Leiter des Jaguar-Testzentrums, verfolgt jedoch eine andere Philosophie: "Wir wollen demonstrieren, was mit einem Serienfahrzeug möglich ist."

Und das muss nicht wenig sein – besitzt der serienmäßige Jaguar S-TYPE Diesel doch reichlich Power: eine Leistung von 152 kW (207 PS) und ein maximales Drehmoment von 435 Nm bereits bei 1900 Umdrehungen weist das Datenblatt des modernen Twin-Turbo-Triebwerks aus. Geschaltet wird der Rennwagen übrigens mit dem manuellen Seriengetriebe mit sechs Gängen.

Unterstützung erhält Jaguar bei seinem motorsportlichen Engagement durch eine Vielzahl von Unternehmen, die der Marke zum größten Teil auch im Produktionsalltag als Zulieferer verbunden sind. Auf dem Nürburgring sind am und im Jaguar S-TYPE vertreten: die Firmen Bilstein (Stoßdämpfer), Castrol (Schmierstoffe), Eibach (Fahrwerksfedern), Heggemann (Sicherheitszelle), Hella (Fahrzeugbeleuchtung), Pagid (Bremsbeläge), Pirelli (Rennreifen) und Recaro (Sitz). Darüber hinaus stellt die Firma Krafft Walzen das Funkequipment für die Liveübertragung, während BAS für Transport und Technik verantwortlich zeichnet und einen Teil der Crew stellt.

Wolfgang Schuhbauer fungiert am Ring in einer Doppelrolle: zum einen als Teamchef der aus BAS-Rennprofis und Jaguar-Mechanikern gebildeten Crew, zum anderen als einer der vier Jaguar S-TYPE-Piloten. Neben Schuhbauer, der zum vierten Mal ein 24-Stunden-Rennen angeht, nehmen weitere erfahrene Piloten hinter dem Lenkrad des Diesel-Renners Platz: Burkhard Bechtel, Michael Hess und Anja Wassertheurer – allesamt Routiniers auf der Nordschleife und in Langstreckenwettbewerben. Für das Fahrerquartett gilt Schuhbauers Renndevise: "Konstant schnelle Zeiten – aber kein übergroßes Risiko. Wir werden unser Tempo fahren und nicht danach schauen, was die anderen machen."

"Die anderen" bilden dabei eine große und bunte Streitmacht: 210 Fahrzeuge wird das Starterfeld umfassen, das am 12. Juni um 15 Uhr auf die Fahrt rund um die Uhr geht. Die Bandbreite reicht vom Kleinwagen mit 1400 Kubik Hubraum über vier S-TYPE mit Kunststoffkarosserie aus der Star-V8-Serie mit über 500 PS starken reinrassigen Sportwagen – einer der Gründe, warum das 24-Stunden-Rennen zu den beliebtesten Motorsportveranstaltungen in Deutschland zählt. Auch in diesem Jahr erwartet der ADAC Nordrhein wieder rund 200 000 Zuschauer an der Nordschleife, die ihrem Ruf als "Grüne Hölle" alle Ehre machen wird.

Die größten Sorgen macht sich Wolfgang Schuhbauer denn auch mehr wegen der Risiken und Unwägbarkeiten des Renngeschehens, weniger aufgrund der Zuverlässigkeit des Jaguar S-TYPE: "Ein normaler Testzyklus in unserer Entwicklungsarbeit ist wesentlich länger als ein 24-Stunden-Rennen."


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