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Thema: Wirtschaft & Handel


BMW Group: Konzernumsatz liegt im zweiten Quartal bei 19,9 Mrd. Euro

Die BMW Group konnte im zweiten Quartal wie auch im gesamten ersten Halbjahr 2014 Absatz, Umsatz und Konzernergebnis steigern und damit ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortsetzen.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% auf 19.905 (Vj.: 19.552) Mio. Euro. Positiv machte sich dabei der gestiegene Absatz bemerkbar, während Währungsumrechnungseffekte das Umsatzwachstum bremsten. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) stieg aufgrund des verbesserten Modell- und Regionalmix um 26,0% auf 2.603 (Vj.: 2.066) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte um 30,9% auf den neuen Höchstwert von 2.660 (Vj.: 2.032) Mio. Euro zu. Die Konzernumsatzrendite vor Steuern beträgt damit 13,4 (Vj.: 10,4)%. Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 27,2% auf 1.771 (Vj.: 1.392) Mio. Euro.

Die weltweiten Auslieferungen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce stiegen im zweiten Quartal um 5,3% auf die im Zeitraum April bis Juni neue Bestmarke von 533.187 (Vj.: 506.321) Fahrzeugen.

Im ersten Halbjahr konnte der Konzernumsatz um 2,8% auf 38.140 (Vj.: 37.098) Mio. Euro gesteigert werden. Auch hier machten sich die Währungseffekte dämpfend bemerkbar. Das EBIT legte um 14,4% auf 4.693 (Vj.: 4.104) Mio. Euro und das Konzernergebnis vor Steuern um 19,6% auf 4.826 (Vj.: 4.035) Mio. Euro zu. Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 19,6% auf 3.233 (Vj.: 2.704) Mio. Euro. Der Absatz der BMW Group übertraf in den ersten sechs Monaten mit einem Zuwachs von 6,9% auf 1.020.211 (Vj.: 954.521) Fahrzeuge erstmals die Marke von einer Million Fahrzeugen in einem ersten Halbjahr. Damit hat die BMW Group ihre Position als weltweit führender Hersteller von Premiumfahrzeugen behauptet.

"Die BMW Group hat im zweiten Quartal wie auch im ersten Halbjahr Absatz, Umsatz und Konzernergebnis gesteigert und damit ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Norbert Reithofer, am Dienstag in München.

Segment Automobile: EBIT im zweiten Quartal bei 2,16 Mrd. Euro

Die weltweit hohe Nachfrage nach Fahrzeugen der BMW Group wirkte sich im Berichtszeitraum im Segment Automobile positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal um 1,7% auf 18.504 (Vj.: 18.201) Mio. Euro, wobei die bereits genannten Währungseffekte das Wachstum bremsten. Das EBIT zog auch angesichts des verbesserten Modellmix um 23,1% auf 2.161 (Vj.: 1.755) Mio. Euro an. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 11,7 (Vj.: 9,6)%. Das Segmentergebnis vor Steuern erhöhte sich um 36,5% auf 2.250 (Vj.: 1.648) Mio. Euro.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Segmentum 2,8% auf 35.063 (Vj.: 34.108) Mio. Euro. Das EBIT legte um 12,2% auf 3.741 (Vj.: 3.335) Mio. Euro und das Segmentergebnis vor Steuern um 23,0% auf 3.893 (Vj.: 3.164) Mio. Euro zu. Die EBIT-Marge beläuft sich damit auf 10,7 (Vj.: 9,8)% und die Umsatzrendite vor Steuern auf 11,1 (9,3)%.

Die Marke BMW konnte im Berichtszeitraum neue Höchstwerte beim Absatz erzielen. Die Verkäufe stiegen im zweiten Quartal um 8,3% auf 458.088 (Vj.: 422.844) Automobile. Im ersten Halbjahr wurden weltweit 886.347 (Vj.: 804.248) Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, was einem Anstieg um 10,2% entspricht. Die Modellreihen BMW 3er, 5er und 6er sowie der X5 waren in ihren jeweiligen Segmenten weltweit Marktführer.

Der Absatz der BMW 3er Reihe lag im ersten Halbjahr mit 236.289 (Vj.: 237.700/-0,6%) Fahrzeugauslieferungen auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Derivate Coupé und Cabrio inzwischen in der BMW 4er Baureihe positioniert wurden. Die Auslieferungen der BMW 4er Reihe summierten sich auf insgesamt 47.031 Einheiten. Der Absatz der BMW 5er Reihe erhöhte sich per Juni um 7,6% auf 193.560 (Vj.: 179.833) Fahrzeuge. Die Verkaufszahlen der BMW 6er und BMW 7er Reihe lagen mit 13.734 (Vj.: 14.012/-2,0%) bzw. 26.378 (Vj.: 27.100/-2,7%) Automobilen leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Sehr beliebt bei den Kunden sind auch weiterhin die BMW X-Modelle. Die Verkaufszahlen des BMW X1 stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres um 0,4% auf 79.344 (Vj.: 79.061) Einheiten. Die Auslieferungen des BMW X3 erhöhten sich um 6,2% auf insgesamt 82.830 (Vj.: 77.959) Fahrzeuge. Auf Erfolgskurs ist auch weiterhin der BMW X5, der mit einem Plus von 29,7% auf 68.283 (Vj.: 52.651) Automobile deutlich zulegen konnte.

Von dem innovativen Elektrofahrzeug BMW i3 wurden im ersten Halbjahr insgesamt 5.396 Einheiten verkauft. Der BMW i3 ist seit dem zweiten Quartal auch in den USA und Japan auf dem Markt, China wird im Oktober folgen. Die Absatzzahlen werden in den kommenden Monaten mit der zunehmenden Marktverfügbarkeit weiter zulegen.

Der Absatz der Marke MINI lag im zweiten Quartal bzw. ersten Halbjahr angesichts des Modellwechsels beim Kernmodell MINI Hatch mit insgesamt 74.028 (Vj.: 82.644/-10,4%) bzw. 131.896 (Vj.: 148.798/-11,4%) Auslieferungen wie erwartet unter dem Wert des Vorjahres. Die aktuellen Auslieferungen des MINI Hatch, der seit März in den Ausstellungsräumen steht, spiegeln bereits die positiven Reaktionen der Kunden auf die dritte Generation der Automobilikone wider. So wurden im Juni 12.862 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, was einem Anstieg von 3,2% entspricht (Vj.: 12.460).

Im absoluten Luxussegmentkonnte Rolls-Royce Motor Cars den weltweiten Absatz im zweiten Quartal um 28,6% auf 1.071 (Vj.: 833) bzw. im ersten Halbjahr um 33,4% auf 1.968 (Vj.: 1.475) Automobile steigern. Weiterhin stark nachgefragt ist der Rolls-Royce Wraith. Äußert positiv ist auch die Kundenresonanz auf den Ghost Series II, der ab Herbst an Kunden ausgeliefert wird.

Im Rahmen ihrer Strategie einer ausgewogenen weltweiten Absatzverteilung verzeichnete die BMW Group im ersten Halbjahr in allen großen Vertriebsregionen Zuwächse beim Absatz.

In Europa stiegen die Auslieferungenin der ersten Hälfte des Jahres um 2,2% auf insgesamt 446.188 (Vj.: 436.709) Fahrzeuge. In Deutschland lag der Absatz mit 134.308 (133.454) Einheiten um 0,6% über dem Niveau des Vorjahres. In Großbritannien stiegen die Auslieferungen um 1,8% auf 96.180 (Vj.: 94.434) Fahrzeuge.

In Asien lieferte die BMW Group seit Jahresbeginn insgesamt 322.943 (Vj.: 272.943) Fahrzeuge an Kunden aus, ein Plus von 18,3%. Einige Märkte in der Region zeigten dabei zweistellige Wachstumsraten. Auf dem chinesischen Festland stieg der Absatz im ersten Halbjahr um 23,1% auf 225.490 (Vj.: 183.208) Einheiten.

In Amerika konnte die BMW Group in den ersten sechs Monaten des Jahres ebenfalls einen Absatzzuwachs verzeichnen. Insgesamt stieg dort die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 3,5% auf 221.280 (Vj.: 213.867) Automobile. In den Vereinigten Staaten legten die Fahrzeugauslieferungen um 5,1% zu und summierten sich damit auf 182.008 (Vj.: 173.156) Einheiten.

Segment Motorrad mit bestem Halbjahr in Unternehmensgeschichte

Der Umsatz im Segment Motorräder stieg im zweiten Quartal um 11,2% auf 528 (Vj.: 475) Mio. Euro. Das EBIT legte deutlich um 19,6% auf 55 (Vj.: 46) Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern um 20,0% auf 54 (Vj.: 45) Mio. Euro zu. Die Auslieferungen stiegen um 5,1% auf die neue Bestmarke von 42.259 (Vj.: 40.209) Einheiten.

Im ersten Halbjahr stieg der Segmentumsatz um 9,8% auf 1.000 (Vj.: 911) Mio. Euro. Das EBIT legte um 22,7% auf 119 (Vj.: 97) Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern um 23,2% auf 117 (Vj.: 95) Mio. Euro zu. Der Absatz erhöhte sich um 9,3% auf 70.978 (Vj.: 64.941) Einheiten. BMW Motorrad verzeichnete damit das beste Halbjahr in seiner über 90-jährigen Geschichte.

Segment Finanzdienstleistungen weiter auf Kurs

Auch das Segment Finanzdienstleistungen setzte seine positive Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2014 fort. Der Segmentumsatz legte um 1,9% auf 5.155 (Vj.: 5.058) Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 458 (Vj.: 467/-1,9%) Mio. Euro.

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 1,6% auf 10.045 (Vj.: 9.888) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 918 (Vj.: 916/+0,2%) Mio. Euro.

In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 728.914 (Vj.: 728.618) Neuverträge im Finanzierungs- und Leasinggeschäft abgeschlossen. Der Bestand an betreuten Leasing- und Finanzierungsverträgen mit Händlern und Endkunden erhöhte sich zum 30. Juni um 5,8% auf insgesamt 4.218.318 (Vj.: 3.986.306) Verträge.

Zahl der Mitarbeiter gestiegen

Die Zahl der Mitarbeiter ist zum 30. Juni 2014 im Konzern um 5,3% gestiegen. Insgesamt waren weltweit 112.500 (Vj.: 106.870) Mitarbeiter bei der BMW Group beschäftigt. Der Anstieg ist auf den zunehmenden Bedarf des Unternehmens an Ingenieuren und Fachkräften zurückzuführen, um die zunehmende Fahrzeugnachfrage bedienen und Innovationen und Zukunftstechnologien vorantreiben zu können.

BMW Group bestätigt Absatz- und Ergebnisausblick für Gesamtjahr

Nach der erfreulichen Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr bestätigt die BMW Group ihre Absatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2014. "Wir liegen auf Kurs, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen", sagte Reithofer. In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld sollen die Auslieferungen (2013: 1.963.798 Fahrzeuge) und das Konzernergebnis vor Steuern (2013: 7.913 Mio. Euro) deutlich steigen.

"Nach dem Rekordabsatz im ersten Halbjahr steuern wir im laufenden Jahr einen deutlichen Zuwachs bei den Auslieferungen und damit einen neuen Höchstwert von über zwei Millionen Fahrzeugen an", bekräftigte Reithofer.

Der angestrebte deutliche Zuwachs beim Fahrzeugabsatz dürfte sich auch positiv im Konzernergebnis vor Steuern widerspiegeln: "Beim Konzernergebnis vor Steuern streben wir einen Wert an, der deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegt", erklärte Reithofer weiter.

Im zweiten Halbjahr werden jedoch weiterhin hohe Aufwendungen für Zukunftstechnologien die Ergebnisdynamik beeinflussen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei unter anderem die Entwicklung neuer Technologien zur weiteren Reduzierung von CO2-Emissionen angesichts steigender regulatorischer Anforderungen. Darüber hinaus existieren Risiken für die globale Konjunktur.

Im Segment Automobile wird 2014 unverändert eine EBIT-Marge im Zielkorridor von 8 bis 10% angestrebt (2013: 9,4%). Die Bandbreite kann dabei in Abhängigkeit von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen möglicherweise auch über- oder unterschritten werden. Angesichts dämpfender Währungseinflüsse geht das Unternehmen im Automobilgeschäft zudem davon aus, dass die Umsatzerlöse im Prognosezeitraum solide zulegen werden (2013: 70.629 Mio. Euro).

Rückenwind dürfte von den 16 neuen Modellen bzw. Modellüberarbeitungen kommen, die die BMW Group allein im laufenden Jahr auf den Markt bringt: So gingen beispielsweise das 4er Gran Coupé und der Plug-in-Hybrid Sportwagen BMW i8 im Juni an den Start. Bereits seit Juli sind der neue BMW X4 und die Modellüberarbeitung des X3 verfügbar. Der 2er Active Tourer wird wie das BMW M4 Cabrio ab September an Kunden ausgeliefert werden.

Auch im Segment Motorräder wird im laufenden Jahr mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung gerechnet. Die Auslieferungen sollen dabei ungeachtet der schwierigen Bedingungen auf den internationalen Motorradmärkten leicht über dem Vorjahr liegen (2013: 115.215 Motorräder).

Das Segment Finanzdienstleistungen dürfte 2014 auf Wachstumskurs bleiben. Aufgrund der damit verbundenen Investitionen im Finanzdienstleistungsgeschäft wird sich die Eigenkapitalrendite (Return o­n Equity) voraussichtlich leicht rückläufig entwickeln (2013: 20,2%), aber unverändert den Mindestanspruch des Unternehmens von 18% erreichen.

Die Prognosen der BMW Group für das laufende Geschäftsjahr 2014 setzen voraus, dass die politischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weitgehend stabil bleiben.


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