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Wirtschaft Daimler-Absatz mit 637.400 Einheiten um 7% über Vorjahr

Wirtschaft & Handel


Daimler-Absatz mit 637.400 Einheiten um 7% über Vorjahr

Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) hat im dritten Quartal 2014 mit einem kräftigen Ergebniszuwachs sowie Bestwerten bei Absatz und Umsatz ihren Erfolgskurs unterstrichen. Insgesamt setzte das Unternehmen mit 637.400 Pkw und Nutzfahrzeugen weltweit 7% mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum ab. Mercedes-Benz Cars trug dazu mit dem absatzstärksten Quartal der Unternehmensgeschichte entscheidend bei. Der Konzern-Umsatz lag im dritten Quartal bei 33,1 Mrd. Euro und damit um 10% über dem Vorjahreswert. Bereinigt um Wechselkursveränderungen betrug der Umsatzanstieg 11%. Aufgrund der günstigen Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsfeldern hat sich das EBIT aus dem laufenden Geschäft auf 2.787 (i. V. 2.300) Mio. Euro verbessert und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Das Konzernergebnis stieg ebenfalls deutlich und erreichte 2.821 Mio. Euro gegenüber 1.897 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

"Unsere Strategie zahlt sich aus. Wir wachsen weiter profitabel und blicken auch über das Gesamtjahr hinaus optimistisch nach vorne", sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. "Sowohl unsere Produktoffensiven als auch unsere Effizienzprogramme in allen Geschäftsfeldern zeigen Wirkung. Wir sind zuversichtlich, unsere gesteckten Ziele nachhaltig zu erreichen."

Einschließlich Sondereffekten lag das EBIT im dritten Quartal bei 3.732 (i. V. 2.231) Mio. Euro. Insbesondere der Produkt-Mix bei Mercedes-Benz Cars und die zunehmende Wirkung der umgesetzten Effizienzmaßnahmen in allen Geschäftsfeldern haben sich im operativen Ergebnis positiv ausgewirkt. Wechselkurseffekte haben dagegen das Ergebnis leicht belastet. Das Berichtsquartal war insbesondere durch den Abgang der Anteile an der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH (RRPSH) beeinflusst. Hieraus ist ein Ertrag von 1.006 Mio. Euro entstanden, der in der Überleitung ausgewiesen ist.

Der Aufwand für Ertragsteuern in Höhe von 760 Mio. Euro erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 585 Mio. Euro. Im dritten Quartal 2014 wurden die Anteile an RRPSH verkauft. Der Ertrag war im Wesentlichen steuerfrei. Im Vorjahr führten hohe Steuererträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Veranlagung von Vorjahren zu dem relativ geringen Steueraufwand. Vom Konzernergebnis entfiel auf Minderheitsanteile ein Gewinn von 86 (i. V. 61) Mio. Euro. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 2.735 (i. V. 1.836) Mio. Euro; dies führte zu einem Ergebnis je Aktie von 2,56 (i. V. 1,72) Euro.

"Unser Geschäft hat sich auch im dritten Quartal weiter sehr erfreulich entwickelt. Dadurch haben wir einen erheblich höheren Free Cash Flow im Industriegeschäft erwirtschaftet als im Vorjahr und konnten unsere Prognose deutlich erhöhen", sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finance & Controlling und Financial Services. "Grund dafür ist das sehr gute operative Geschäft der einzelnen Geschäftsfelder."

Die Netto-Liquidität im Industriegeschäft belief sich zum Ende des Berichtsquartals auf 17,9 (Jahresende 2013: 13,8) Mrd. Euro. Daimler hat im dritten Quartal 2014 im Industriegeschäft einen Free Cash Flow in Höhe von rund 5,4 (i. V. rund 1,6) Mrd. Euro erwirtschaftet. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus Beteiligungszu- und –abgängen belief sich der Free Cash Flow im Industriegeschäft im dritten Quartal auf rund 2,9 (i. V. rund 1,6) Mrd. Euro.

Zum Ende des dritten Quartals 2014 waren bei Daimler weltweit 282.302 (Jahresende 2013: 274.616) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 170.417 (Jahresende 2013: 167.447) in Deutschland tätig. Aus heutiger Sicht geht das Unternehmen davon aus, dass die weltweite Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2013 leicht ansteigen wird.

Die Geschäftsfelder im Einzelnen

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars stieg im dritten Quartal 2014 um 9% auf 431.000 Einheiten. Damit war das zurückliegende Vierteljahr das bisher absatzstärkste Quartal der Unternehmensgeschichte. Wachstumstreiber in Westeuropa war Großbritannien mit einem Plus von 18%. In den USA, dem größten Absatzmarkt, erzielte das Geschäftsfeld mit 84.100 abgesetzten Fahrzeugen ebenfalls einen neuen Bestwert (+5%). In China wurde der Erfolgskurs fortgesetzt und der Absatz um 18% auf 76.200 Einheiten gesteigert. Der Umsatz nahm um 13% auf 18,7 Mrd. Euro zu. Das EBIT von Mercedes-Benz Cars lag im dritten Quartal mit 1.584 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 1.200 Mio. Euro. Die Umsatzrendite belief sich auf 8,5% (i. V. 7,3%).

Die Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf das weitere Absatzwachstum vor allem in Asien, Europa und USA zurückzuführen. Dazu haben insbesondere die S-Klasse und die erweiterte Produktpalette bei den Kompaktfahrzeugen beigetragen. Ergebniszuwächse erzielte Mercedes-Benz Cars auch durch eine bessere Preisdurchsetzung. Zudem wirkten sich Effizienzmaßnahmen aus dem Programm »Fit for Leadership« positiv auf das Ergebnis aus. Ergebnisbelastungen entstanden durch Aufwendungen für Produktattraktivierungen, Kapazitätserweiterungen sowie Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge, die auch Abwertungen von Beteiligungen im Bereich der alternativen Antriebe in Höhe von 30 Mio. Euro enthalten. Darüber hinaus belasteten Wechselkurseffekte das Ergebnis leicht.

Der Absatz von Daimler Trucks war im dritten Quartal von der weiterhin sehr unterschiedlichen Markt- und Absatzentwicklung der einzelnen Regionen geprägt und lag mit 125.600 Fahrzeugen leicht über dem Vorjahr. Die stetig wachsende Nachfrage nach den Produkten in der NAFTA-Region führte dort zu einem signifikanten Absatzanstieg um 25% auf 43.900 Einheiten. In Westeuropa machten sich die Vorzieheffekte aufgrund der neuen Abgasnorm Euro VI bemerkbar, die Anfang 2014 in Kraft getreten war. Der Absatz lag dort mit 14.800 Fahrzeugen 11% unter dem Vorjahresquartal. In Lateinamerika sank der Absatz marktbedingt um 23% auf 12.500 Fahrzeuge, gleichzeitig konnte das Geschäftsfeld Marktanteile ausbauen. In Asien lag die Anzahl der verkauften Lkw mit 38.600 Einheiten um 6% unter dem Vorjahresniveau. Grund hierfür war hauptsächlich die stark rückläufige Nachfrage in Indonesien, während sich der Absatz in Japan und Indien positiv entwickelte.

Der Umsatz stieg um 6% auf 8,5 Mrd. Euro. Das EBIT des Geschäftsfelds lag mit 588 (i. V. 522) Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite belief sich auf 6,9% (i. V. 6,5%). Im Wesentlichen war der Ergebnisanstieg von der weiterhin sehr positiven Absatzentwicklung in der NAFTA-Region geprägt. Zudem wirkten sich die erfolgreiche Umsetzung des Wachstums- und Effizienzprogramms »Daimler Trucks #1« positiv auf das Ergebnis aus. Gegenläufig belasteten der Absatzrückgang in Lateinamerika und Europa sowie Wechselkurseffekte das Ergebnis. Für Personalmaßnahmen im Rahmen der fortgeführten Optimierungsprogramme in Deutschland und Brasilien entstanden Aufwendungen in Höhe von 30 Mio. Euro. Des Weiteren entfiel durch den Verkauf der RRPSH-Anteile im Vergleich zum Vorjahr das anteilige Ergebnis. Der Absatz von Mercedes-Benz Vans stieg im dritten Quartal 2014 um 11% auf 72.200 Einheiten. Das Geschäftsfeld wuchs im Berichtsquartal über alle Baureihen hinweg. In Westeuropa erzielte Mercedes-Benz Vans erneut ein deutlich zweistelliges Absatzplus (+19%); in den USA konnte der Erfolgskurs mit +18% fortgesetzt werden.

Der Umsatz in Höhe von 2,5 (i. V. 2,3) Mrd. Euro und das operative Ergebnis von 176 (i. V. 152) Mio. Euro des Geschäftsfelds lagen ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite stieg leicht auf 7,0% gegenüber 6,7% im Vorjahr. Das Ergebnis war von einer sehr positiven Absatzentwicklung, insbesondere in Europa und in der NAFTA-Region, geprägt. Gegenläufig sind Forschungs- und Entwicklungskosten für neue Produkte und Aufwendungen für die Markteinführung des neuen Vito entstanden.

Der weltweite Absatz von Daimler Buses lag im dritten Quartal 2014 mit 8.600 Bussen und Fahrgestellen deutlich unter dem Vorjahreswert von 9.600 Einheiten. Der Absatzrückgang ist im Wesentlichen auf das schwächere Fahrgestellgeschäft in Lateinamerika zurückzuführen. Das Komplettbusgeschäft in Westeuropa lag hingegen nochmals über dem des Vorjahres. Als Folge des Absatzrückgangs in Lateinamerika war auch der Umsatz von Daimler Buses mit 1,0 Mrd. Euro niedriger als im Vorjahresquartal (i. V. 1,1 Mrd. Euro). Das EBIT des Geschäftsfelds lag im Berichtsquartal mit 64 (i. V. 59) Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Umsatzrendite stieg auf 6,2% gegenüber dem Vorjahreswert von 5,2%. Eine günstige Geschäftsentwicklung, ein guter Produkt-Mix und weitere Effizienzfortschritte in Westeuropa konnten die rückläufige Ergebnisentwicklung in Lateinamerika mehr als ausgleichen. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Argentinien und Brasilien und eines Marktrückgangs in der Türkei konnte die Ertragssituation gegenüber dem sehr starken Vorjahresquartal noch einmal verbessert werden. Darüber hinaus trugen deutlich positive Wechselkursentwicklungen zum Quartalsergebnis bei. Daimler Financial Services schloss im dritten Quartal rund 339.000 neue Finanzierungs- und Leasingverträge im Wert von 12,4 Mrd. Euro ab; damit stieg das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20%. Das Vertragsvolumen erreichte Ende September 93,7 Mrd. Euro und lag damit 12% über dem Jahresendwert 2013. Wechselkursbereinigt wuchs das Vertragsvolumen um 7%.

Das Geschäftsfeld übertraf im Berichtsquartal mit 355 Mio. Euro das Ergebnis des Vorjahres (i. V. 322 Mio. Euro). Maßgeblich für diese Ergebnisentwicklung war vor allem das gestiegene Vertragsvolumen. Zusätzliche Aufwendungen entstanden im Zusammenhang mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit.

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst die zentral verantworteten Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der EliMINIerung konzerninterner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern.

Aus den zentral verantworteten Sachverhalten sind Erträge in Höhe von 947 (i. V. Aufwendungen von 30) Mio. Euro entstanden. Diese waren insbesondere auf den Ertrag aus dem Abgang der Beteiligung an der RRPSH in Höhe von 1.006 Mio. Euro zurückzuführen. Aus der EliMINIerung konzerninterner Transaktionen ergab sich im dritten Quartal 2014 ein Ertrag von 18 (i. V. 6) Mio. Euro.

Investitions- und Forschungstätigkeiten

Der Daimler-Konzern hat im dritten Quartal 1,2 (i. V. 1,1) Mrd. Euro in Sachanlagen investiert. Der größte Anteil entfiel mit 0,9 (i. V. 0,8) Mrd. Euro auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars. Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen lag bei der Produktionsvorbereitung für die neuen Modelle, insbesondere der neuen C-Klasse und deren Derivate, dem neuen SUV-Coupé sowie Investitionen für neue Getriebe und Motorvarianten. Außerdem haben sich darin die Ausgaben für den weiteren Ausbau der internationalen Produktions- und Komponentenwerke niedergeschlagen. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Daimler-Konzerns beliefen sich im dritten Quartal auf 1,4 (i. V. 1,3) Mrd. Euro. Rund zwei Drittel der Forschungs- und Entwicklungsleistungen wurden im Segment Mercedes-Benz Cars erbracht. Schwerpunkte waren neue Fahrzeugmodelle, besonders kraftstoffeffiziente und umweltschonende Antriebe sowie neue Sicherheitstechnologien.

Ausblick Märkte

Zu Beginn des vierten Quartals entwickelt sich die Weltwirtschaft weiter merklich unter ihrem langfristigen Wachstumspotenzial. Die verfügbaren Frühindikatoren liefern derzeit keinen Hinweis, dass sich das bis zum Jahresende nachhaltig bessern könnte. So deuten insbesondere die Konjunktursignale in der Europäischen Währungsunion (EWU) auf ein eher schwieriges Jahresschlussquartal hin. Einer der wichtigsten globalen Wachstumstreiber ist die US-amerikanische Wirtschaft. Von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft ist die Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums in China zwischen 7% und 7,5%. In Summe dürfte die Weltwirtschaft im Jahr 2014 mit 2,7% einen ähnlichen Zuwachs erzielen wie im vergangenen Jahr; im langfristigen Vergleich wäre dies das dritte Jahr in Folge mit unterdurchschnittlichem Wachstum.

Die weltweite Pkw-Nachfrage dürfte in diesem Jahr mit einem erwarteten Zuwachs in der Größenordnung von 3% nur noch moderat zulegen. Die wichtigsten Wachstumstreiber sind dabei nach wie vor der chinesische und der US-amerikanische Markt. Erstmals nach mehreren Jahren rückläufiger Marktentwicklung wird auch Westeuropa wieder einen Zuwachs verzeichnen können. Die westeuropäischen Kernmärkte geben dabei allerdings ein gemischtes Bild ab. In Japan scheint aus heutiger Sicht für das laufende Jahr das Erreichen des Vorjahresniveaus weiterhin möglich zu sein. In den großen Schwellenländern (außer China) zeichnet sich eine uneinheitliche Entwicklung ab. In Indien ist eine Stabilisierung der Nachfrage zunehmend erkennbar, sodass Daimler an der Prognose einer moderaten Markterholung festhält. Dagegen ist die Zahl der Pkw-Verkäufe in Russland aufgrund der ökonomischen Folgen der Ukraine-Krise zuletzt eingebrochen und lässt für das Gesamtjahr einen zweistelligen Marktrückgang erwarten.

Bei der weltweiten Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw ist für das Jahr 2014 nach derzeitigem Stand mit einem Marktniveau leicht unterhalb des Vorjahres zu rechnen. Mit Ausnahme des nordamerikanischen und des japanischen Marktes sind in den meisten Kernmärkten weiterhin vergleichsweise schwierige Marktbedingungen zu beobachten. Im europäischen Markt wirkt neben dem negativen Effekt der Euro VI-Einführung auch die geringe wirtschaftliche Dynamik weiterhin belastend. In China hat die mehrfache Verschiebung des Zeitpunkts zur Einführung neuer Emissionsvorschriften für Unsicherheit gesorgt und die Marktentwicklung belastet. Die Nachfrage dürfte sich 2014 leicht unter dem Vorjahresniveau bewegen. In Brasilien ist aufgrund der anhaltenden volkswirtschaftlichen Schwäche von einem deutlichen Marktrückgang auszugehen.

Für 2014 rechnet Daimler in Europa insgesamt mit einer leichten Nachfrageerholung bei mittelgroßen und großen Transportern. Dabei dürfte die Marktentwicklung der einzelnen Länder aber sehr unterschiedlich ausfallen. Für die USA erwartet das Unternehmen im Jahr 2014 einen deutlichen Nachfrageanstieg im Markt für große Transporter. Auch für China ist mit einer moderaten Nachfragebelebung zu rechnen. Für Lateinamerika geht Daimler nun von einem deutlichen Marktrückgang bei den großen Transportern aus.

Bei den Bussen erwartet das Unternehmen für das Jahr 2014 in Westeuropa ein Marktvolumen, das leicht über dem Niveau des Vorjahres liegt. Bedingt durch die schwierige wirtschaftliche Lage in Brasilien und Argentinien ist in Lateinamerika mit einer deutlich rückläufigen Busnachfrage zu rechnen.

Ausblick Geschäftsfelder

Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz im Jahr 2014 deutlich gesteigert werden kann. Nach den absatzstärksten ersten neun Monaten der Unternehmensgeschichte geht Mercedes-Benz Cars davon aus, den Absatz auch im Gesamtjahr 2014 deutlich zu steigern und erneut einen Absatzrekord zu erzielen. Seit der Markteinführung der C-Klasse Limousine in den volumenstarken Märkten USA und China Ende August sorgen diese Modelle für zusätzliche Wachstumsimpulse. Dieses Momentum wird durch das T-Modell der C-Klasse seit der Markteinführung im September auf den wichtigen europäischen Märkten noch verstärkt. Bis Ende des Jahres folgen noch weitere Fahrzeuge, mit denen Daimler seine Produktoffensive fortführt. Im November startet die umfangreiche Modellpflege der B-Klasse, die mit jeweils vier sparsamen Diesel- und Benzinmotoren angeboten wird. Ebenfalls im November kommen die neuen Modelle des smart fortwo und smart forfour zu den Händlern, die das bewährte Fahrzeugkonzept übernehmen, aber noch mehr Vielfalt als ihre Vorgänger bieten.

Daimler Trucks rechnet für das Jahr 2014 insgesamt mit einer leichten Absatzsteigerung. Hierbei geht das Geschäftsfeld in den einzelnen Regionen von einer unterschiedlichen Entwicklung aus. In Westeuropa war das Vorjahr durch vorgezogene Käufe im Zusammenhang mit der Euro VI-Einführung beeinflusst. Zudem belastet die geringe wirtschaftliche Dynamik die Nachfrage, so dass in dieser Region für das Gesamtjahr eine spürbar rückläufige Absatzentwicklung erwartet wird. In Osteuropa dürfte die Nachfrage infolge der anhaltend schwierigen politischen und wirtschaftlichen Situation ebenso rückläufig bleiben. Auch in Lateinamerika belastet die wirtschaftliche Lage die Absatzsituation. Vor diesem Hintergrund erwartet Daimler Trucks im brasilianischen Markt eine weiterhin deutlich rückläufige Nachfrage.

Dagegen sollte der Absatz in der NAFTA-Region im Rahmen einer positiven Gesamtmarktentwicklung deutlich über dem Vorjahr liegen. Angesichts der hervorragenden Produktakzeptanz rechnet das Geschäftsfeld damit, dort seine Marktführerschaft erfolgreich verteidigen zu können. In Asien geht die Lkw-Sparte davon aus, dass sich das erwartete Wachstum im Kernmarkt Japan positiv auf die Verkaufszahlen auswirken wird, während in Indonesien die rückläufige Marktnachfrage auch den Absatz negativ beeinflussen dürfte. Dagegen erwartet Daimler Trucks von seiner stetig wachsenden BharatBenz Modellpalette einen nicht unerheblichen Beitrag zum Absatzwachstum.

Mercedes-Benz Vans erwartet für das Jahr 2014 eine deutliche Steigerung des Absatzes. Bei den mittelgroßen und großen Transportern rechnet das Geschäftsfeld in Europa mit einem deutlichen Absatzzuwachs; dabei werden sowohl der neue Sprinter als auch der neue Vito und die V-Klasse für zusätzliche Nachfrageimpulse sorgen. Dagegen rechnet das Unternehmen in Lateinamerika aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds mit einem deutlichen Absatzrückgang. Beim Citan wird eine weitere Absatzsteigerung erwartet.

Daimler Buses geht für das Jahr 2014 von einem Absatz leicht unter dem Niveau des Vorjahres aus, wobei sich der Anteil der Komplettbusse positiv entwickeln dürfte. In Westeuropa erwartet Daimler Buses in diesem Jahr eine deutliche Absatzsteigerung im Komplettbusgeschäft. Bedingt durch die kritische wirtschaftliche Lage in Brasilien und Argentinien wird in Lateinamerika auch im vierten Quartal 2014 mit einer schwächeren Nachfrage nach Fahrgestellen gerechnet. Dadurch wird nun in Lateinamerika ein Absatz erwartet, der deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

Daimler Financial Services erwartet für das Jahr 2014 einen deutlichen Anstieg von Neugeschäft und Vertragsvolumen. Wichtige Wachstumstreiber sind die Produktoffensiven und Marktentwicklungen der automobilen Geschäftsfelder, die zielgruppengerechte Ansprache jüngerer Kunden, die Ausweitung des Geschäfts insbesondere in Asien, die Weiterentwicklung der o­nline-Vertriebskanäle sowie der Ausbau innovativer Mobilitätsangebote.

Ausblick Daimler

Daimler geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2014 deutlich zunehmen wird. In Nordamerika und China ist mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten zu rechnen. Auf der Basis der erwarteten Marktentwicklung, der oben genannten Faktoren sowie der Planungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, das EBIT aus dem laufenden Geschäft im Jahr 2014 deutlich zu steigern.

Für die einzelnen Geschäftsfelder strebt Daimler im Jahr 2014 die folgenden EBIT-Ziele aus dem laufenden Geschäft an:

  • Mercedes-Benz Cars: deutlich über Vorjahresniveau,
  • Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
  • Mercedes-Benz Vans: auf Vorjahresniveau,
  • Daimler Buses: deutlich über Vorjahresniveau und
  • Daimler Financial Services: leicht über Vorjahresniveau.

Aus der Neubewertung der Anteile an Tesla Motors zum beizulegenden Zeitwert und der Absicherung des Aktienkurses entstand in den ersten neun Monaten ein EBIT-Beitrag in Höhe von 0,5 Mrd. Euro. Darüber hinaus resultierte im dritten Quartal aus der Veräußerung der Daimler-Anteile an der RRPSH ein EBIT-Effekt von 1,0 Mrd. Euro. Diese Ergebnisbeiträge sind nicht dem laufenden Geschäft zuzurechnen.

Die erwartete Ertragsentwicklung in den Automobilgeschäftsfeldern wird sich im Jahr 2014 auch positiv im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Beim Vergleich mit dem Vorjahreswert ist zu berücksichtigen, dass der Free Cash Flow des Jahres 2013 in Höhe von 4,8 Mrd. Euro einen Mittelzufluss aus der erfolgreichen EADS-Transaktion von 2,2 Mrd. Euro und den Erwerb einer 12%-Beteiligung an BAIC Motor in Höhe von 0,6 Mrd. Euro enthielt. Der Free Cash Flow des Jahres 2014 enthält einen Mittelzufluss in Höhe von 2,43 Mrd. Euro aus dem Verkauf der Anteile an der RRPSH, der im dritten Quartal abgeschlossen wurde. Darüber hinaus sind im laufenden Quartal aus der Veräußerung der Anteile an Tesla und der Auflösung der zugehörigen Kurssicherung Mittel in Höhe von 0,6 Mrd. Euro zugeflossen. Nach der aktuellen Einschätzung wird der um die Effekte aus Beteiligungszu- und –abgängen und Sonderzahlungen im Zusammenhang mit Pensions- und Gesundheitsfürsorgeleistungen bereinigte Free Cash Flow des Industriegeschäfts für das Jahr 2014 deutlich über dem Vorjahreswert in Höhe von 3,2 Mrd. Euro liegen.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars wird mit dem Programm »Fit for Leadership« die Kostenposition um rund 2 Mrd. Euro verbessern und mit langfristig wirkenden strukturellen Optimierungen die Effizienz erhöhen. Nachdem im Jahr 2013 rund 40% des insgesamt geplanten Einsparvolumens erzielt wurden, sollen es in diesem Jahr 80 bis 90% werden. Mit dem Programm »Daimler Trucks #1« wurden im vergangenen Jahr 30% des Ziels von 1,6 Mrd. Euro erreicht, bis Ende 2014 sollen 70 bis 80% realisiert werden. Die positive Wirkung der Effizienzprogramme aller Geschäftsfelder auf das EBIT in Höhe von insgesamt rund 4 Mrd. Euro wird sich im kommenden Jahr vollumfänglich niederschlagen.

Um seine anspruchsvollen Wachstumsziele zu erreichen, plant Daimler auch für das laufende Jahr Investitionen in Sachanlagen in der Größenordnung des Vorjahres (i. V. 5,0 Mrd. Euro). Über die Sachinvestitionen hinausgehend baut das Unternehmen seine Position in den Schwellenländern durch zielgerichtete Finanzinvestitionen in Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen aus. Bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen erwartet Daimler Umfänge leicht über dem Niveau des Vorjahres von 5,5 Mrd. Euro. Wesentliche Projekte sind die Nachfolgemodelle der E-Klasse und M-Klasse sowie die nächste Kompaktwagengeneration. Außerdem investiert Daimler im Pkw-Geschäft in erheblichem Umfang in neue emissionsarme und sparsame Motoren, alternative Antriebssysteme sowie in innovative Sicherheitstechnologien. Die Steigerung der Kraftstoffeffizienz und die weitere Reduzierung von Emissionen stehen auch bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen der anderen automobilen Geschäftsfelder im Vordergrund.

Ereignisse im vierten Quartal

In China baut Daimler die strategische Partnerschaft mit BAIC weiter aus. Am 10. Oktober 2014 haben die Daimler AG und BAIC Motor Corporation eine Vereinbarung über die Investition von rund 1 Mrd. Euro unterzeichnet: Über die GLA-Klasse hinaus werden im Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) weitere Mercedes-Benz Kompaktmodelle lokal gefertigt werden. Mit dieser Vereinbarung baut Daimler sein Engagement in China weiter aus. Bei BBAC werden bis 2015 insgesamt rund 4 Mrd. Euro investiert.

Am 21. Oktober 2014 hat die Daimler AG verkündet, die Zusammenarbeit mit Tesla Motors Inc. neu zu strukturieren. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen die Ende 2013 durchgeführte Kursabsicherung aufgelöst und die verbliebenen Anteile an Tesla in Höhe von rund 4% abgegeben. Durch den Verkauf der Anteile ergibt sich im vierten Quartal ein Mittelzufluss in Höhe von rund 0,6 Mrd. Euro. Diese Mittel werden für die Stärkung des operativen Geschäfts verwendet. Im Konzern-EBIT des vierten Quartals wird sich ein Ertrag in Höhe von rund 0,1 Mrd. Euro niederschlagen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit bei den Fahrzeugprojekten ist von der Transaktion nicht betroffen.


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