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Technik Performance-Datenaufzeichnung in der Corvette Stingray

Motor & Technik


Performance-Datenaufzeichnung in der Corvette Stingray

Corvette StingrayMit einem System zur Performance-Datenaufzeichnung in der neuen Corvette Stingray hat Chevrolet auf der "Consumer Electronics Show" in US-amerikanischen Las Vegas eine Weltneuheit der Automobilindustrie präsentiert. Die vollständig fahrzeugintegrierte Technologie macht es möglich, Fahrten mit High-Definition-Videos samt Telemetrie-Dateneinblendungen aufzunehmen und so das Erlebte jederzeit detailliert wiedergeben und nachvollziehen zu können.

Das System erlaubt eine professionelle Telemetrie-Datenaufzeichnung. Der Fahrer kann Eindrücke und Fahrerlebnisse mit anderen teilen, egal, ob er auf einer faszinierenden Landstraßenpassage unterwegs ist oder auf der Rennstrecke. Mit der integrierten Telemetriesoftware lassen sich zudem Fahrtechnik und Rundenzeiten bis ins Kleinste analysieren und verbessern.

Entwickelt wurde der Datenrekorder "PDR" in Zusammenarbeit mit dem britischen Motorsportunternehmen Cosworth, das auch für die Corvette Racing-Teams Datenerfassung und Telemetrieelektronik liefert. Verfügbar wird die neue Technologie mit dem Produktionsstart des Corvette-Modelljahrs 2015 gegen Ende des dritten Quartals 2014, die Preise werden zeitnah dazu bekannt gegeben.

Zu den drei PDR-Hauptkomponenten gehört eine im Frontscheibenrahmen positionierte HD-Kamera mit 720p-Auflösung, die das Geschehen aus der Fahrerperspektive aufzeichnet. Die zugehörigen Audioimpressionen werden über ein separates Mikrofon aufgezeichnet. Zweite Kernkomponente ist ein in sich abgeschlossener Telemetrie-Rekorder, dessen GPS-Empfänger mit einer Taktung von 5 Hertz oder Zyklen pro Sekunde arbeitet (fünfmal schneller als der des Navigationssystems) und dadurch eine noch präzisere Positionsbestimmung ermöglicht. Der Rekorder ist zudem in den CAN-Datenbus des Fahrzeugs eingebunden und dadurch in der Lage, auf Informationen wie Motordrehzahl, Getriebe-Gangwahl, Bremskraft oder Lenkwinkel zuzugreifen.

Dritte PDR-Schlüsselkomponente ist eine dedizierte SD-Kartenschnittstelle im Handschuhfach zur Aufzeichnung und Übertragung von Video-und Fahrzeugdaten. Die mögliche Aufnahmezeit hängt von der Speicherkapazität ab: Eine 8-Gigabyte-Karte kann etwa 200 Minuten aufnehmen, eine 32-GB-Karte bis zu 800 Minuten und damit über 13 Stunden Fahrzeit.

Das PDR-System ist in der Lage, Echtzeitfahrdaten in die Videoaufzeichnung einzublenden. Dafür stehen drei Optionen zur Verfügung:

  • Track Mode: zeigt die maximale Datenmenge einschließlich Geschwindigkeit, Drehzahl, Querbeschleunigung, Rundenzeit und lokaler Landkarte.

  • Sport Mode: weniger Details, statt dessen Konzentration auf Schlüsselwerte wie Geschwindigkeit und Querbeschleunigung.

  • Touring Mode: Video-/Audioaufzeichnung ohne Dateneinblendung.

  • Performance Mode: Aufzeichnung relevanter Leistungsdaten wie Laufzeit, Beschleunigung 0-60 mph, Geschwindigkeit nach 1/4-Meile sowie Beschleunigungs-/Bremssequenzen 0-100-0 mph.

Über den 8-Zoll-Farb-Touchscreen des Fahrzeugs kann das Video abgespielt werden, zur Weiterbearbeitung auf einen Computer herunter- oder zu Sharingzwecken auf Social-Media-Webseiten hochgeladen werden. Wer die aufgezeichneten Leistungsdaten im Detail verstehen möchte, kann diese mit der integrierten "Cosworth Toolbox"-Software und einer leicht bedienbaren Grafikschnittstelle auf professionellem Motorsportniveau analysieren. Die Cosworth Toolbox blendet aufgezeichnete Runden auf einer Bing-fähigen Satellitenkarte der Strecke ein und vergleicht ausgewählte Runden für jeden gewünschten Streckenpunkt, einschließlich Kurvenlinie, Fahrgeschwindigkeit und Querbeschleunigung. Das hilft dem Fahrer, seine Konstanz und damit seine Rundenzeiten kontinuierlich zu verbessern.

Die Möglichkeit, einzelne Runden zu analysieren, ermöglicht unmittelbare Änderungsmaßnahmen für schnellere Zeiten in der nächsten Session. Das ist etwa so, als hätten Sie einen 32-GB-Teamchef, der Sie mit Echtzeitfeedback fahrerisch verbessert.


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