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Wirtschaft VW Konzern hat das 1. Halbjahr 2016 deutlich besser abgeschlossen als erwartet

Wirtschaft & Handel


VW Konzern hat das 1. Halbjahr 2016 deutlich besser abgeschlossen als erwartet

Der Volkswagen Konzern hat das 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich besser abgeschlossen als erwartet. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen betrug in den sechs Monaten 7,5 (Vorjahr: 7,0) Milliarden Euro. Damit konnte sich der Volkswagen Konzern im ersten Halbjahr 2016 gut behaupten. Allerdings belasteten negative Sondereinflüsse in diesem Zeitraum das Operative Ergebnis mit 2,2 (0,2) Milliarden Euro. Grund waren vor allem rechtliche Risiken aus der Dieselthematik: Dafür wurden im 1. Halbjahr zusätzliche Vorsorgen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro gebildet. Infolgedessen sank das Operative Ergebnis des Konzerns nach Sondereinflüssen auf 5,3 Milliarden Euro. Die operative Rendite ging im Konzern auf 4,9 (6,3)% zurück; vor Sondereinflüssen lag sie bei 7,0 (6,4)%. Der Umsatz des Konzerns lag in den ersten sechs Monaten mit 107,9 (108,8) Milliarden Euro leicht unter Vorjahresniveau.

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, erläuterte in Wolfsburg die Zwischenbilanz: "Gerade angesichts der aktuellen Belastungen können wir mit dem Halbjahresergebnis zufrieden sein. Die Zahlen zeigen, dass unser operatives Geschäft solide ist. Mit unseren Marken sind wir breit aufgestellt. Von diesem Fundament aus werden wir den Volkswagen Konzern mit unserer ‚Together-Strategie 2025‘ vom Automobilhersteller zu einem weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität formen."

Nicht enthalten im Operativen Ergebnis des Konzerns ist das anteilige operative Ergebnis der chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften, das im genannten Zeitraum 2,4 (2,7) Milliarden Euro betrug. Diese Unternehmen werden At Equity konsolidiert und schlagen sich deshalb lediglich im Finanzergebnis nieder. Durch die gesunkenen Beteiligungserträge sowie durch Bewertungseffekte ging das Ergebnis vor Steuern im ersten Halbjahr auf 4,8 (7,7) Milliarden Euro zurück. Nach Steuern lag das Ergebnis bei 3,6 (5,7) Milliarden Euro.

"Wir haben unter schwierigen Bedingungen ein solides Ergebnis erwirtschaftet", sagte Konzern-Finanzvorstand Frank Witter. "Dies zeigt, dass der Volkswagen Konzern über eine robuste Ertragskraft verfügt. Um aber die hohen Belastungen der Dieselthematik aufzufangen, werden weiter enorme Kraftanstrengungen notwendig sein."

Grundlage für das Halbjahresergebnis war nicht nur eine anhaltend positive Entwicklung der Marken Audi, Porsche und ŠKODA, sondern auch eine spürbare Verbesserung der Marke Volkswagen Pkw im 2. Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres. Diese basierte unter anderem auf einer saisonal starken Nachfrage, einer Erholung des Automarktes in Europa sowie auf der Wiederbelebung des Großkundengeschäfts. Positive Effekte des Effizienzprogramms trugen ebenso dazu bei.

Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile steigt auf 28,8 Milliarden Euro


Die Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile stieg zum Ende Juni auf 28,8 Milliarden Euro und war damit um 4,3 Milliarden Euro höher als am Jahresende 2015. Die Sachinvestitionen im Konzernbereich Automobile gingen um 137 Millionen auf 4,5 Milliarden Euro zurück. Damit lag die Sachinvestitionsquote im Automobilbereich wie bereits im Vorjahreszeitraum bei 4,9%.

Marken und Geschäftsfelder


Bei der Marke Volkswagen Pkw ging das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen auf 0,9 (1,4) Milliarden Euro zurück. Grund für diese Entwicklung waren Wechselkurs- und Mixeffekte sowie geringere Absatzmengen und höhere Vermarktungskosten infolge der Abgasthematik.

Audi erzielte ein Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen in Höhe von 2,7 (2,9) Milliarden Euro. Währungseffekte und weiter hohe Vorleistungen für neue Produkte und Technologien sowie für den Ausbau des internationalen Produktionsnetzwerks belasteten das Ergebnis. In den Finanzkennzahlen von Audi sind die Marken Lamborghini und Ducati enthalten.

Das Operative Ergebnis von ŠKODA stieg auf 685 (522) Millionen Euro, was einem Zuwachs von 31,2% entspricht. Der Anstieg war im Wesentlichen auf positive Volumen- und Mixeffekte sowie Produktkostenoptimierungen zurückzuführen.

Die Marke SEAT setzte ihre positive Entwicklung fort und steigerte das Operative Ergebnis um 40 Millionen auf 93 Millionen Euro. Dabei wurden negative Volumen- und Wechselkurseffekte durch Kostenreduzierungen und Mixverbesserungen kompensiert.

Das Operative Ergebnis der Marke Bentley ging um 75 Millionen auf minus 22 Millionen Euro zurück - vor allem wegen veränderter Marktbedingungen und Wechselkursverhältnisse.

Porsche verbesserte das Operative Ergebnis um 7,7% auf 1,8 Milliarden Euro. Gründe waren gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Absatzanstieg sowie Wechselkurseffekte. Die Modelle Boxster, Cayman, 911 und Macan wurden verstärkt nachgefragt.

Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge waren in den ersten sechs Monaten die Modelle Caddy und Multivan/Transporter sehr beliebt. Das Operative Ergebnis lag im 1. Halbjahr mixbedingt mit 299 (268) Millionen Euro über dem Vorjahreswert.

Scania konnte die rückläufige Nachfrage in Südamerika, der Türkei und Russland durch steigende Verkaufszahlen in Europa kompensieren. Dadurch verbesserte sich das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen auf 550 (503) Millionen Euro.

MAN konnte trotz des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Südamerika das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen auf 186 (54) Millionen Euro verbessern. Dazu trugen auch die eingeleiteten strukturellen Veränderungen positiv bei.

MAN Power Engineering erzielte in den ersten sechs Monaten ein Operatives Ergebnis in Höhe von 103 (135) Millionen Euro.

Volkswagen Finanzdienstleistungen steigerte das Operative Ergebnis um 2,6% auf 995 Millionen Euro. Positiv wirkten Volumeneffekte: Weltweit nahm die Zahl der Neuverträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,2% auf 3,3 Millionen Kontrakte zu.

Ausblick


Zum Ausblick sagte Konzernchef Müller in Wolfsburg: "Um die nötigen Zukunftsinvestitionen für die Transformation unseres automobilen Kerngeschäfts und den Aufbau eines innovationsstarken Geschäftsbereichs für Mobilitätsdienstleistungen zu stemmen, werden wir hart an unserer Ertragskraft arbeiten. Ein Baustein der Strategie 2025 ist daher, dass alle Marken und Bereiche über die gesamte Wertschöpfungskette ihren Beitrag zu mehr Effizienz leisten."

Der Volkswagen Konzern erwartet, dass abhängig von den konjunkturellen Rahmenbedingungen, der Wechselkursentwicklung sowie angesichts der Abgasthematik die Umsatzerlöse des Konzerns im Jahr 2016 um bis zu 5% unter Vorjahreswert liegen können. Neben der Abgasthematik liegen die HerausForderungen im intensiven Wettbewerb, in volatilen Wechselkurs- und Zinsverläufen sowie in schwankenden Rohstoffpreisen. Positive Effekte sind aus den Effizienzprogrammen aller Marken und aus den modularen Baukästen zu erwarten.

Für das Operative Ergebnis des Konzerns vor Sondereinflüssen wird im Jahr 2016 mit einer operativen Rendite zwischen 5,0 und 6,0% gerechnet.


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