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Sicherheit Wenn der Wohnwagen wegen Spurrillen ins Schleudern gerät

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Wenn der Wohnwagen wegen Spurrillen ins Schleudern gerät

Fahrten mit angehängtem Wohnwagen bergen nach Darstellung des ACE Auto Club Europa ein wachsendes Unfallrisiko.

Schuld daran sei der vielerorts zunehmend schlechte Straßenzustand, kritisierte der Club am Donnerstag in Stuttgart. Wohnwagen gerieten vor allem durch Spurrillen und Bodenwellen rasch in heftiges Schlingern. Am Ende schaukle sich der Hänger gefährlich auf und der Fahrer könne plötzlich die Beherrschung über das gesamte Gespann verlieren. Vor allem altersschwaches Straßenbaumaterial, andauernde Hitze und schwere Laster, werden vom ACE als ein Grund für tiefe Spuren im Asphalt und die dadurch hervorgerufene Schleudergefahr genannt. Mitunter tragen bei Unfällen mit dem Gespann aber auch fehlende fahrerische Routine und eklatante Fehler im Umgang mit dem Steuer und dem Gas- und Bremspedal bei. Statistisch gesehen, ist laut ACE jedes achte Wohnwagengespann wenigsten einmal in einen Unfall verwickelt.

Caravanfahrer und ihre Familien sollten den Umgang mit dem ungewohnten Gefährt schon vor der Fahrt in den Urlaub üben, empfiehlt der Club. Mit dem ungewohnten "Haus am Haken" verhalte sich ein Pkw schließlich völlig anders als sonst. Ohne die vorherige Aneignung spezieller Kenntnisse über die Fahrphysik von Wohnwagen, kommen nach Beobachtungen des ACE besonders Camping-Neulinge nur schlecht mit Gespannen zurecht. Ziemlich gewöhnungsbedürftig seien beispielsweise die Folgen des relativ hohen Schwerpunkts bei Wohnwagen. Besonders deutlich werde das etwa in Kurven oder bei Ausweichmanövern, wo die Stabilität des Hängers als mangelhaft empfunden werde. Aus Sicht des ACE ist es daher ratsam, vor dem eigentlichen Start in die Caravanferien Proberunden auf freier Fläche zu drehen und dabei auch Gefahren-Bremsen vor gedachten Hindernissen und Rangieren auf engem Raum zu üben.

Tipps für Gespannfahrer:

  • Wenn der Wohnwagen zu schlingern beginnt, keinesfalls mehr Gas geben. Nicht versuchen, mit der Lenkung zu korrigieren. Das verschlimmert die Situation noch. Es hilft nur eins: Impulsartig bremsen und die Geschwindigkeit verringern. Das stabilisiert das Gespann.
  • Regelmäßig den Luftdruck und den Zustand der Caravanreifen kontrollieren. Perfekt ist ein kompletter Technikcheck, der unter anderem die Funktionstauglichkeit der Beleuchtung, Bremsen und Anhängerkupplung umfasst.

Empfohlen wird die Teilnahme an einem Sicherheitstraining für Anhänger- oder Caravanfahrer: Bei einem solchen Training werden unter professioneller Anleitung das verlorene Fahrgefühl sowie das richtige Bremsen wieder antrainiert.


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