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Formel 1 Formel 1 Vorschau: Großer Preis von Malaysia 2017

Motorsport


Formel 1 Vorschau: Großer Preis von Malaysia 2017

Großer Preis von Italien 2017, Lewis Hamilton
Der Formel 1-WM-Kampf 2017 geht auf dem Sepang International Circuit in seine 15. Runde. Es ist Austragungsort eines der zermürbendsten Rennen im Kalender.
Großer Preis von Italien 2017, Lewis Hamilton

Der Formel 1-WM-Kampf 2017 geht auf dem Sepang International Circuit in seine 15. Runde. Nur wenige Rennen stellen die körperliche Fitness der heutigen Formel 1-Fahrer so sehr auf die Probe wie der Große Preis von Malaysia. Der 5,543 km lange Sepang International Circuit ist der Austragungsort eines der zermürbendsten Rennen im Kalender. Die Umgebungstemperaturen liegen durchschnittlich bei mehr als 30°C und die Luftfeuchtigkeit liegt normalerweise bei ungefähr 70%.

"In Malaysia Rennen zu fahren ist wie in eine milde Sauna zu gehen", sagt Valtteri Bottas. "Wir haben unsere gesamte Ausrüstung samt Helm an und das Auto ist ebenfalls heiß. Selbst der Sitz ist warm und dazu sind wir im Cockpit noch von der Elektronik umgeben. Da wird es richtig heiß."

In Sepang erreichen die Temperaturen im Cockpit regelmäßig Werte um die 50°C. Die Fahrer sind in diesem heißen, stickigen, engen Raum eingeengt, dick verpackt in mehreren Lagen aus feuerfestem Nomex und kämpfen gegen extreme G-Kräfte an, die auf ihren Körper wirken. Es ist es eine enorme Bewährungsprobe für ihre körperliche Leistungsfähigkeit.

Aus diesem Grund neigen viele Fahrer dazu, so früh wie möglich nach Malaysia zu reisen, um sich an die Hitze und die Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen.

"Es dauert drei bis vier Tage, bis sich dein Körper an die Hitze gewöhnt hat", erklärt Valtteri. "Du beginnst mit etwas Training draußen, damit dein Körper richtig ins Schwitzen kommt. Wir können der Hitze nicht wie die Einheimischen widerstehen, aber diese Tage zur Akklimatisierung machen einen Unterschied aus."

Dies ist eines jener Rennen im Kalender, bei dem sich das gesamte körperliche Training bezahlt macht, dem sich die Fahrer während der Winterpause unterziehen und das sie während der Saison aufrechterhalten.

Während eines typischen Malaysia Grand Prix erreicht der Herzschlag des Fahrers bis zu 170 Schläge pro Minute. Dabei verbrennt er bis zu 1.500 Kalorien und verliert durch Schwitzen rund drei Liter an Körperflüssigkeit. Während eines 90-minütigen Rennens sind das grob 5% des gesamten Körpergewichts. Das macht die Regulierung des Wasserhaushalts umso wichtiger, um die drohende Gefahr von Erschöpfung abzuwenden.

"Einer der wichtigsten Punkte ist es, die Flüssigkeitszufuhr aufrecht zu erhalten", sagt Valtteri. "Wenn du diesbezüglich nur einmal abfällst, dauert es sehr lange, bis du es wieder im Griff hast. Wir müssen viel Wasser sowie Sportgetränke mit Elektrolyten trinken, um das Level im richtigen Bereich zu halten. Du musst absolut sicherstellen, dass die Flüssigkeitszufuhr gut funktioniert."

Viele F1-Fahrer tragen in der Startaufstellung vor dem Rennen eine Kühlweste, um die enorme Hitze von sich fernzuhalten. "Die Weste ist nicht kalt, sie besitzt eine angenehme Raumtemperatur", erklärt Valtteri. "Sie nimmt eher die Hitze weg, als dass sie deinen Körper kühlt. Die Körpertemperatur schießt während des Rennens in die Höhe, aber die Weste hilft dir dabei, sie vor dem Start unter Kontrolle zu halten. Selbst wenn die Weste dir nur 0,4 Grad Körpertemperatur vor dem Start bringt, sind das 0,4 Grad, die dir beim Rennende fehlen - das kann einen Unterschied ausmachen."

Während des Rennens vertrauen die Fahrer auf ihre Trinkflasche im Cockpit. Diese ist mit einer Mischung aus Sportgetränken und Elektrolyten gefüllt, um die durch Schwitzen verlorenen Flüssigkeiten zu ersetzen. Es ist ein Kampf gegen die Erschöpfung. Und wenn es ein Rennen gibt, bei dem man nicht will, dass die Trinkflasche nicht funktioniert, dann ist es Malaysia oder Singapur...

"Wir schwitzen mehr als drei Liter während eines Rennens wie in Malaysia", sagt Valtteri. "Wenn wir das nicht ersetzen, beeinflusst das unsere Konzentration. Erschöpfung setzt ein. Dann wird es schwieriger, konstant zu fahren und im schlimmsten Fall kannst du Krämpfe oder sogar Sehstörungen bekommen."

Nach dem Rennen liegt das Hauptaugenmerk des Fahrers darauf, den Körper zu kühlen und Flüssigkeiten zuzuführen. Die verlockenden Wasserflaschen im Erholungsraum bleiben nach Rennende nicht lange unangetastet, bevor die Fahrer für den etwas süßeren Geschmack von Champagner auf das Podium gehen. Aber nicht nur die Fahrer müssen den Bedingungen trotzen. Die Arbeitstemperaturen in der Box übersteigen in Sepang 40°C und die Luftfeuchtigkeit liegt bei über 90%. Es ist ein zweischneidiges Problem mit verstärktem Schwitzen und einer erhöhten Chance von Dehydrierung.

Die Teammitglieder werden ständig daran erinnert, ihren Wasserhaushalt aufrechtzuerhalten, da sie sonst das Risiko der Dehydrierung eingehen. Das gilt ganz besonders für die Mechaniker, die während der Boxenstopps ihre Anzüge tragen müssen. Auch Langstreckenflüge üben durch den Umluftbetrieb eine entwässernde Wirkung aus. Dadurch beginnt der Kampf für das Team bereits auf dem Flug nach Kuala Lumpur lange, bevor es die Strecke erreicht.

Die Silberpfeile vertrauen auf Hintsa Performance, um sicherzustellen, dass das Team gut über den Wasserhaushalt informiert ist und jeder von den Fahrern über die Teamleitung und die Mechaniker bis zu den Technikern in der Box in der richtigen Verfassung ankommt, um Motorsport zu betreiben.

Es gibt jede Menge Tricks, um alle Betroffenen auf den Beinen zu halten: Von der Balance zwischen aktiver Betätigung und Erholung zu den richtigen Zeitpunkten außerhalb der Arbeitszeiten, um damit den Wasserhaushalt im Griff zu behalten, bis zu Rehydratations-Beuteln während Stoßzeiten und sogar beim Kontakt mit hellem Licht. Egal in welchem Bereich, in der Formel 1 steht Leistungsoptimierung immer an der Tagesordnung.

Der Umgang mit der Hitze in Malaysia ist nicht einfach. Aber die Männer und Frauen, die mit dem Schweiß kämpfen, werden alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um in der Hitze des Titelkampfs in Sepang kühlen Kopf zu bewahren...

Toto Wolff über Malaysia

Das Ergebnis von Singapur war für uns alle eine Überraschung. Die Gefahr eines solchen Resultats ist, dass man dadurch sein eigenes Performance-Niveau falsch einschätzt. Seitdem wir die Plätze eins und drei eingefahren haben, lag unser Hauptaugenmerk auch innerhalb des Teams auf den schmerzhaften Momenten des Wochenendes in Singapur – warum wir auf den Long Runs am Freitag zu kämpfen hatten und warum unsere Performance auf einer Runde im Qualifying nicht stimmte. Wir wollten so viel wie möglich für den Rest der Saison lernen und haben unser Verständnis für diese Probleme vertieft. Diese Lehren nehmen wir jetzt in die letzten Rennen mit.

Das vergangene Rennen erinnerte uns daran, dass der Sport stets überraschen und allen Prognosen trotzen kann. Uns sind schon zuvor solche schlechten Momente widerfahren und wir wissen, dass sie genauso gut uns wie jeden anderen ereilen können. Das Ergebnis aus Singapur verändert nichts daran, wie wir die letzten sechs Rennen ab diesem Wochenende in Malaysia angehen. Wir müssen auf jeder Strecke in Bestform sein, wenn wir unsere Führung in beiden Weltmeisterschaften bis zum Saisonende verteidigen wollen.

Die erste HerausForderung erwartet uns in Malaysia. Dies ist ein sehr wichtiges Wochenende für uns: Dank unserer Freunde von PETRONAS pflegen wir eine sehr enge Beziehung zum Land und das Rennen hat uns über die Jahre viele dramatische, aber auch glanzvolle Momente beschert. In den vergangenen Jahren fiel unsere Bilanz dort durchwachsen aus, aber die grundsätzliche Charakteristik der Strecke mit ihren flüssigen Kurven und langen Geraden sollte bedeuten, dass der Kurs unserem Auto gut liegt.

Die Wetterbedingungen sind für die Autos, Reifen, Fahrer und Teammitglieder Fordernd und können das Gesamtbild oftmals noch erschweren. Eine gute Zuverlässigkeit wird für uns in jeder Hinsicht entscheidend sein. Aber es versteht sich von selbst, dass es unser Ziel ist, beim letzten Grand Prix in Sepang eine siegreiche Leistung abzuliefern – und so den Schwung mitzunehmen, den wir seit der Sommerpause aufgenommen haben.


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