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Info Elektronik-Prüfung hält Einzug in die Hauptuntersuchung

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Elektronik-Prüfung hält Einzug in die Hauptuntersuchung

Ab dem 01. April wird die Hauptuntersuchung modernisiert. Für die Autofahrer bedeutet das ein Plus an Sicherheit, da die Hauptuntersuchung künftig bei modernen Fahrzeugen zusätzlich acht sicherheitsrelevante elektronische Fahrzeug-Baugruppen umfasst.

Klaus Jürgensen von TÜV NORD Mobilität informiert über die Hintergründe:

Herr Jürgensen, warum hat man sich entschieden, die Elektronik in die Fahrzeugprüfung aufzunehmen?

Klaus Jürgensen: Die Elektronik hat im Laufe der Jahre immer stärker Einzug in die Fahrzeugtechnik gehalten. Heute ist sie aus den Autos gar nicht mehr wegzudenken, da sie an vielen Stellen sicherheitsrelevante Fahrzeug-Baugruppen steuert. Daher ist es nur konsequent, die Funktion dieser Baugruppen regelmäßig zu überprüfen.

Welche sicherheitsrelevanten Baugruppen sind das genau?

Zum Standard gehören heute zum Beispiel Antiblockiersysteme, Airbags und Motorsteuergeräte. Aber auch neuere sicherheitsrelevante Assistenzsysteme, wie fahrdynamische Stabilitätssysteme, Bremsassistenten, aktive Lenkanlagen, Abstandswarngeräte oder Abbiegelicht setzen sich immer mehr durch.

Welchen Nutzen bringt die modernisierte Hauptuntersuchung für den Autofahrer?

Der Elektronik-Check bedeutet für den Autofahrer größere Sicherheit. Die eben genannten Systeme können nur dann wirksam arbeiten, wenn die elektronischen Steuerungen, Sensoren, Aktoren sowie elektronische Kontakte und Leitungen einwandfrei funktionieren. Das wird künftig im Rahmen der Hauptuntersuchung geprüft. Wenn die Plakette geklebt ist und der Autofahrer vom Hof fährt, kann er sich rund um sicher fühlen.

Wie werden die elektronischen Baugruppen bei der Hauptuntersuchung überprüft?

An Hand von Systemdaten. Das sind Informationen über die im Fahrzeug verbauten elektronisch gesteuerten Systeme und ihre Prüfung. Je nach Bauteil kann so eine Prüfung durch den Vergleich von Messwerten und Anzeigen mit Referenzdaten erfolgen, durch Identifikation und Versionskontrolle oder das systematische Abarbeiten von Prüfalgorithmen.

Woher kommen die Systemdaten?

Sie werden von den Fahrzeugherstellern an die Fahrzeugsystemdaten-Gesellschaft übermittelt. Diese arbeitet sie einheitlich auf und stellt sie der TÜV NORD Gruppe digital zur Verfügung.

Wie sieht die Praxis aus. Dauert die neue Hauptuntersuchung länger und vor allem: wird sie teurer?

Die Überprüfung der Elektronikbauteile wird sicherlich einige Minuten in Anspruch nehmen. Die Erarbeitung und Bereitstellung der Systemdaten ist kostenintensiv.

Also werden die Autofahrer wieder einmal mehr zur Kasse gebeten.

Für die Systemdaten wird nur ein Euro zusätzlich erhoben und an die Fahrzeugsystemdaten-Gesellschaft weitergeleitet. Ein geringer Mehrpreis für deutlich mehr Sicherheit.

Wie wird sich die Hauptuntersuchung in den nächsten Jahren entwickeln?

Die Abgasuntersuchung wird in zwei Stufen in die Hauptuntersuchung integriert. Den Anfang machen ab April alle Fahrzeuge, die mit einem On-Board-Diagnosesystem ausgerüstet sind. Für ältere Fahrzeuge ist der 01. Januar 2010 Stichtag. Von da an gibt es für Fahrzeuge nur noch die um die Untersuchung des Abgases und Motormanagements erweiterte Hauptuntersuchung. Es wird keine AU-Plakette mehr angebracht, die alte wird entfernt.

Müssen die Autofahrer denn jetzt Sorge haben, beim nächsten Besuch an der TÜV-STATION keine Plakette zu erhalten?

Nein. Genau wie in der Vergangenheit wird die Plakette erteilt, wenn das Fahrzeug keine wesentlichen Mängel aufweist. Das ist bei etwa 80% der geprüften Fahrzeuge der Fall.

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