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Thema: Test & Wertung


ADAC testet Verkehrsdurchsagen und TMC

Autofahrer brauchen zuverlässige und aktuelle Informationen zum Verkehrsgeschehen. Wie es damit bestellt ist, wollte der ADAC im Rahmen zweier Untersuchungen wissen: Auf den Prüfstand kamen Verkehrsdurchsagen im Hörfunk und der digitale Verkehrsfunk TMC. Ergebnis: Manche Sender – vor allem die lokalen – könnten einiges besser machen, TMC leistet sich dagegen nur noch wenige Schwächen.

Für die Hörfunk-Untersuchung beobachtete der ADAC 10 überregionale öffentlich-rechtliche, 8 überregionale private und 5 lokale private Radiosender. In punkto Verständlichkeit der Durchsagen gab es die besten Noten, lediglich 10 Prozent (allesamt bei den Privaten) wurden von den Testpersonen als unverständlich empfunden. Die meiste Kritik forderte die Aufbereitung der Staublocks heraus. Dazu zählen laute und störende Hintergrundgeräusche, nervende Musik sowie fremde Inhalte wie etwa das Wetter oder Werbung. Und in jeweils 40 Prozent aller Fälle fiel auf, dass die Moderatoren Unnötiges erzählten oder zu schnell sprachen. ADAC-Fazit: Verkehrsdurchsagen in guter Qualität sind aus dem Radioprogramm nicht wegzudenken; sie sollten aber informieren und nicht zu Shows mutieren.

Den 1997 eingeführten digitalen TMC-Verkehrsfunk (Traffic Message Channel) auf UKW nutzen inzwischen rund 3 Millionen Autofahrer. Die Zuverlässigkeit dieser Technik untersuchte der ADAC bei 4 dynamischen Navigationsgeräten – dem Nachrüstgerät VDO-Dayton MS 5400 sowie den Originalgeräten im Audi A6, Opel Signum und VW Golf V.

Erfreulich: Bei wenigen Staus, gutem TMC-Empfang und niedriger Fahrgeschwindigkeit wurden alle TMC-Meldungen in weniger als einer Minute nach Ausstrahlung beim Radiosender im Auto empfangen und angezeigt. Erhöht sich das Tempo, kam es bei 20 Prozent der Staumeldungen zu Empfangsverzögerungen von 5 bis 15 Minuten. Anfällig zeigte sich das System bei der Aufhebung veralteter Staumeldungen, wenn diese aufgrund schlechten UKW-Empfangs oder schwacher Autoantenne nicht erkannt wurden. Der Stau blieb dann solange aktuell, bis die vom Radiosender bei der Erstaustrahlung geschätzte Staudauer erreicht wurde. Schließlich muss für einen vollständigen Empfang die aktuelle Navigations-Software eingesetzt werden. Kostenpunkt: 150 bis 400 Euro. Dessen ungeachtet hat sich TMC insgesamt als kompetenter Reisebegleiter erwiesen.


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