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Motorrad Grenzwerte für Krad-AU einhalten

Motorrad


Grenzwerte für Krad-AU einhalten

Für Motorräder und Roller mit amtlichem Kennzeichen und Erstzulassung nach dem 01. Januar 1989 ist seit April 2006 eine Abgasuntersuchung in die Hauptuntersuchung integriert. In den ersten sieben Monaten hat TÜV NORD Mobilität fast 100.000 der sogenannten AUK vorgenommen. Das Ergebnis: Lediglich 1,2% der vorgestellten Motorräder erhielten aufgrund von erhöhten Abgaswerten keine Plakette. Etwa 5,5 Prozent konnten die UmweltschutzanForderungen aufgrund von erkannten Mängeln an abgasrelevanten Bauteilen wie Zündanlage, Luftfilter, Vergaser oder Auspuff nicht erfüllen.

Als einen der Gründe für das gute Abschneiden sieht Roger Eggers, Motorradfachmann bei TÜV NORD Mobilität, das Engagement der Motorradfahrer: "Motorradfahrer pflegen meist ihre Maschinen sehr sorgfältig. Deshalb sind die abgasrelevanten Bauteile in gutem Zustand." Der Hauptgrund liegt nach Meinung von Eggers aber bei den Grenzwerten, die für viele Motorräder noch einfach einzuhalten sind. "Der Gesetzgeber wollte mit den aktuellen gesetzlichen Grenzwerten für die AUK einen Einstieg finden. Hersteller von Motorrädern können diese Vorgaben aber nach eigenen Vorstellungen ändern."

Das hat zur Folge, dass zum Beispiel Hersteller die gesetzlichen Vorgaben für den CO-Gehalt bei Motorrädern mit geregeltem Katalysator von 0,3 Volumenprozent um teilweise das 15-fache auf 4,5 Volumenprozent angehoben haben. Bei Bikes mit ungeregeltem oder ohne Katalysator wurden vereinzelt die Grenzwerte von 4,5 auf 6 Volumenprozent erhöht. "Für die Sachverständigen von TÜV NORD gelten bei der AUK grundsätzlich die Vorgaben der Hersteller", so Eggers, "nur wenn diese fehlen, messen wir auf Grundlage der vorgegebenen, teilweise dann strengeren Grenzwerte des Gesetzgebers."

Um die AUK als wirkungsvolles Instrument zur Vermeidung hohen Schadstoffausstoßes von Motorrädern zu etablieren, bedarf es nach Meinung von TÜV NORD Mobilität einer Weiterentwicklung der Vorschriften mit technisch sinnvollen Vorgaben für alle Motorradmarken. Zudem empfiehlt TÜV NORD Mobilität, bei der AUK ähnlich wie bei der Pkw-AU mehr als die Messung des Ausstoßes von Kohlenmonoxid verbindlich zu regeln. "Damit hätten wir ein modernes und angepasstes Messverfahren, dass den Schadstoffausstoß von Motorrädern sinnvoll überwacht", so Roger Eggers.

Aber auch bereits heute hält Eggers die Abgasuntersuchung auch für Zweiräder für sinnvoll: "1,2% sind bei 2,5 Millionen zugelassenen Motorrädern immerhin 30.000 Maschinen, die die Umwelt über Gebühr belasten. Diese Zahl wäre sicher noch viel höher, wenn es die AUK nicht gäbe." Der Umwelt zuliebe rät er Motorradfahrern deshalb, regelmäßig ihre Maschine fachgerecht warten zu lassen. Verschleißteile wie Luftfilter, Zündkerzen oder Zündkontakte sollten regelmäßig gecheckt und gegebenenfalls erneuert werden. Der Vergaser sollte gereinigt und eingestellt, Luft-Korrekturschrauben und Drosselklappen justiert und selbstverständlich im Anschluss an solche Wartungs- und Einstellarbeiten das Abgasverhalten gemessen werden.


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