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Info Mercedes-Benz Motorentechnik auf der Techno Classica 2008

Messen


Mercedes-Benz Motorentechnik auf der Techno Classica 2008

DIESOTTO-MotorNachhaltigkeit ist das zentrale Thema von Mercedes-Benz auf der Techno Classica 2008 vom 26. bis 30. März in Essen, der größten Klassiker-Messe weltweit. Exponate aus 7 Jahrzehnten zeigen die Fortentwicklung in der Motorentechnik von den Anfängen des 4-Zylinders bis hin zum Mercedes-Benz F 700 mit DIESOTTO-Antrieb, der eine hohe Leistung bei geringem Verbrauch und geringen Emissionen bietet und damit den Weg in die Zukunft des Verbrennungsmotors weist.

Abgerundet wird der Messeauftritt mit einer Sonderschau zur Mercedes-Benz SL-Klasse. Fünf Fahrzeuge aus den bisherigen Baureihen zeichnen die Entwicklung nach. Mit dem Benz Patent-Motorwagen wird zudem an die berühmte Fahrt von Bertha Benz im Jahr 1888 erinnert, die sie mit ihren beiden Söhnen von Mannheim nach Pforzheim und zurück unternahm. Eindrucksvoll dokumentierte sie die Leistungsfähigkeit der Erfindung ihres Mannes. Der Mercedes-Benz Messestand umfasst in diesem Jahr rund 1.000 m2, zusammen mit den Partnern des Mercedes-Benz Classic Centers und den Markenklubs sind es sogar 4.500 m2.

125 Jahre Motorenentwicklung: Effizienz als Antrieb

Der Motor ist das Herz des Autos. Seit der Erfindung des schnelllaufenden Benzinmotors durch Gottlieb Daimler im Jahr 1883 hat die Entwicklung vor allem ein Ziel: die Motoren bei geringerem Verbrauch leistungseffizienter zu machen. Wie groß die Fortschritte sind, die der Erfinder der Verkehrsmotorisierung seither erzielt hat, zeigt Mercedes-Benz mit sieben Exponaten von 1904 bis heute, die alle mit einem 4-Zylindermotor ausgerüstet sind. Der Mercedes-Simplex 28/32 PS aus dem Jahr 1904 beispielsweise schöpft bei einem geschätzten Verbrauch von mehr als 20 Liter Benzin 32 PS (24 kW) aus rund 5,3 Liter Hubraum; gut 80 Jahre später sind es bei einem Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 aus dem Jahr 1985 bis zu 185 PS (136 kW) aus 2,3 Litern, dabei verbraucht der 4-Ventilmotor 11,6 Liter Benzin.

Zur Effizienzsteigerung hat Mercedes-Benz in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder neue Antriebstechnologien eingesetzt, die die Marke – wie 1923 beim Kompressormotor und 1936 beim Dieselmotor – in die Serienproduktion eingeführt oder – wie 1983 bei der 4-Ventiltechnik – für den Großserienbau verfügbar gemacht hat.

Neue Maßstäbe in Sachen Effizienz setzt seit 1997 auch die CDI-Technologie (Common Rail Direct Injection) von Mercedes-Benz, die im Typ C 220 CDI debütiert – sein Motor leistet ursprünglich 125 PS (92 kW) aus 2,2 Liter Hubraum bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,1 Liter Diesel. Neben einer besseren Leistungsausbeute je Liter Hubraum verbessert sich parallel dazu das nutzbare Drehmoment, vor allem im unteren Drehzahlbereich. Auch hier ist die Entwicklung nicht stehen geblieben: Der C 220 CDI der neuesten Generation bietet inzwischen eine Leistung von 170 PS (125 kW) und verbraucht dabei nicht mehr als das leistungsschwächere Ursprungsmodell von 1997.

Effizienter geworden ist auch die Abgasreinigung: Für Benzinmotoren ist in dieser Hinsicht seit den 1980er Jahren der geregelte Dreiwegekatalysator entscheidend, für Dieselmotoren ist es die BLUETEC-Technologie von Mercedes-Benz, die den Selbstzündermotor bei geringsten Emissionen bis weit in die Zukunft hinein führen wird. Ein aktueller Höhepunkt der Motorentechnik ist der DIESOTTO-Antrieb von Mercedes-Benz: Er vereint die Vorzüge des Otto- und des Dieselmotors. Im Forschungsfahrzeug F 700, das nahezu die Ausmaße einer S-Klasse hat, liefert ein DIESOTTO-4-Zylinder mit 1,8 Liter Hubraum im Hybrid-Verbund mit einer Elektromaschine 238 PS (175 kW) und verbraucht gerade mal 5,3 Liter Benzin. Mit folgenden Originalfahrzeugen aus mehr als 100 Jahren zeigt Mercedes-Benz auf der Techno Classica 2008 den großen Fortschritt der Motorenentwicklung:

Mercedes-Simplex 28/32 PS, 1904

1901 ist das Geburtsjahr des ersten modernen Automobils – unter dem Markennamen Mercedes bietet die Daimler-Motoren-Gesellschaft mehrere Fahrzeuge mit innovativen Merkmalen an. Der 4-Zylindermotor des 1904 eingeführten Typ 28/32 PS entwickelt aus rund 5,3 Liter Hubraum 32 PS (24 kW), was aus heutiger Sicht moderat klingt – doch damals gehört dieses Modell zu den leistungsfähigeren Automobilen.

Mercedes 6/25 PS, 1924

Ein Paradebeispiel für die Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren ist die Kompressortechnik. Dabei presst ein vom Motor angetriebenes Gebläse das Benzin-Luft-Gemisch unter Druck in die Zylinder, so dass diese besser gefüllt werden und in Folge die Leistung steigt. Der erste Serien-Pkw mit Kompressor ist 1923 der Mercedes 6/25 PS, der mit Hilfe der Aufladung aus nur 1,6 Liter Hubraum 38 PS (28 kW) entwickelt – 50 Prozent mehr als ohne Kompressor.

Mercedes-Benz 260 D, 1936 (Baureihe W 138): Der erste Diesel-Pkw

Es ist eine Sensation: Der Mercedes-Benz 260 D ist 1936 der erste serienmäßige Diesel-Pkw der Welt, zuvor hatte sich der Selbstzünder-Motor bereits in Nutzfahrzeugen bewährt. Im Vergleich zum entsprechenden Benziner, dem Typ 230, verbraucht er erheblich weniger Treibstoff, der zudem deutlich preisgünstiger ist – damit macht er sich vor allem Taxifahrer zum Freund, aber auch einige Privatleute.

Mercedes-Benz 180, 1955 (Baureihe W 120)

Der automobile Wiederanfang nach dem 2. Weltkrieg ist bescheiden: Mit dem verbrauchsgünstigen 4-Zylindermodell 170 V nimmt Mercedes-Benz die Produktion 1946 wieder auf. Schon eine Weiterentwicklung ist das 1,8-Liter-Aggregat des Typ 180, der 1953 mit seiner "Pontonkarosserie" eine neue Ära des funktionalen Designs einläutet. Noch verbrauchsgünstiger ist das Schwestermodell 180 D, das mit 40 PS (29 kW) immer noch annehmbare Fahrleistungen bietet.

Mercedes-Benz 220 D, 1969 (Baureihe W 115)

Die nach ihrem Erscheinungsjahr 1968 mit dem Kürzel "/8" bezeichnete Mercedes-Benz Baureihe der oberen Mittelklasse ist bekannt für Zuverlässigkeit, Sicherheit und Komfort – Eigenschaften, die speziell bei den Dieselmodellen von legendärer Wirtschaftlichkeit ergänzt werden. Auch leistungsmäßig holt der Diesel auf: Der 2,2-Liter-4-Zylinder des Typ 220 D, des meistgebauten "/8"-Modells, entwickelt bereits 60 PS (44 kW).

Mercedes-Benz 190 E 2.3-16, 1985 (Baureihe W 201)

Ein Beispiel für beste Leistungsausbeute ist der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16, der 1983 erscheint: 185 PS (136 kW) aus 2,3 Liter Hubraum sind heute noch ein respektabler Wert. Zu verdanken ist diese Effizienzsteigerung der 1906 erstmals eingesetzten 4-Ventiltechnik, der Mercedes-Benz mit dem "16-Ventiler" zum allgemeinen Durchbruch verhilft. Im direkten Vergleich der technischen Daten wirkt der 190 D, das Dieselmodell der damaligen "Kompaktklasse", etwas blass – doch seine Treibstoffökonomie setzt Maßstäbe.

Mercedes-Benz S 300 BLUETEC HYBRID (Baureihe W 221)

Gleich mehrere Technologien zur Effizienzsteigerung und Schadstoffreduzierung vereint der S 300 BLUETEC HYBRID, dessen Markteinführung für 2010 vorgesehen ist. Sein 4-Zylinder-Dieselmotor mit CDI-Direkteinspritzung entwickelt bei 2,2 Liter Hubraum 204 PS (150 kW). Dank der Kombination mit BLUETEC-Technologie und einem 20 PS (15 kW) starken Hybridmodul gehört diese S-Klasse zu den effizientesten und umweltverträglichsten Premium-Automobilen der Welt. Das Drehmoment von 560 Nm sorgt dabei auch noch für ein Maximum an Fahrspaß und Dynamik.

SL: Sportlichkeit mit Tradition

Weitere Exponate auf der Techno Classica zeigen die Geschichte der SL-Klasse von Mercedes-Benz. Das erste Serienmodell ist schon beim Debüt eine Ikone: 1954 kommt der 300 SL mit seinen berühmten Flügeltüren auf den Markt. 1957 folgt der offene 300 SL Roadster, der bis 1963 gebaut wird. Zeitlosigkeit ist auch ein Attribut des gegenwärtigen SL: Pünktlich zur Frischluftsaison 2008 hat Mercedes-Benz den Roadster einer großen Modellpflege unterzogen und präsentiert ihn auf neuestem Stand der Technik und des Designs. Zwischen dem ersten SL und dem aktuellen Modell liegen drei Generationen des luxuriösen Roadsters. Allen gemeinsam ist, dass sie schon zu Lebzeiten Klassiker und heute unter Liebhabern besonders begehrte Sammlerstücke sind – die SL-Klasse fasziniert. Auf der Techno Classica 2008 sind Roadster aller bisherigen SL-Baureihen ausgestellt:

Mercedes-Benz 300 SL Roadster, 1958 (Baureihe W 198 II): Offener Traumwagen

Der ursprüngliche 300 SL ist mit seinen Flügeltüren eine automobile Ikone. Doch die Schönen und Reichen rufen nach einer offenen Version – die Mercedes-Benz 1957 auf den Markt bringt. Der 300 SL Roadster ist auf den Boulevards der Welt und den Fernstraßen gleichermaßen zuhause, er kombiniert sportliche Fahrleistungen mit hohem Komfort. Heute gehört er weltweit zu den gesuchtesten Klassikern.

Mercedes-Benz 280 SL, 1968 (Baureihe W 113)

Die Form seines Hardtops bringt der 2. Generation des Mercedes-Benz SL ihren Spitznamen ein: Filigran gezeichnet, ähnelt das Dach einer Pagode und bietet doch große Stabilität. Der "Pagoden"-SL setzt in Sachen Komfort und Alltagstauglichkeit neue Maßstäbe – ohne die Sportlichkeit aufzugeben. Dieser Linie folgen alle Fahrzeuge der SL-Reihe, steht die Buchstabenkombination doch für "Sport, leicht".

Mercedes-Benz 500 SL, 1985 (Baureihe R 107)

Die im April 1971 eingeführte SL-Baureihe 107 prägt eine neue Ära im Mercedes-Benz Pkw-Design und dient als Schrittmacher für zahlreiche Sicherheits-Innovationen. Mit ihrer zeitlosen und nahezu klassischen Formgebung wirkt sie harmonischer und vor allem noch repräsentativer als die "Pagode". Dies spiegelt sich in der Beliebtheit dieser Baureihe wider: Sie wird, beständig aktualisiert, 18 Jahre lang in mehr als 237.000 Exemplaren gebaut.

Mercedes-Benz SL 500, 1998 (Baureihe R 129)

Im März 1989 debütiert ein neuer SL. Wiederum hatte das Mercedes-Benz Design äußerst gekonnt Hand angelegt – und mit schlichten, aber wirkungsvollen Linien geradezu eine Skulptur auf Rädern geschaffen. Zugleich bringt der SL zahlreiche Innovationen, die beispielsweise der Sicherheit dienen, etwa die Integralsitze, die neu konstruierten A-Säulen mit Knicksicherheit beim Überschlag sowie der automatisch ausfahrende Überrollbügel.

Mercedes-Benz SL 500, 2008 (Baureihe R 230)

Kann eine Ikone immer wieder neu geschaffen werden? Ja – wenn sie den Namen SL trägt. Dieses Kunststück gelingt Mercedes-Benz erneut im Jahr 2001 mit der jüngsten Baureihe des Roadsters. Sie bringt erstmals in dieser Klasse ein Vario-Dach mit, das aus dem Fahrzeug wahlweise einen Roadster oder ein Coupé macht. Dem Modelljahrgang 2008 gibt Mercedes-Benz unter anderem ein aktuelles Frontdesign, aber auch viel neue Technik mit – der SL ist jung wie nie.


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