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30.11.2021, 10:54 Uhr

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Auto News


Sicherheit Vor 65 Jahren begann PKW-Sicherheitsentwicklung bei Mercedes

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Vor 65 Jahren begann PKW-Sicherheitsentwicklung bei Mercedes

Pkw-Sicherheitsentwicklung bei Mercedes-Benz und Béla BarényiMit der Einstellung des Erfindergenies Béla Barényi begann vor genau 65 Jahren bei Mercedes-Benz die systematische Pkw-Sicherheitsentwicklung. Knautschzone, Sicherheitslenksäule, Lenkrad-Prallplatte, Sicherheits-Fahrgastzelle oder Seitenaufprallschutz sind Beispiele für die wegweisenden Erfindungen des ersten Mercedes-Sicherheitsingenieurs. Sie bilden noch heute die Grundlagen der gesamten Automobiltechnik und zeigen, wie eng die Geschichte der Fahrzeugsicherheit mit der Geschichte von Mercedes-Benz verbunden ist. Mit Innovationen wie dem Sandwich-Konzept der A-Klasse oder dem vorausschauenden Schutzsystem PRE-SAFE ist die Stuttgarter Automobilmarke bis heute Schrittmacher auf diesem Gebiet.

Zur Abteilung für Sicherheitsentwicklung, die am 1. August 1939 gegründet wurde, gehörten anfangs nur aus vier Mitarbeiter. An ihrer Spitze stand der in Österreich geborene Ingenieur Béla Barényi (1907–1997), der zuvor bei der "Gesellschaft für technischen Fortschritt" in Berlin arbeitete und bereits in dieser Zeit über 150 Patente für Automobil- und Fahrzeugkonstruktionen angemeldet hatte.

Die Keimzelle der Pkw-Sicherheitstechnik war eine nur rund 100 Quadratmeter große Holzbaracke am Rande des Mercedes-Werks in Sindelfingen. Hier widmeten sich Barényi und seine Mitarbeiter der Verbesserung des Insassenschutzes. Schon ein Jahr nach seinem Dienstantritt machte der passionierte Ingenieur durch den ersten Prototyp mit "unfallsicherer" Bodengruppe, gestaltfester Passagierzelle und besonderem Flankenschutz auf sich aufmerksam. Dem Prototypen folgten in kurzer Zeit andere wegweisende Erfindungen. "Auf dem Fundament, das Béla Barényi legte, steht die Fahrzeugsicherheit noch heute", sagt Dr. Rodolfo Schöneburg, Leiter des Centers Sicherheit/ Fahrzeugfunktionen im Mercedes-Benz Technology Center.

Das Knautschzonen-Prinzip entwickelte Béla Barényi in den Vierzigerjahren; es wurde im August 1952 patentiert und ging 1959 im Mercedes-Benz 220 (W 111) erstmals in Serienproduktion. Bis zu seiner Pensionierung Ende 1972 hatte der Pionier der Pkw-Sicherheit insgesamt über 2500 Erfindungen zum Patent angemeldet.

Auch mit wegweisenden Neuentwicklungen wie Gurtstraffer, Airbag, Anti-Blockier-System, Brems-Assistent und Elektronischem Stabilitäts-Programm (ESP®) setzten Mercedes-Ingenieure in den folgenden Jahren Maßstäbe auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit. Diese Systeme gehören heute zur Serienausstattung aller Personenwagen mit dem Stern und zahlreicher Wettbewerber.

Ideenreichtum und Kompetenz bewiesen die Mercedes-Fachleute 1997 auch mit dem patentierten Sandwich-Konzept der A-Klasse. Auf dieser Basis konnte erstmals ein Kompaktwagen mit Mercedes-typischer Insassensicherheit konstruiert werden. Für die neue A-Klasse, die im Herbst 2004 auf den Markt kommt, hat Mercedes-Benz das Sandwich-Konzept weiterentwickelt und mit neuesten Schutzsystemen kombiniert.

Eine neue Ära der Pkw-Sicherheit begann im Jahre 2002 mit dem von Mercedes-Benz entwickelten vorausschauenden Insassenschutz PRE-SAFE, der zur Serienausstattung der S-Klasse gehört und künftig auch für andere Mercedes-Modelle lieferbar sein wird. PRE-SAFE kann einen drohenden Unfall im Voraus erkennen und tritt sofort in Aktion, um Insassen und Auto auf eine mögliche Kollision vorzubereiten, zum Beispiel durch die vorsorgliche Straffung der Sicherheitsgurte.

Mit solchen Innovationen unterstreicht Mercedes-Benz auch 65 Jahre nach Gründung der ersten Abteilung für Pkw-Sicherheit seine Führungsrolle auf diesem wichtigen Gebiet der Automobiltechnik.


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