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Wirtschaft Volkswagen plant Montagewerk in Ghana und Nigeria

Wirtschaft & Handel


Volkswagen plant Montagewerk in Ghana und Nigeria

Thomas Schaefer (links), Leiter der Volkswagen Sub-Sahara-Region, und Alan Kyerenmaten, Minister für Handel und Industrie in Ghana
Volkswagen hat im Rahmen der Afrika-Reise von Kanzlerin Angela Merkel zwei Absichtserklärungen mit Ghana und Nigeria für neue Montagewerke unterzeichnet.
Thomas Schaefer (links), Leiter der Volkswagen Sub-Sahara-Region, und Alan Kyerenmaten, Minister für Handel und Industrie in Ghana

Volkswagen hat im Rahmen der Afrika-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel zwei Absichtserklärungen mit den Regierungen von Ghana und Nigeria unterzeichnet. Erklärtes Ziel ist es, in beiden Ländern Montagewerke zu errichten sowie die Entwicklung neuer Mobilitätslösungen in Ghana zu untersuchen. Die Unterzeichnung in Ghana fand im Beisein des Vizepräsidenten Mahamudu Bawumia statt; in Nigeria war der MINIster für Industrie, Handel und Investitionen, Dr. Okey Enelamah, anwesend. Thomas Schäfer, Leiter der Volkswagen Sub-Sahara-Region, unterzeichnete die Abkommen im Namen von Volkswagen.

Die Marke Volkswagen baut mit diesen Absichtserklärungen ihr Engagement in der afrikanischen Sub-Sahara-Region weiter aus. Thomas Schäfer sagt dazu: „Die beiden Absichtserklärungen zeigen: Volkswagen meint es ernst mit seinem Engagement in Afrika. Wir sind gut aufgestellt, die Lage auf dem Kontinent stabilisiert sich und die wirtschaftliche Situation entwickelt sich weiter, sodass auch die letzten Hürden für die Entwicklung der dortigen Autoindustrie aus dem Weg geräumt werden. Das ist eine große Chance für uns.“

Ghana: Bau eines Montagewerks und Prüfung neuer Mobilitätslösungen

In Ghana soll ein Montagewerk gebaut werden. Das würde auch die Entwicklung eines Verkaufs- und Service-Netzwerks in Ghana einschließen sowie den Aufbau einer Schulungsakademie für Produktion und After-Sales.

Zudem verpflichtet sich Volkswagen dazu, in Ghana eine Machbarkeitsstudie für integrierte Mobilitätslösungen durchzuführen. Dabei wird unter anderem überprüft, ob die Einführung von Car-Sharing, Ride Hailing, Miet- oder Shuttle-Services mittels einer ghanaischen Niederlassung von VWSA (Volkswagen Südafrika) oder durch die Zusammenarbeit mit einem lokalen Dienstleister marktfähig ist.

Im Gegenzug hat sich die Regierung Ghanas dazu verpflichtet, den Automobilsektor zu reformieren und auszubauen (Ghana Automotive Industry Policy), um die Automobilproduktion in Ghana zu fördern. Dazu zählt auch eine bevorzugte Beschaffungspolitik für Fahrzeuge, die vor Ort in Ghana montiert werden.

Nigeria: Gemeinsame Entwicklung des Landes zum Automobil-Hub

Mit der in Nigeria unterzeichneten Absichtserklärung verpflichtet sich Volkswagen dazu, stufenweise die Montage von Fahrzeugen aufzubauen und Nigeria langfristig zu einem Automobil-Hub an der Westküste Afrikas zu entwickeln.

Dies beinhaltet den Aufbau einer Ausbildungsakademie gemeinsam mit der deutschen Regierung, in der die ersten Mitarbeiter geschult werden und darüber hinaus technische Ausbildungseinheiten für die Mobilitätsdienste durchgeführt werden. Weiterhin ist beabsichtigt, bei entsprechender Ertragslage ein Volkswagen Fahrzeug- und Servicenetzwerk aufzubauen.

Im Gegenzug verpflichtet sich die nigerianische Regierung, die Verabschiedung der nigerianischen Automobilpolitik zu beschleunigen. Dies beinhaltet den stufenweisen Übergang vom reinen Importeuer von Gebrauchtwagen zum Hersteller und Vertriebspartner für Neufahrzeuge.

Volkswagen auf dem afrikanischen Markt

Volkswagen verfügt bereits über ein Produktionswerk in Südafrika und montiert Fahrzeuge in Kenia, und seit kurzem auch in Ruanda, wo gemeinsam mit einer integrierten Mobilitätslösung das Community Car Sharing und in Kürze auch Ride Hailing angeboten werden.

Im Rahmen seiner TRANSFORM 2025+ Strategie stärkt Volkswagen die Regionen und konzentriert sich auf neue, aufstrebende Märkte. Neben Nord- und Südamerika sowie China spielt die Sub-Sahara-Region eine zunehmend wichtige Rolle. Obwohl der afrikanische Automobilmarkt derzeit relativ klein ist, könnte sich die Region zukünftig zu einen Wachstumsmarkt entwickeln.


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