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Info Formel-1-Saison 2009: Weltpremiere des neuen Renault R29

Motorsport


Formel-1-Saison 2009: Weltpremiere des neuen Renault R29

Formel 1, Renault F1 Team, 2009Renault will 2009 in der Formel 1 seine Position unter den Topteams festigen. "Wir wollen ganz vorne mitfahren und mit unserem Auto um Podiumsplätze und Siege kämpfen", erklärte ING Renault F1 Präsident Bernard Rey bei der Weltpremiere des neuen Renault R29 am 19. Januar 2009 im portugiesischen Portimão. "Unser Entwicklungsprogramm schreitet ständig voran, und wir glauben fest daran, unsere Ziele zu erreichen. Wir gehen die neue Saison daher äußerst optimistisch und entschlossen an", so Rey weiter.

KERS-System zur Rückgewinnung von Bremsenergie

Angesichts der radikalen Regeländerungen für die Saison 2009 handelt es sich beim R29 um keine evolutionäre Weiterentwicklung des Vorjahresmodells, sondern um ein komplett neues Auto. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt das Kinetische Energierückgewinnungs-System KERS, mit dem sich Bremsenergie speichern und wieder für den Antrieb nutzen lässt. Die in Zusammenarbeit mit Magneti Marelli entwickelte Lösung besteht aus einer Motor-Generator-Einheit an der Frontseite des V8-Aggregats, Lithium-Ionen-Batterien unterhalb des Kraftstofftanks und dem KERS-Steuergerät. Das Reglement begrenzt für 2009 die Obergrenze des zusätzlich abrufbaren Schubs auf 60 kW/ 82 PS, die pro Runde per Knopfdruck für die maximale Dauer von knapp 7 Sekunden abgerufen werden dürfen.

Das zusätzliche Gewicht der KERS-Komponenten führte zu innovativen Leichtbaulösungen wie zum Beispiel der Getriebeglocke in einem Verbundwerkstoff aus Kohlefaser und Titan sowie Radträgern aus MMC-AluMINIum (Metal-Matrix Composite) mit gezielt eingebrachter Verstärkungskomponente.

Komplett neue Aerodynamik

Das äußere Erscheinungsbild des R 29 ist von den neuen restriktiven Aerodynamik-Regeln geprägt, die das Überholen erleichtern sollen. Zu den besonders markanten Merkmalen des Renault Boliden zählt der neue Frontflügel, der deutlich tiefer positioniert ist und sich praktisch über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt. Mit Ausnahme des Mittelstücks lässt sich der Flügel während der Fahrt vom Cockpit aus verstellen.

Die zahlreichen Zusatzflügel, Winglets und Kamine, welche die F1-Boliden der vergangenen Jahre kennzeichneten, fielen dem Regelwerk zum Opfer. Entsprechend aufgeräumt präsentiert sich der R29. Prägende Merkmale sind die nach hinten flach abfallenden Seitenkästen sowie die vom Vorgängerfahrzeug R28 inspirierte, weit ins Heck verlängerte Motorabdeckung mit der charakteristischen "Haifischflosse". Ein weiteres Detail ist der ausgesprochen schmale und hoch positionierte Heckflügel, der von einer Vertikalstrebe gehalten wird.

Komplett neu präsentiert sich auch die Vorderradaufhängung. Die schräg geführten Querlenker sowie das höhere Monocoque tragen dazu bei, das Potenzial der neuen, vom Reglement geForderten profillosen Slickreifen optimal auszunutzen und steigern die aerodynamische Effizienz des Fahrzeugs.

Neues Reglement als "größte HerausForderung seit langem"

Angesichts der zahlreichen Neuerungen in der Saison 2009 spricht der ING Renault F1-Chefingenieur Pat Symonds von der "größten HerausForderung, der sich das Renault in der Formel 1 seit langem stellen muss." Insbesondere das KERS-System bedeute absolutes Neuland: "Niemand in der Formel 1 hat zuvor mit Leistungselektronik und Hochspannungssystemen gearbeitet. Unsere Erfahrungen mit Elektromotoren beschränken sich bislang auf Benzinpumpen und andere kleine Anbauteile", so Symonds. Der Technische Direktor des ING Renault F1-Teams, Bob Bell, nennt KERS "eines der kompliziertesten und schwierigsten Projekte", das Renault in der Formel 1 je in Angriff genommen habe.

Auch das völlig neue Aerodynamikkonzept bedeutet für die Equipe eine große HerausForderung: "Die Teams müssen wieder ganz neu lernen, wo die heiklen Bereiche liegen, wo sich Vorteile erzielen lassen, wie sie das Reglement optimal ausnutzen können und wo das Regelwerk ihrem Innovationsdrang unmissverständlich entgegensteht", so Symonds.

Motoren mit weniger Drehzahl und längerer Lebensdauer

Evolution statt Revolution dagegen beim Motor: Hier stand neben der Integration des KERS-Systems vor allem eine längere Haltbarkeit im Blickpunkt der Entwickler. Hintergrund: Das FIA-Regelwerk (Fédération Internationale de l’Automobile) für die Saison 2009 schreibt vor, dass sich die Lebensdauer der F1-Triebwerke von zwei auf drei Grand-Prix-Wochenenden verlängert. Zudem dürfen künftig über die ganze Saison für Qualifikationen und Rennen pro Fahrer nur noch acht Aggregate eingesetzt werden. Das Drehzahllimit der 2,4-Liter-V8-Motoren sinkt von 19.000 auf 18.000 1/min.

Wie in der vergangenen Saison wird Renault 2009 das Red Bull Racing-Team mit dem modifizierten RS27-8-Zylinder ausrüsten. Beim halbautomatischen 7-Gang-Getriebe optimierten die Ingenieure Gewicht und Schaltzeiten.

Erneut mit Alonso und Piquet am Start

Mit dem 2-fachen Weltmeister Fernando Alonso und Nelson Piquet ist 2009 für das ING Renault F1-Team die Fahrerkombination des Vorjahres am Start. Alonso, der 2005 und 2006 für Renault die Fahrer-WM gewann, geht optimistisch in die neue Saison: "Ebenso wie das gesamte Team blicke ich den bevorstehenden HerausForderungen zuversichtlich und hochmotiviert entgegen", so der Spanier.

Der Brasilianer Piquet, der seine zweite Saison für Renault fährt, äußert sich ebenfalls hoffnungsvoll: "Das Team ist noch motivierter als zuvor. Unsere Performance zum Ende der vergangenen Saison trug dazu maßgeblich bei. Wir müssen diese Entschlossenheit aufrechterhalten. Wenn uns das gelingt, befinden wir uns in einer starken Position für 2009." Als dritter Fahrer unterstützt Romain Grosjean aus Frankreich das ING Renault F1-Team.

Flavio Briatore: "Renault ein absolutes Topteam"

Flavio Briatore, der geschäftsführende Direktor des ING Renault F1-Teams, sieht die Equipe aus Enstone (Chassis) und aus Viry-Châtillon (Motor) auch 2009 in der Lage, an der Spitze des Feldes zu fahren: "Renault hat 2005 und 2006 jeweils beide WM-Titel gewonnen. Im vergangenen Jahr konnten wir uns nach schwerem Start eindrucksvoll zurückmelden. Dies beweist, dass wir ein absolutes Topteam sind, das auch mit Rückschlägen umzugehen weiß. Wir geben alles, um erneut unseren Status als Spitzenteam zu behaupten."

Die Formel 1-Saison 2009 startet am 29. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne.


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