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Sport Alfa Romeo beim AvD Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring

Motorsport


Alfa Romeo beim AvD Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring

Alfa Romeo Giulia Coupé 1600Vor beinahe fünf Jahrzehnten fuhr der Alfa Romeo Giulia Sprint GTA in der Tourenwagen-Europameisterschaft und zahlreichen nationalen Championaten von Titel zu Titel. Der AvD Oldtimer Grand Prix am Wochenende (07. bis 09. August) ehrt das technisch revolutionäre Coupé mit der Sonderwertung "50 Jahre Alfa Romeo Giulia Sprint GTA". Alleine bei der AvD Tourenwagen-Trophäe auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings sind fast 30 Exemplare der ab 1965 eingesetzten Urversion und der Nachfolgevarianten GTA Junior und GTAm am Start.

Nicht alle Rennwagen hat Alfa Romeo in dieser vergleichsweise großen Stückzahl gebaut. Insgesamt nur zwei Mal wurde 1971 eine so genannte Gruppe-4-Version des 8-Zylinder-Coupés Montreal auf Kiel gelegt. Ein Exemplar wird heute wieder im historischen Rennsport eingesetzt, beim AvD Oldtimer Grand Prix zu bewundern in der Kategorie "Revival Deutsche Rennsport-Meisterschaft". Zu den Exoten in der "FIA Masters Historic Formula One Championship" gehört der Tipo 182B, mit dem Alfa Romeo in der Saison 1982 in der Formel 1 antrat.

Erfolge von Alfa Romeo im Grand-Prix-Sport

Der Bolide steht stellvertretend für die Erfolge von Alfa Romeo im Grand-Prix-Sport, zu denen unter anderem die erste offizielle Weltmeisterschaft in der Geschichte des Automobils (1925) sowie die Titel in den ersten beiden Jahren der Formel 1 zählen (1951 durch Nino Farina, 1952 durch Juan Manuel Fangio). Ebenfalls ein besonders rares Schmuckstück ist der Alfa Romeo TZ2, der bei den "Gentlemen Drivers" antritt. Von dem Coupé mit Gitterrohrrahmen und Kunststoffkarosserie wurden nur etwa ein Dutzend Stück gebaut.

Die bunteste Mischung verschiedenster Modelle aus der Rennabteilung von Alfa Romeo bieten AvD Historic-Marathon und Nürburgring-Trophy, die auf der Nürburgring-Nordschleife durchgeführt wird. Die Palette reicht vom Alfa Romeo Spider bis zum Alfa Romeo 2600 Sprint. In einem der schnellen GTA nimmt auch Richard Atwood, 1970 Sieger des 24-Stunden-Rennens in Le Mans, das Vier-Stunden-Rennen in der legendäre "Grüne Hölle" in Angriff. Alfa Romeo ist außerdem bei den Rennen der historischen Formel 3 vertreten - Mitte der 1980er Jahre vertrauten viele Teams in dieser Nachwuchsklasse auf die leistungsstarken Motoren der Marke.

Alfaclub mit eigenem Veranstaltungszelt, Testfahrten mit Alfa Romeo 4C

Alfa Romeo ist offizieller Partner des Automobil Club von Deutschland (AvD) beim Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring. Und so können die Fans, die mit einem Alfa Romeo anreisen, bis ins Innengelände der Rennstrecke fahren und dort parken. Der Alfaclub, der mit einem eigenen Veranstaltungszelt am Rande des Fahrerlagers vertreten ist, erwartet rund 300 Mitglieder zu diesem Treffen. Ihre Fahrzeuge bilden einen beeindruckenden Querschnitt durch die über 100-jährige Geschichte der italienischen Traditionsmarke. Clubmitglieder können Probefahrten mit aktuellen Modellen von Alfa Romeo unternehmen. Zur Verfügung stehen unter anderem das Kohlefaser-Coupé Alfa Romeo 4C sowie die besonders sportliche Version Quadrifoglio Verde der Alfa Romeo Giulietta.

In direkter Nachbarschaft des Alfaclub baut die Scuderia del Portello ihr Camp auf. Die nach dem ersten Firmensitz von Alfa Romeo benannte Klassik-Motorsportabteilung bringt unter anderem einen beim Straßenrennen Giro d'Italia eingesetzten Alfa Romeo 75 IMSA sowie natürlich den Jubilar Alfa Romeo Giulia Sprint GTA mit.

Zu seiner Zeit fast unschlagbar - der Alfa Romeo Giulia Sprint GTA

Der Alfa Romeo Giulia Sprint GTA wird 1965 als Homologationsfahrzeug für Tourenwagenrennen entwickelt. Hinter dem Zusatz "A" in der Typenbezeichnung verbirgt sich der italienische Begriff "alleggerita", zu Deutsch "erleichtert". Die Ergänzung weist auf das im Vergleich zur herkömmlichen Giulia Sprint GT reduzierte Leergewicht hin. Erreicht wird das durch Karosserieteile aus Peraluman, einer sehr leichten AluMINIum-Zink-Mangan-Legierung. Türen und Motorhaube sind außerdem aus AluMINIum gefertigt. Der GTA bringt dadurch über 200 kg weniger auf die Waage als ein konventioneller Sprint GT.

Der 1,6-Liter-Motor verfügt über Doppelzündung und zwei 45er Weber-Doppelvergaser. Knapp 170 PS stehen schon in der werksseitig getunten Straßenvariante "Corsa" zur Verfügung. Sie unterscheidet sich vom normalen Serienmodell unter anderem durch einen Ölkühler, Überrollbügel, Sperrdifferenzial, Ventildeckel und Kupplungsglocke aus Magnesium sowie einen längeren fünften Gang.

Ab der Saison 1965 wird der GTA zum beherrschenden Fahrzeug in seiner Hubraumklasse. Werksfahrer Andrea de Adamich (Italien) wird 1966 und 1967 Europameister in dieser Kategorie, 1969 wird Spartaco Dini (Italien) Champion. Alfa Romeo gewinnt in diesen Jahren auch den Markentitel. Manchmal feiern GTA-Piloten wie der Deutsch-Österreicher Jochen Rindt (bei einem TransAm-Rennen in Sebring/USA 1966) sogar Gesamtsiege gegen die hubraumstärkere Konkurrenz. Außerdem feiern GTAs unzählige Siege bei Bergrennen - Ignazio Giunti (Italien) wird 1967 Berg-Europameister in der Tourenwagen-Kategorie - und nationalen Meisterschaften. So wird Herbert Schultze 1968 und 1969 Deutscher Rundstreckenmeister.

In den internationalen Tourenwagen-Meisterschaften wird Ende der 1960er Jahre in mehreren Hubraumklassen, so genannten Divisionen, um Punkte und Titel gefahren. Eine Division ist für Fahrzeuge mit weniger als 1,3 Liter Hubraum ausgeschrieben. Für diese Klasse entsteht 1968 der GTA 1300 Junior als kleiner Bruder der 1600er Variante. Auch der Junior hat eine auf das Stahlblechskelett genietete Leichtmetallkarosserie und den sportlichen AluMINIummotor mit Doppelzündung unter der Haube. Autodelta liefert den 1.290-Kubikzentimeter-Vierzylinder in Corsa-Variante mit bis zu 160 PS aus.

 GTA Junior wird zur Messlatte in der 1300er Klasse

Ab Sommer 1968 wird der GTA Junior zur Messlatte in der 1300er Klasse. 1969 gewinnt Enrico Pinto (Italien) die Tourenwagen-Europameisterschaft in dieser Hubraumkategorie, 1970 ist Carlo Truci (Italien) der Champion. Am 01. Januar 1970 homologiert Alfa Romeo für den GTA Junior Karrosserieteile nach. Nun sind dicke Kotflügel zulässig, unter die bis zu neun Zoll breite Felgen passen. Die Verbreiterungen sind ebenso aus Kunststoff hergestellt wie ab diesem Datum auch Hauben, Türen und Armaturenträger.

Derart aufgerüstet bleibt der GTA Junior noch bis Ende 1974 ein siegfähiges Auto in der 1300er Division, sei es auf der Rundstrecke, am Berg oder bei Rallyes. 1972 verhilft er Alfa Romeo zu einem weiteren Europameister-Titel - mit neun Divisionssiegen in neun Rennen.

Alfa Romeo Giulia Sprint GTAm

Mit dem Alfa Romeo Giulia Sprint GTAm stellt 1969 die Werksrennabteilung Autodelta den großen Bruder des GTA auf die Räder. Die Bezeichnung GTAm (maggiorata) weist auf den erweiterten Hubraum hin - zunächst sind es 1750 Kubikzentimeter, ab 1970 dann zwei Liter. Sie ist außerdem eine Hommage an den amerikanischen Markt. Tatsächlich wird der Motor des GTAm von einer Spica-Einspritzanlage mit Sprit versorgt, wie sie auch für die in die USA exportierten Giulia Sprint gedacht ist. Weitere rennsportspezifische Zutaten sind dicke Kotflügelverbreiterungen und Motorhaube aus Kunststoff sowie der Kofferraumdeckel aus AluMINIum. Die gewaltigen Neun-Zoll-Räder stammen vom Prototypen Alfa Romeo Tipo 33.

1970 wird der Niederländer Toine Hezemans mit dem Alfa Romeo Giulia Sprint GTAm Europameister, 1971 holt sich Alfa Romeo erneut den Titel in der Herstellerwertung.

Bei historischen Tourenwagen-Rennen gehören alle Motorsportvarianten des Alfa Romeo Giulia Sprint heute zu den beliebtesten Fahrzeugen. Alleine beim AvD Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring sind fast drei Dutzend Exemplare zu sehen.

FIA Masters Historic Formula One Championship

AvD Tourenwagen-Trophäe

AvD Historic-Marathon und Nürburgring Trophy (Nordschleife)

Gentlemen Drivers (GT-Fahrzeuge bis 1965)

Revival Deutsche Rennsport Meisterschaft

Zweisitzige Rennwagen und GT bis 1961


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