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Technik Ford EKG-Sitz mit Puls-Kontrolle checkt Herz und Zucker

Motor & Technik


Ford EKG-Sitz mit Puls-Kontrolle checkt Herz und Zucker

Der EKG-Sitz mit Pulsfrequenz-Kontrolle, den Ford im September an Bord des Ford S-MAX Concept auf der diesjährigen IAA Pkw in Frankfurt vorgestellt hatte, überwacht neben der Herzfunktion auch den Blutzuckerspiegel. Ziel des ambitionierten Forschungsprojektes ist es, in Zukunft die Gefahr und die Folgen einer Herzattacke am Lenkrad ebenso zu MINImieren wie das Gesundheitsrisiko für Mitreisende mit Diabetes.

Der EKG-Sitz mit Pulsfrequenz-Kontrolle

Die Ingenieure des Ford Forschungszentrums Aachen haben den EKG-Sitz mit Pulsfrequenz-Kontrolle in enger Kooperation mit der ebenfalls in Aachen ansässigen Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) entwickelt. Der EKG-Sitz erkennt über sechs kontaktlose, nach medizinischen Erkenntnissen in der Sitzlehne platzierte Sensoren die elektrischen Impulse der Herzaktivität des Fahrers mit hoher Genauigkeit. Tests ergaben: Der EKG-Sitz erreicht in 98% der Fahrtzeit eine Zuverlässigkeitsquote von 95%. Derzeit arbeiten die Spezialisten von Ford daran, die Sensorik unabhängig von den Sitz- und Bekleidungsmaterialien weiter zu verfeinern und sie auf die unterschiedlichsten Körpergrößen und -formen auszurichten.

Über die fest eingebaute Sensoren überwacht der EKG-Sitz auch ohne direkten Körperkontakt den Herzschlag des Fahrers und zeichnet die Daten für eine spätere medizinische Analyse auf – quasi wie ein Langzeit-EKG. Diagnostiziert das System eine bedrohliche Anomalie, löst es eine Warnung aus. Per Telemetrie – etwa über das Mobiltelefon des Fahrers – können diese Daten auch an eine medizinische Einrichtung gesendet werden. Bei einem Notfall ruft es über das Multimedia-Konnektivitätssysstem Ford SYNC ärztliche Hilfe herbei und versorgt die Rettungskräfte mit lebenswichtigen EKG-Informationen vor, während und nach der Attacke oder des Unfalls. In einer weiteren Entwicklungsstufe soll die Vernetzung mit bordeigenen Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemen ermöglichen, das Auto nach einer gesundheitlichen Beeinträchtigung des Fahrers sicher auf der Straße zum Stillstand zu bringen.

"Das System wird in der Lage sein, kardiologische Unregelmäßigkeiten wie zum Beispiel eine Herzattacke festzustellen, erkennt aber auch andere die Gesundheit beeinflussende Symptome wie etwa Bluthochdruck oder einen aus der Balance geratenen Elektrolyse-Haushalt", erläutert Dr. Achim Lindner, medizinischer Leiter des FFA. "Das nützt dem Fahrer und macht die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer".

Studien belegen: Fahrer mit Herz-Kreislauf-Problemen leiden auch unter einem um 23% erhöhten Verkehrsunfallrisiko. Bei Angina steigt dieser Wert sogar auf 52%. Zugleich wird der Anteil der Über-65-Jährigen an der europäischen Gesamtbevölkerung bis zum Jahr 2025 auf gut 23% steigen und soll bis zum Jahr 2050 sogar 30% erreichen. Mit dieser Entwicklung wird auch die Zahl der Autofahrer mit möglichen Herzproblemen signifikant zunehmen.

In Zukunft sollen so hochentwickelte aktive Sicherheitssysteme wie der Fahrspur-Assistent (in Verbindung mit dem Fahrspurhalte-Assistent), das automatische Bremssystem Active City Stop oder das Auffahrwarnsystem Forward Alert (in Verbindung mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage) unmittelbar mit dem EKG-Sitz interagieren, um Unfälle als Folge einer Herzattacke oder eines Kreislaufproblems des Fahrers zu vermeiden.

Blutzuckerspiegel-Kontrolle

Ein für Autofahrer, aber auch für Mitreisende wie etwa kleine Kinder ähnlich bedrohliches Krankheitsbild ist der Diabetes. Eine Hochrechnung der Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) besagt: Gut 60 Millionen Europäer und 347 Millionen Menschen weltweit leiden an Diabetes. Pro Jahr sterben mehr als 3,4 Millionen Menschen an den Folgen dieser Stoffwechselerkrankung – eine Mortalitätsrate, die sich laut Prognose der WHO bis zum Jahr 2030 verdoppeln wird. Spezielle Problematik für Autofahrer: Ein sinkender Blutzuckerspiegel beeinträchtigt das Sehvermögen stark und kann zu Bewusstlosigkeit führen.

Aus diesem Grunde haben Entwickler der Ford Motor Company in den USA eng mit Medtronic kooperiert, einem der führenden Hersteller von Blutzucker-Messgeräten. Das Ergebnis ist eine hochmoderne Diagnosefunktion, die via Bluetooth mit dem Multimedia-Konnektivitätssystem Ford SYNC vernetzt werden kann und rechtzeitig optisch wie akustisch Alarm schlägt, sollte sich ein Diabetesproblem ankündigen. Das Gute daran: Dieses permanente Monitoring überwacht nicht nur die Gesundheit der Person am Lenkrad, sondern auch die der Mitreisenden wie zum Beispiel Kleinkindern – und teilt seine Ergebnisse auf Wunsch nicht nur mit den betroffenen Personen, sondern informiert über ein Meldesystem auch medizinische Fachkräfte über Messwerte und hieraus resultierende Probleme.


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