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Thema: Verkehr


Bau der 2. Strelasundquerung bis auf Rügen beginnt

"Mit dem Baubeginn der 2. Strelasundquerung haben wir heute einen wichtigen Schritt zur Beseitigung eines verkehrlichen Engpasses getan," sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Dr. Manfred Stolpe anlässlich des gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern Dr. Harald Ringstorff durchgeführten feierlichen Baubeginns am Dienstag in Stralsund. Die 2. Strelasundquerung ist Teil der Bundesstraße B 96n, des so genannten Rügenzubringers. Zukünftig führt der neue Straßenzug von der Ostseeautobahn A 20 bei Grimmen über Stralsund bis nach Bergen auf Rügen.

Der etwa zweieinhalb Jahre dauernde Bau dieses technisch anspruchsvollen Projektes wird rund 85 Millionen Euro kosten. Da die Maßnahme aus dem Bundeshaushalt finanziert wird, müssen die Verkehrsteilnehmer keine Maut entrichten. Der Fahrbahnquerschnitt des Abschnitts wird je einen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung und zusätzlich einen dritten Fahrstreifen aufweisen, der mit Hilfe von Verkehrsbeeinflussungsanlagen je nach Verkehrsbedürfnis von der jeweils vorherrschenden Verkehrsrichtung zur bzw. von der Insel Rügen genutzt werden kann.

Parallel zum bestehenden Rügendamm verlaufendwird die neue Strelasundquerung eine Gesamtlänge von insgesamt 4.097 m haben. Der Brückenzug allein, der aus sechs einzelnen, aufeinander folgenden Brücken besteht, wird mit einer Gesamtlänge von 2.831 m eines der längsten Brückenbauwerke in Deutschland sein. Das ingenieurtechnisch herausragende Bauwerk ist die Ziegelgrabenbrücke - eine ca. 600 m lange Schrägseilbrücke, die den Ziegelgraben mit Hauptfeldern von 198 m und 126 m Länge bei einer Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt von 42 m überspannen wird. "Die Brücke mit ihrem 126 m hohen Pylon bildet den architektonischen Höhepunkt der Baumaßnahme, der als das neue "Tor nach Rügen" zu einem weiteren Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund werden könnte" so Stolpe.

Wegen der überregionalen Bedeutung des insgesamt 54 km langen, rund 350 Mio. Euro teuren Rügenzubringers (B96n) als Seehafen-Hinterlandanbindung und um die Verkehrswirksamkeit möglichst zeitnah zur A 20, die zum Transeuropäischen Netz zählt, zu erreichen, wird die Gesamtmaßnahme von der Europäischen Union mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 170 Mio. Euro gefördert. Der Bund investiert in dieses wichtige Neubauvorhaben rund 180 Mio. Euro.

"Mecklenburg-Vorpommern ist im bundesweiten Maßstab Urlaubsland Nr. 1. Deshalb ist das Projekt Rügenzubringer nicht nur von herausragender Bedeutung für die verkehrliche Anbindung des Fährhafens Sassnitz, sondern auch für den Tourismus in der Region. Wir sind heute dem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen, die Insel Rügen bis zum Jahr 2007 mit einer leistungsfähigen und verkehrssicheren neuen Bundesstraße an das großräumige Fernstraßennetz anzubinden", so Manfred Stolpe.


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