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Historie 1951: Entstehung der Sicherheits-Fahrgastzelle

Historie


1951: Entstehung der Sicherheits-Fahrgastzelle

Die Sicherheitsfahrgastzelle für Personenwagen ist eine epochale Erfindung. Daimler-Benz meldet sie am 23. Januar 1951 zum Patent an. Seitdem ist das Patent Nr. 854 157 in der gesamten Automobilindustrie Grundlage der passiven Sicherheit von Fahrzeugen. Die Sicherheitsfahrgastzelle entstand aus dem unerschöpflich scheinenden Ideenreichtum des Daimler-Benz Ingenieurs Béla Barényi.

Zahllose Patente rund um die Fahrzeugsicherheit tragen die Handschrift Barényis. Ihm war bereits früh klar, dass die Karosseriestruktur unbedingt in die Betrachtungen eingehen und sogar zentraler Bestandteil aller Bemühungen sein muss. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitet er am Entwurf eines Automobils der Zukunft. Heraus kommt der Terracruiser, ein sechssitziges Fahrzeug mit zentralem Fahrersitz, der nicht nur in amerikanischen Dimensionen schwelgt und einen variablen Innenraum hat. Wesentliches Merkmal der Studie ist die Zellenbauweise der Karosserie mit einer strukturell sehr festen Fahrgastzelle in der Mitte, die elastisch verbunden ist mit je einer verformbaren Crash-Zelle vorn und hinten. Das ist die Urform der gestaltfesten Sicherheitszelle mit Knautschzone an Front und Heck. Auch der zur gleichen Zeit entstandene Dreisitzer Concadoro hat die dreiteilige Zellenbauweise.

Sie entspringt dem logischen Gedanken des Technikers Barényi, dass eine harte, kaum verformbare Gesamtkarosserie die Insassen eines Autos nicht zwangsläufig schützt und ihnen sogar großen Schaden zufügen kann – weil die gesamte Energie eines Aufpralls ungehindert an die Menschen im Auto weitergegeben wird, was nicht nur äußere Wunden verursachen kann, sondern auch schwerste innere Verletzungen. Damit das nicht passiert, muss die Stoßenergie abgebaut werden – und genau das ist die Aufgabe der Knautschzonen vor und hinter der gestaltfesten Sicherheitsfahrgastzelle. Dort gibt es Blechstrukturen, die gezielt so konstruiert sind, dass sie sich bei einem Aufprall verformen – sie nehmen Aufprallenergie auf, die wiederum nicht mehr mit voller Wucht die Menschen in der Sicherheitsfahrgastzelle trifft. Ein Beweis für die Funktionsweise dieses Prinzips ist das typische Bild eines Fahrzeugs mit Sicherheitsfahrgastzelle und Knautschzonen nach einem Unfall: Während die Front oder das Heck vollkommen aus der Form geraten ist, lassen sich die Türen zum Innenraum noch problemlos öffnen.

Eine Folge des Patents sind auch die gezielten Crashtests, um die Deformierung der Karosserie zu untersuchen. Man mag über die ersten Arbeiten in dieser Richtung bei Mercedes-Benz noch lächeln, als leere Marmeladeeimer in der Versuchsanordnung als Knautschzone verwendet wurden. Doch sie erfüllten einen ersten Zweck, und danach wurde es rasch professioneller. Heute finden Crashtests in speziellen Anlagen auf dem Werksgelände statt. Auch im Zeitalter des Computers haben sie nicht ausgedient: Zwar hilft er bei der Berechnung der Karosserie und auch bei der Simulation von Unfällen, doch das beste Untersuchungsobjekt ist immer noch das Fahrzeug selbst.

Die Baureihe W 111 von 1959 erhält als erstes Mercedes-Benz Fahrzeug eine moderne Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen an Front und Heck und der schwer verformbaren Passagierzelle. Heute wird jeder Mercedes-Benz nach dieser Maßgabe konstruiert. Längst sind zahlreiche weitere technische Entwicklungen hinzugekommen, um die Sicherheit beim Autofahren zu verbessern. Sie münden alle in die Vision vom unfallfreien Fahren, die Mercedes-Benz verfolgt.


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