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Info Ferry-Porsche-Preis für 233 Jahrgangsbeste

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Ferry-Porsche-Preis für 233 Jahrgangsbeste

Die Stipendien-Gewinner mit dem Vorsitzenden des Porsche-Vorstandes, Dr. Wendelin Wiedeking (Mitte), Kultusminister Helmut Rau (6.v.r.) und dem Vorsitzenden des Porsche-Aufsichtsrates, Dr. Wolfgang Porsche (r.)Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, und das baden-württembergische MINIsterium für Kultus, Jugend und Sport haben gestern Abend gemeinsam die 233 Ferry-Porsche-Preisträger des Jahres 2007 im Entwicklungszentrum in Weissach geehrt. Mit diesem Preis werden die jahrgangsbesten Abiturientinnen und Abiturienten an den allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien mit den Leistungsfächern Mathematik und Physik/Technik ausgezeichnet. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller und das KultusMINIsterium wollen mit dem Preis einen Beitrag dazu leisten, die Attraktivität der naturwissenschaftlichen und technischen Fächer an den Gymnasien Baden-Württembergs zu stärken.

In seiner Ansprache betonte Dr. Wendelin Wiedeking, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, dass in Deutschland dringend hochqualifizierter Nachwuchs für die Ingenieurberufe aufgebaut werden müsse, damit der Hochtechnologie-Standort, der in der Automobilindustrie und in anderen Branchen zur Weltspitze gehöre, nicht schon bald den Anschluss verliere. "Bereits im Vorschulalter muss das Interesse unserer Kinder an naturwissenschaftlichen Fragestellungen geweckt werden. Wir brauchen einen praxisnahen, anschaulichen und spannenden Unterricht – warum nicht schon vom Kindergarten an", sagte der Porsche-Chef und zitierte eine Umfrage der Universität Bielefeld, bei der jeder vierte befragte Naturwissenschaftler erklärte, dass sein Interesse an der Materie bereits in frühester Kindheit geweckt worden sei.

Der anhaltende Ingenieurmangel in Deutschland werde, so Wiedeking, zu einem immer größeren Innovationshemmnis, besonders für Betriebe kleiner und mittlerer Größe. Allein in Baden-Württemberg fehlten heute 15.000 Ingenieure. Lukrative Aufträge gingen in vielen Unternehmen an Wettbewerber im Ausland verloren, weil es an Fachpersonal mangele. "Dabei hat Deutschland hervorragende Hochschulen, die erstklassige Ingenieure und sogar Nobelpreisträger hervorbringen", so der Porsche-Chef.

Auch der baden-württembergische KultusMINIster Helmut Rau unterstrich die Bedeutung der Naturwissenschaften für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. "Wir brauchen qualifizierte und motivierte Ingenieure und Naturwissenschaftler, die mit Ideen und Erfindungen für Erfolge und die Zukunftssicherung unseres Landes sorgen", betonte der KultusMINIster. Die Grundlagen dafür würden in den Schulen geschaffen. Rau verwies auf die Einführung des neuen Fachs "Naturwissenschaft und Technik" an den Gymnasien. Damit sei der Stellenwert der Naturwissenschaften weiter gestärkt worden. "Das Fach NwT soll mit vielen Experimenten und einem konsequenten Anwendungsbezug die Lust auf Forschen und Entdecken wecken. Mit einem spannenden Unterricht möchten wir junge Menschen für ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium begeistern", sagte der MINIster.

Der Ferry-Porsche-Preis, der nach dem 1998 verstorbenen Begründer der Porsche-Sportwagen benannt ist, wird seit 2001 vergeben. Auch in diesem Jahr sprach Dr. Wolfgang Porsche, jüngster Sohn von Ferry Porsche und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Porsche Automobil Holding SE, persönlich zu den Preisträgern. Er erinnerte an die Gründung des Konstruktionsbüros im Jahr 1931 durch seinen Großvater Ferdinand Porsche in Stuttgart, der hier in den 30er Jahren neben den Auto-Union-Rennwagen auch den VW-"Käfer", das vielleicht berühmteste Auto der Welt, konstruiert hatte.

Erst sein Vater Ferry baute im Jahr 1948 mit dem Typ 356 einen Sportwagen, der offiziell den Markennamen Porsche trug. Mit der Serienproduktion dieser Fahrzeuge legte Ferry Porsche den Grundstein für die heutige Sportwagenschmiede. "Bis zu seinem Tod im Jahr 1998 hat mein Vater die Geschicke des Unternehmens maßgeblich mitbestimmt – zunächst als Inhaber, Geschäftsführer und Chefentwickler, dann als Vorsitzender des Aufsichtsrates und später als erfahrener Ratgeber", würdigte Dr. Porsche das Lebenswerk seines Vaters.

Höhepunkt der Feier in Weissach war wieder die Verlosung von 10 Stipendien für Auslandspraktika. Die glücklichen Gewinner heißen:

  • Tobias Beer (Friedrich-Schiller-Gymnasium Pfullingen)
  • Maria Bruno (Rechberg-Gymnasium Donzdorf)
  • Tobias Fissler (Friedrich-List-Gymnasium Asperg)
  • Sandra Hub (Hohenlohe-Gymnasium Öhringen)
  • André Junker (Hebel-Gymnasium Schwetzingen)
  • Merlin Morlock (Friedrich-Eugens-Gymnasium Stuttgart)
  • Jens-Uwe Reitinger (Staufer-Gymnasium Pfullendorf)
  • Lorenz Schmidt (Gymnasium Ebingen Albstadt)
  • Steffen Strebel (Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg)
  • Florian Weiser (Wilhelmi-Gymnasium Sinsheim)

Die Gewinner haben die Möglichkeit, im Sommer 2008 bei einer ausländischen Vertriebstochter des Sportwagenherstellers ein 4-wöchiges Praktikum zu absolvieren.


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