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Wirtschaft Bosch: 1.550 Ausbildungsplätze in 2017

Wirtschaft & Handel


Bosch: 1.550 Ausbildungsplätze in 2017

Fit für die vernetzte Welt: Für 2017 sucht Bosch deutschlandweit rund 1.550 Auszubildende und dual Studierende.1 Bewerbungen sind ab sofort möglich. Mit 1. 550 offenen Stellen erreicht die Zahl der Ausbildungsplätze das hohe Niveau der Vorjahre. Die Bewerber können sich für mehr als 30 Berufsbilder online bewerben. Die meisten Auszubildenden sucht Bosch in den Berufen Mechatroniker, Industriemechaniker und Elektroniker für Automatisierungstechnik. Mit der vernetzten Fertigung verändern sich die AnForderungen an die Mitarbeiter. Die Mitarbeiter benötigen beispielsweise ein umfassenderes Wissen um die Abläufe in der Fertigung, da die Prozesse miteinander vernetzt sind. Das berücksichtigt Bosch bereits heute in der Ausbildung. "Wir brauchen neben Akademikern vor allem gut ausgebildete Facharbeiter in der vernetzten Fertigung. Industrie 4.0 braucht eine Ausbildung 4.0 – und genau die bieten wir unseren Auszubildenden", sagt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH.

Eigenständiges und interdisziplinäres Arbeiten fördern


In der Industrie 4.0 sind Maschinen und Produkte miteinander vernetzt und tauschen laufend Daten miteinander aus. IT-Kenntnisse werden daher zunehmend wichtig. Facharbeiter arbeiten auch häufiger in interdisziplinären, berufsfeldübergreifenden Projekten. "Wir übertragen unseren Azubis bereits in der Ausbildung mehr Eigen- und Projektverantwortung. In mehreren Praxiseinsätzen lernen sie die Arbeitsabläufe in der Fertigung und die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen kennen", erläutert Siegfried Czock, Leiter Aus- und Weiterbildung in Deutschland. "Die Auszubildenden sind anschließend in der Lage, Veränderungen durch die digitale Vernetzung zu gestalten. Zugleich bauen sie ihre Kommunikationsfähigkeiten aus. Beides sind wichtige Fähigkeiten in der vernetzten Welt." Rund jeder fünfte Auszubildende im technisch-gewerblichen Bereich arbeitet zudem während der Ausbildung für mehrere Wochen an einem Standort im Ausland. Im Ausbildungsmodul "Junior Company" sind die Auszubildenden Chef und erledigen eigenverantwortlich Aufträge fürs Werk.

"Ausbildung 4.0" in der Praxis


Auszubildende bei Bosch in Homburg erfahren beispielsweise bereits im ersten Ausbildungsjahr, wie die Produktion der Zukunft aussieht. So lernen sie intelligente Arbeitsplätze kennen, die sich dem Kenntnisstand des Mitarbeiters anpassen und ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Im zweiten und dritten Lehrjahr wenden die Azubis ihr Wissen in realen Aufträgen an und sammeln so weitere Erfahrung in der vernetzten Fertigung. Zum Beispiel bauen sie einen Roboterstand um und ergänzen eine Funkstrecke, um Informationen mit einem Tablet austauschen zu können. Gleichzeitig geben sie ihr Wissen an Mitarbeiter im Werk weiter. "Durch den hohen Praxisanteil und die verschiedenen Projekte, an denen wir arbeiten können, ist Industrie 4.0 mehr als nur ein Schlagwort für uns", erklärt Laura Kästner, Elektronikerin für Automatisierungstechnik im zweiten Ausbildungsjahr in Homburg. "Wir werden gut auf die vernetzte Zukunft vorbereitet." Czock ergänzt: "Unsere Ausbilder vor Ort überprüfen gemeinsam mit den Fachabteilungen laufend die benötigten Kompetenzen und passen Ausbildungsinhalte und Lehrmethoden an."

Die vernetzte Industrie stellt auch Ausbilder und Schulen vor neue HerausForderungen bei der Vermittlung der benötigten Kompetenzen. Die Drive & Control Academy von Bosch Rexroth unterstützt betriebliche und schulische Ausbilder sowie Hochschulen mit Schulungen, Trainingssystemen und modernen Medien rund um das Zukunftsthema Industrie 4.0.

Anzahl an Studienmöglichkeiten und weiblichen Azubis steigt


Jeder vierte Ausbildungsplatz bei Bosch ist ein Studienplatz. Das Unternehmen bietet neben dem dualen Studium auch kooperative Studiengänge an, die einen Hochschulabschluss mit einer Ausbildung kombinieren, zum Beispiel Angewandte Informatik plus Fachinformatiker Systemintegration. In den technisch-gewerblichen Ausbildungsberufen ist bereits knapp jeder sechste Azubi weiblich. Bosch möchte durch Engagements in Schulkooperationen, beim Girls‘ Day oder Technik-Erlebnistagen noch mehr Mädchen für technische Berufe begeistern.

Integration von Flüchtlingen in Ausbildungsabteilungen


Dieses Jahr bietet das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen in etwa 30 Ausbildungsabteilungen rund 400 zusätzliche Praktika für Flüchtlinge an. Ziel ist, sie auf den Arbeitsmarkt oder eine Ausbildung vorzubereiten. Die zuständigen Ausbilder schult das Unternehmen zuvor im interkulturellen Umgang. Kübel: "Aus unseren Erfahrungen in der Ausbildung junger Spanier in Deutschland wissen wir, dass neben dem raschen Spracherwerb vor allem die interkulturelle Begleitung für eine erfolgreiche Integration wichtig ist."

Freie Ausbildungsplätze online aufrufen


Die freien Ausbildungs- und Studienplätze bei Bosch für 2017 sind auf einer Online-Plattform ausgeschrieben. Die Bewerbung erfolgt ebenfalls online. Informationen zu den Ausbildungs- und Studienangeboten bei Bosch finden sich auf bosch.de/ausbildung. Dort sind auch Termine verzeichnet, an denen Interessierte die Ausbildungsabteilungen bei Bosch persönlich kennenlernen können.

1) inklusive BSH Hausgeräte GmbH


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