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Sport Frank Biela und Emanuele Pirro gewinnen ALMS in Salt Lake City

Motorsport


Frank Biela und Emanuele Pirro gewinnen ALMS in Salt Lake City

Beim Comeback in der American Le Mans-Serie auf der neuen Rennstrecke in Salt Lake City (US-Bundesstaat Utah) triumphierten Emanuele Pirro (Italien) und Frank Biela (Deutschland) in einem spannenden Finale mit einem Vorsprung von nur 0,318 Sekunden vor den Porsche-Piloten Lucas Luhr und Sascha Maassen.

Die beiden Audi R10 TDI des Teams Audi Sport North America nahmen den fünften Lauf der American Le Mans-Serie aus der ersten Startreihe in Angriff. Nach 61 Rennminuten übergab Allan McNish (Schottland) den R10 TDI mit der Startnummer 2 souverän in Führung liegend an seinen Teamkollegen Dindo Capello (Italien). Bei einem Boxenstopp in der 40. Runde nahm der Audi R10 TDI genügend Shell V-Power Diesel für die verbleibenden 25 Runden auf. Kurz vor Rennende machte jedoch eine Safety Car-Phase den Vorsprung des Italieners zunichte. Ein schleichender Plattfuß hinten links zwang den führenden Audi während der Gelbphase zudem außerplanmäßig an die Box. Capello/McNish mussten sich schließlich mit Rang vier begnügen.

In die Bresche sprang Emanuele Pirro im Audi R10 TDI mit der Startnummer 1, der kurz vor der Safety Car-Phase Lucas Luhr überholt hatte und die Spitzenposition nach dem Restart während der verbleibenden 15 Minuten gegen die Angriffe des Porsche nervenstark verteidigte.

Das Comeback in der American Le Mans-Serie hatte für Frank Biela und Emanuele Pirro nicht optimal begonnen: Ein Ausrutscher in der ersten Runde kostete den Trainingsschnellsten Frank Biela die frühe Führung. Ein Dreher in Folge einer missglückten Überrundung eines GT-Fahrzeugs ließ Biela in der achten Runde sogar auf Rang sechs zurückfallen. Von dort starteten der Deutsche und Teamkollege Emanuele Pirro eine Aufholjagd, die am Ende des überaus spannenden und abwechslungsreichen Rennens den Sieg brachte.

Allan McNish und Dindo Capello behaupteten mit dem vierten Gesamtrang und Platz drei in der LM P1-Klasse ihre Führung in der Fahrerwertung der LM P1-Kategorie. In der Hersteller- und Teamwertung liegt Audi weiter mit der maximalen Punktzahl an der Spitze.

Bereits am kommenden Samstag (22. Juli) steht der sechste Lauf der American Le Mans-Serie in Portland auf dem Programm. In den freien Tagen bis zum ersten Training am Donnerstag unternehmen die Audi Werksfahrer eine Motorrad-Tour von Salt Lake City nach Portland.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):

"Ein tolles Rennen, spannend bis zum Ende. Für meinen Geschmack – vielleicht sogar zu spannend. Emanuele Pirro und Frank Biela haben eine starke Leistung gezeigt. Allan McNish und Dindo Capello hatten eine tolle Pace, aber leider auch viel Pech, denn sie mussten in der Schlussphase in Führung liegend wegen eines Reifenschadens noch einmal an die Box. Dadurch sind sie zurückgefallen. Sonst wäre es sogar möglich gewesen, einen Doppelsieg zu feiern. Aber so ist Motorsport."

Frank Biela (Audi R10 TDI #1):

"Eine super Sache für Audi – keine Frage. Es ist für den zweiten Audi leider unglücklich gelaufen, ehrlich gesagt möchte man so kein Rennen gewinnen. Ich hatte anfangs Pech, ich habe mich gedreht, als ich einem Ferrari ausweichen musste. Emanuele war stark, er hat den Rückstand aufgeholt. Wir freuen uns über den Sieg."

Emanuele Pirro (Audi R10 TDI #1):

"Ich bin mit meinem Rennen sehr glücklich. Anfangs ist das Auto gerutscht, dann wurde der Grip besser. Ich konnte gute Rundenzeiten fahren und den Porsche überholen. Durch die Pace Car-Phase war wieder alles offen, und dann erlebte ich die 15 härtesten Minuten meines Lebens. Denn die Reifen hatten Dreck aufgesammelt, und der Porsche machte viel Druck. Ich hatte alle Hände voll zu tun, das Auto auf der Straße zu halten. Es war ein heißer Tag und diese Strecke ist sehr anstrengend. Ich bin nun sehr müde."

Dindo Capello (Audi R10 TDI #2):

"Zehn Runden vor Ende des Rennens lag ich mehr als 30 Sekunden in Führung. Das war für mich der schlechteste Zeitpunkt für eine Safety-Car-Phase. Trotzdem wären wir in der Lage gewesen, unsere Position bis zum Ende zu halten. Doch plötzlich fühlte ich hinter dem Pace Car, dass etwas nicht stimmte. Dann rief mich das Team wegen eines schleichenden Reifenschadens an die Box. Leider passierte das in der letzten Runde der Pace-Car-Phase. Es tut weh, einen Sieg in der letzten halben Stunde zu verlieren."

Allan McNish (Audi R10 TDI #2):

"Wir haben den Sieg fast in Sichtweite des Ziels verloren. Ich bin bitter enttäuscht. Während meines Stints hat der Audi perfekt funktioniert, das hat mir erlaubt, 50 Sekunden Vorsprung heraus zu fahren. Dindo konnte diesen Vorsprung nach dem Fahrerwechsel behaupten. Deshalb ist es doppelt frustrierend, dass etwas, was außerhalb unserer Kontrolle liegt, den Sieg gekostet hat. Das ist Motorsport – aber manchmal ist es trotzdem schwer zu akzeptieren."

Dave Maraj (Team Direktor Team Audi Sport North America):

"Ein verrücktes Rennen! Der Audi mit der Nummer 2 war am Anfang des Rennens stark und baute eine gute Führung auf. Es schien, als wäre der Sieg sicher, als in einer späten Gelbphase ein Boxenstopp nötig wurde. Aber der Audi mit der Nummer 1 hat sich an die Spitze zurückgekämpft und einen knappen Sieg errungen. Alle Fahrer und das gesamte Team haben einen guten Job erledigt und unsere Boxenstrategie hat optimal funktioniert."

Das Ergebnis in Salt Lake City

  • 1. Biela/Pirro (Audi R10 TDI) 65 Rd. in 2:46.00,377 Std.
  • 2. Maassen/Luhr (Porsche) + 0,318 Sek.
  • 3. Weaver/Leitzinger (Lola-AER) + 45,183 Sek.
  • 4. Capello/McNish (Audi R10 TDI) + 1.10,503 Min.
  • 5. Dyson/Smith (Lola-AER) - 1 Rd.
  • 6. Dayton/Wallace (Lola-AER) - 3 Rd.


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