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Sport Transsyberia Rallye 2008, 11. Etappe: Schwarz ist neuer Gesamtzweiter

Motorsport


Transsyberia Rallye 2008, 11. Etappe: Schwarz ist neuer Gesamtzweiter

Porsche Cayenne SArmin Schwarz und Andi Schulz vom Team Germany 1 waren bei der 11. Etappe der Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson bereits zum 4. Mal die Schnellsten. In ihrem Porsche Cayenne S Transsyberia distanzierten sie ihre direkten Konkurrenten in der Gesamtwertung deutlich und verbesserten sich von Platz 3 auf 2. Zweite wurden auf der 208 km langen Wertungsprüfung zwischen Darvi und Altay mit einem Rückstand von rund 4 Minuten Lars Kern und Daniel van Kan vom Team Germany 3. Christian Lavieille und Francois Borsotto vom Team France kamen rund 17 Minuten hinter Schwarz/Schulz ins Ziel, führen aber immer noch mit fast 2 Stunden Vorsprung.

"Auf der heutigen Etappe wollten wir beweisen, dass wir kontrolliert fahren und trotzdem alle schlagen können", freute sich Armin Schwarz. "Die ersten 90 km sind wir einfach Vollgas gefahren, bis kein Staub mehr vor uns zu sehen war. Den 2. Abschnitt der Strecke wollten wir als Führende bestreiten. Bis ca. 20 km vor dem Ziel war alles gut. Doch dann haben wir auf dem extrem steinigen Stück unsere Ölwanne beschädigt." Einen fehlerlosen Job machte Beifahrer Andi Schulz: "Nach der gestrigen Wertungsprüfung war ich unzufrieden. Heute wollten wir schlicht beweisen, dass wir es können und ganz vorne dabei sind. Das ist uns gelungen. Wir sind die Strecke sauber abgefahren und haben alle Punkte des Roadbooks exakt angesteuert."

Wieder einmal absolut souverän agierte das Team France. "Mit dem Fahrzeug hatten wir heute keine größeren Probleme. Zum Glück! Denn morgen haben wir die längste Wertungsprüfung der Transsyberia vor uns. Da muss wirklich alles passen. Deshalb haben wir heute auch nicht allzu viel riskiert. Wir sind sehr froh, das Ziel ohne Schäden erreicht zu haben. Das macht uns zuversichtlich für den morgigen Tag", analysierte Christian Lavieille. "Für die teilweise sehr harte Prüfung ist unser Fahrzeug in einem ausgezeichneten Zustand. Die heutige Etappe war zwar nicht sonderlich schwer, aber technisch äußerst selektiv. Ich habe wieder einmal festgestellt, dass es unglaublich ist, was der Cayenne alles leisten kann", ergänzte Co-Pilot Francois Borsotto.

Viel Zeit verloren Ryan Millen und Colin Godby vom Team USA. Sie fuhren zu riskant, rissen die Radaufhängung ihres Cayenne ab und büßten 9 Stunden ein. "Wirklich schade. Wir waren richtig schnell unterwegs und hätten uns in der Gesamtwertung weiter vorarbeiten können", sagte ein enttäuschter Colin Godby im Etappenziel. Auch Adel Abdulla und Norbert Lutteri vom Team Quatar kamen vom rechten Weg ab und beschädigten ihr Fahrzeug schwer. Beide blieben unverletzt. Noch ist allerdings nicht klar, ob sie die Rallye fortsetzen können.

Carles Celma (Team Germany 2):

"Die herrliche Landschaft hat heute nichts an unserem Pech geändert. Denn leider haben wir unseren Stoßdämpfern zu viel zugemutet. Und dann haben wir auch noch einen schwer zu findenden Kontrollpunkt verpasst, was uns eine Stunde Strafzeit eingebracht hat. Aber wir geben noch lange nicht auf. In der Mongolei kann bei dieser Rallye noch viel passieren."

Lars Kern (Team Germany 3):

"Besser hätte es heute kaum laufen können. Während der Prüfung sind wir auf Armin Schwarz aufgelaufen und sind ihm dann bis zum Ziel mehr oder weniger hinterhergefahren. Mit der Navigation hatten wir keinerlei Probleme. Wir haben uns exakt an die Vorgaben des Roadbooks gehalten und am Ende lagen wir auf Platz zwei. So sollten alle Prüfungen aussehen: schnell und selektiv. Das war ein großartiger Tag."

Christian Pfeil-Schneider (Colombian Arrow):

"Insgesamt war die heutige Prüfung sehr schön zu fahren. Es hat Spaß gemacht. Man durfte die Strecke jedoch nicht unterschätzen. Einige Abschnitte waren extrem schwierig – zum Beispiel die letzten 30 km. Wir sind gut durchgekommen und zufrieden mit unserer Leistung. Das Wichtigste überhaupt ist, dass wir den Wagen heil ins Ziel gebracht haben."

Pau Soler (Team Spain):

"Bis zum letzten Abschnitt, etwa 30 km vor dem Ziel, lief alles gut. Dort haben wir dann Ryan Millen gesehen, der sich festgefahren hatte. Natürlich haben wir versucht, ihm zu helfen. Leider ohne Erfolg. Wir haben dabei unsere Hinterradaufhängung beschädigt. Schließlich konnten wir uns aber als Vierte ins Ziel retten."

Pedro Figueiredo (Team Portugal):

"Das war ein schwarzer Tag für uns. Heute Morgen haben wir uns auf der Überführungsetappe die hinteren Stoßdämpfer ruiniert. Mit diesem Handicap mussten wir in die Prüfung starten. Auf der Strecke ist uns dann hinten rechts die Radaufhängung gebrochen, und wir mussten so mehr als 160 km zurücklegen. Ich bin froh, im Ziel zu sein. Vor allem die letzten 30 km waren enorm anspruchsvoll. So eine harte und selektive Etappe habe ich nie zuvor erlebt."

Hirohisa Kaneko (Team Japan):

"Da wir unser Fahrzeug noch für die kommenden 3 Tage schonen wollten, haben wir heute nicht zu viel Gas gegeben. Das hat uns die Chance gegeben, unterwegs auch die wunderschöne Landschaft zu genießen."

Die 12. Etappe der Transsyberia Rallye führt über 529 km von Altay nach Bayanhongor. Mit 407 km ist die Wertungsprüfung die längste der gesamten Tour. Die Transsyberia Rallye wurde am 11. Juli auf dem Roten Platz in Moskau gestartet und endet am 25. Juli nach insgesamt über 7.000 km in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator.

Gesamtwertung Transsyberia Rallye 2008 nach der 11. von 14 Etappen

  • 1. Lavieille/Borsotto, Team France Porsche, 16:27.33 Std.
  • 2. Schwarz/Schulz, Team Germany 1 Porsche, 1:59.47 Std. zurück
  • 3. Gameiro/Figueiredo, Team Portugal Porsche, 2:35.17 Std. zurück
  • 4. Soler/Peinado, Team Spain Porsche, 2:37.57
  • 5. Levyatov/Talantsev, Team Russia 1 Porsche, 3:33.35
  • 6. Kern/van Kan, Team Germany 3 Porsche, 3:34.44
  • 7. Celma/Unger, Team Germany 2 Porsche, 6:37.46
  • 8. Baier/Steinbring, Teambuctou Toyota, 7:39.02
  • 9. Kern/Binder, Team Pro Porsche, 8:13.07
  • 10. Pfeil-Schneider/Steuer, Colombian Arrow Porsche, 9:08.42


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