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Tipps Dachboxen: Tipps zum Laden und Fahren

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Dachboxen: Tipps zum Laden und Fahren

Ein großes Auto nur für die jährliche Fahrt in den Urlaub anschaffen – dies erscheint zunehmend unwirtschaftlich. Wenn die Reise dann aber ansteht, kann der Platz im vernünftig kleinen Modell knapp werden. Und manchen reicht nicht einmal das Kofferraumvolumen eines großen Wagens. Kein Wunder, dass immer mehr Familien Teile ihres Reisegepäcks in eine Dachbox packen. Tipps zum Laden und Fahren mit Dachbox von den TÜV SÜD-Experten.

Wiegen: Wie viel Gewicht in einer Dachbox transportiert werden darf, legt der Hersteller fest – meist 50 oder 75 kg. Bei manchen Modellen weist ein Aufkleber im Inneren der Box darauf hin. Doch die Grenze setzt die zulässige Dachlast des Autos. Sie steht leider nicht in den Zulassungspapieren. Wie viel aufs Dach darf, sagt dagegen die Betriebsanleitung. Gebräuchliche Werte sind 75 oder 100 kg. Bei Kleinwagen sind manchmal nur 50 zulässig. "Von der Dachlast abzuziehen sind aber das Gewicht der Box – 15 bis 30 kg – und des Dachträgers, der 4 bis 8 Kilo wiegt", erläutert Eberhard Lang von TÜV SÜD. Für übliches Urlaubsgepäck reicht die verbleibende Nutzlast in aller Regel. Bei Unsicherheit hilft eine Personenwaage, um das Gewicht der Gepäckstücke zu bestimmen.

Spannen: Fast alle Dachboxen verfügen über Ösen und Gurte zur Sicherung der Ladung. "Die sollten unbedingt benutzt werden. Das vermeidet das gefährliche Verrutschen des Gepäcks", sagt Lang. Ungeeignet zum Verzurren seien Schnüre und die meisten Gummi-Expander, deshalb besser spezielle Spanngurte benutzen.

Verteilen: Wichtig ist die gleichmäßige Beladung. Die Hälfte des Gewichts sollte stets im mittleren Teil der Box liegen, also zwischen den Querrohren des Dachträgers. Davor und dahinter ist der Platz für je ein Viertel. Weil Feuchtigkeit während der Fahrt eher vorn eindringt, macht es Sinn, dort keine in dieser Hinsicht empfindlichen Dinge zu platzieren.

Schließen: Jeder, der schon mal eine Dachbox beladen hat, kennt den Effekt – der Deckel verhält sich mitunter störrisch, lässt sich nicht schließen. Gewalt ist dann ebenso wenig eine Lösung wie der Ersatz der ordentlichen Verriegelung durch einen Spanngurt rund um die Box. Alle Schließteile müssen sicher eingerastet sein. Das ist auch für die Dichtheit des Transportbehältnisses wichtig. Die einzige Lösung besteht im Neuordnen der Ladung. Viele moderne Boxen sorgen dafür, dass der Schlüssel nur bei vollständiger Verriegelung abgezogen werden kann. Erhöhte Kraft lässt höchstens den Schlüssel abbrechen. Apropos: Der Zweitschlüssel sollte an Bord sein.

Schützen: Qualitativ hochwertige Dachboxen sind heute beinahe wasserdicht. Ganz auszuschließen ist der Wassereinbruch aber beispielsweise bei Fahrten durch Wolkenbrüche nicht. Das Verpacken empfindlicher Dinge in Plastiktüten beseitigt das Restrisiko. Manche Boxen haben am Boden im hinteren Bereich an tiefen Stellen kleine Öffnungen, durch die der Sog des Fahrtwindes eingedrungenes Wasser absaugen kann. Diese Löcher dürfen deshalb nicht verstopft oder verdeckt sein.

Checken: Eine Pause auf der Reise bietet die Gelegenheit, den festen Sitz von Box und Dachträger zu überprüfen. Es kann auch nicht schaden, die Spanngurte im Inneren bei Bedarf nachzuziehen.

Fahren: Durch die Dachbox verändert sich der Schwerpunkt des Autos. Besonders bei hohen Fahrzeugen wie Vans, Bussen und Sport Utility Vehicles (SUV) ist eine vorsichtige Gangart angesagt. Das gilt besonders in Kurven. Dort verhält sich ein voll beladenes Auto ohnehin kritischer als aus dem Alltag gewohnt. Auch verlängert das erhöhte Gewicht auf der Urlaubsfahrt den Bremsweg. Eine gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung existiert für Fahrzeuge mit Boxen nicht. Manche Hersteller von Dachtransport-Zubehör empfehlen allerdings, nicht schneller als 130 km/h zu fahren.

Durchkommen: Dachaufbauten machen das Auto höher. Diese Binsenweisheit gilt es beim Ein- und Durchfahren von niedrigen Stellen zu beachten. Parkhäuser bereiten selten Probleme, doch Garagen am Urlaubsort sind vielleicht nicht so hoch wie die heimische. "Die vorher ausgemessene Gesamthöhe auf einem Klebezettel im Cockpit notiert, vermeidet Überraschungen und Stress, wenn ein Hinweisschild auf geringe Höhe vor dem Auto auftaucht", sagt Lang.

Sparen: Die aerodynamische Gestaltung moderner Dachboxen sorgt dafür, dass der Mehrverbrauch durch den erhöhten Luftwiderstand maßvoll ausfällt. Dennoch sind einige zehntel Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer nicht zu vermeiden. Das gilt auch für leere Boxen. Wer vom Urlaubsort aus längere Strecken fahren will, nimmt den zweiten Kofferraum und den Dachträger vor Ort am besten ab.


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