Kooperation
Autosieger.de
Artikel drucken Diesen Artikel drucken

HTML-Format: https://www.autosieger.de/zwei-drittel-aller-neu-zugelassenen-pkw-in-deutschland-mit-esp-article7015.html

Thema: Info & News


Zwei Drittel aller neu zugelassenen Pkw in Deutschland mit ESP

67 Prozent aller 2004 neu zugelassenen Pkw in Deutschland waren bereits mit dem Elektronischen Stabilitäts-Programm (ESP®) ausgestattet. Wie eine Bosch-Untersuchung zeigt, ist dies gegenüber den 55 Prozent im Jahr 2003 eine erhebliche Steigerung um über 20 Prozent. Wie effektiv das aktive Sicherheitssystem hilft, die Gefahr eines Unfalls zu reduzieren, zeigen mehrere Untersuchungen. Ihnen zufolge ließe sich bei einem flächendeckenden Einsatz mit ESP® die Zahl der so genannten Alleinunfälle mit schwerem Personenschaden um bis zu 50 Prozent reduzieren. Die Europäische Union hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr von 2001 bis 2010 zu halbieren. "ESP® ist ein effektives und auch verfügbares System, das helfen kann, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen", so Herbert Hemming, bei Bosch im Geschäftsbereich Chassis Systems Control verantwortlich für den Vertrieb. Bosch brachte ESP® als weltweit erster Zulieferer 1995 in Serie.

Grund für den starken ESP®-Anstieg um zwölf Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2003 ist der erheblich gestiegene serienmäßige Einsatz des Sicherheitssystems in der volumenstarken unteren Mittelklasse. Dort stieg der Anteil der mit ESP® verkauften Fahrzeuge von 60 auf jetzt 83 Prozent. In der Ober- und Luxusklasse ist ESP® bereits Standard, in der Mittelklasse auf dem besten Weg dorthin. Bei den Kleinwagen verdreifachte sich der Anteil von sechs Prozent 2003 auf 19 Prozent, liegt aber absolut gesehen weiterhin auf niedrigem Niveau. "In dieser Klasse ist ESP® bislang meist nur als Option erhältlich und wird auch nur selten aktiv nachgefragt. Mit einer höheren Ausrüstungsrate in dieser Klasse ließe sich gerade die Zahl der schweren Unfälle in Deutschland nochmals deutlich senken" ist Hemming überzeugt. So sind einer Untersuchung des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) in Deutschland zufolge allein 25 Prozent aller Unfälle mit Schwerverletzten und 60 Prozent aller Unfälle mit Todesfolge auf Schleudern zurückzuführen. Und genau hier hilft ESP® effektiv. Dieser Überzeugung ist auch das Bundesverkehrsministerium. So erklärte Bundesverkehrsminister Dr. Stolpe, dass technische Neuerungen selten derart spürbare und nachweisbare Erfolge für die Verkehrssicherheit erzielen konnten wie der Einsatz elektronischer Fahrstabilitätssysteme. Auch das European New Car Assessment Programme (EuroNCAP), dessen Schwerpunkt bislang auf der Untersuchung und Bewertung passiver Sicherheitssysteme lag, befasst sich jetzt verstärkt mit der aktiven Sicherheit. Erst Ende Juni empfahl das Konsortium, beim Kauf eines neuen Fahrzeugs unbedingt darauf zu achten, dass es mit ESP® ausgerüstet ist. Denn auch nach deren Ansicht reduziert das System die Unfallgefahr immens, indem es dem Fahrer hilft, die Kontrolle über sein Fahrzeug zu behalten.

Auch in allen anderen Ländern der Europäischen Union ist die ESP®-Ausrüstungsrate von 2003 auf 2004 teilweise erheblich gestiegen: in Frankreich von 35 auf 39 Prozent und in Spanien von 25 auf 32 Prozent. In Großbritannien waren 29 Prozent und in Italien 24 Prozent der Neufahrzeuge 2004 mit dem Sicherheitssystem ausgestattet. Über alle Länder Europas geht Bosch von einem ESP®-Anteil bei Neufahrzeugen von 37 Prozent aus. 2003 lag die Quote noch bei 29 Prozent.


Autosieger.de - Das Automagazin | https://www.autosieger.de

URL für diesen Artikel: https://www.autosieger.de/zwei-drittel-aller-neu-zugelassenen-pkw-in-deutschland-mit-esp-article7015.html