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Thema: Motorsport


ALMS 2012, 7. Lauf in Elkhart Lake (USA): Rennen

Nach 4 spannenden Stunden auf der anspruchsvollen Traditionsrennstrecke Road America waren es nur 2,63 Sekunden, die den Porsche-Werksfahrern Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) zum 2. Saisonsieg in der American Le Mans Series fehlten. Mit dem von Flying Lizard Motorsports eingesetzten Porsche 911 GT3 RSR belegten sie in Elkhart Lake im US-Bundesstaat Wisconsin, wie schon zuletzt in Mid-Ohio, den 2. Platz in der erneut hart umkämpften GT-Klasse. Ihr bestes Saisonergebnis holten dagegen Sascha Maassen (Aachen) und Bryce Miller (USA), die mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Paul Miller Racing auf dem fünften Platz ins Ziel kamen.

Auf der 6,514 Kilometer langen Road America, die als die Wiege der amerikanischen Sportwagenrennen gilt, hatte Jörg Bergmeister den besten Start und setzte sich an die Spitze des starken GT-Feldes. Nach 55 Minuten übergab er den Porsche 911 GT3 RSR mit der Startnummer 45 an seinen Teamkollegen Patrick Long, mit dem er dieses Rennen schon 3 Mal gewonnen hat. Der Amerikaner lag auf dem 3. Platz, als er nach 2:07 Stunden zum 2. Mal die Flying-Lizard-Box ansteuerte – und ging nach einem perfekten Stopp als Spitzenreiter zurück auf die Strecke. Diese Position verteidigte er gegen alle Angriffe seiner Konkurrenten mit einer starken Leistung bis zum letzten Boxenstopp 45 Minuten vor Rennende, bei dem wieder Jörg Bergmeister den silber-roten Elfer übernahm. Obwohl auch er von seiner Crew in rekordverdächtiger Zeit abgefertigt wurde, fiel er, da einige seiner Konkurrenten während dieser letzten Safety-Car-Phase nicht an die Box kamen, auf den 6. Platz zurück. Von dieser Position startete er eine sehenswerte Aufholjagd und kämpfte sich in der letzten halben Stunde des spannenden Rennens noch bis auf den 2. Platz nach vorne.

"Es ist einfach nur schade, dass in diesem Rennen nicht das beste Auto und die beste Strategie über den Sieg entschieden haben, sondern der Zeitpunkt der Safety-Car-Phasen", sagte Jörg Bergmeister. "Unser Flying-Lizard-Porsche war großartig heute, und wir waren der Meinung, dass unsere Strategie zum Sieg führen würde, doch das Glück war leider nicht auf unserer Seite. Trotzdem ist auch der 2. Platz in dieser starken Klasse ein gutes Ergebnis. In den letzten vier Rennen hatten wir einen Sieg, zwei 2. Plätze und einen weiteren Sieg, der uns wieder aberkannt wurde – das gibt uns Hoffnung für den Rest der Saison." Patrick Long sagte: "Wir können mit diesem 2. Platz zufrieden sein, auch wenn uns die Safety-Car-Phasen einen Strich durch die Rechnung machten. Ich konnte meinen gesamten Stint im Qualifying-Tempo fahren, unser Porsche war schnell und hatte eine gute Balance. Jetzt freuen wir uns auf das Rennen in Baltimore."

Sehr zufrieden waren Sascha Maassen und Bryce Miller, die mit dem von Paul Miller Racing eingesetzten Porsche 911 GT3 RSR als Fünfte so weit vorne ins Ziel kamen wie noch nie in dieser Saison. "In den letzten zwei Stints ging unser Auto richtig gut und wir konnten einige Plätze aufholen", sagte Sascha Maassen. "Ich habe dieses Rennen sehr genossen. Ich habe mit den BMW gekämpft und mit den Ferrari – das zeigt, dass unsere Performance immer besser wird. Im Rennen sieht es jetzt ganz gut aus, nur im Qualifying müssen wir uns noch verbessern. Ich hoffe, dass uns das schon in Baltimore gelingen wird."

Von seiner ersten Pole-Position in der American Le Mans Series kam Porsche-Werksfahrer Marco Holzer (Lochau) am Start nicht optimal weg. Mit dem zweiten Flying-Lizard-Porsche fiel er zunächst auf den 3. Platz zurück, verlor dann aber durch Probleme beim 1. Boxenstopp weitere Positionen und ging als Sechster zurück auf die Strecke. In seinem 2. Rennen auf der anspruchsvollen Road America kämpfte er sich wieder auf Schlagdistanz zur Spitze und übergab die Startnummer 44 als Vierter an Seth Neiman. Dieser 2. Stopp klappte perfekt. Der amerikanische Teameigner war plötzlich Zweiter, konnte diese Position gegen die starke Konkurrenz aber nicht verteidigen. Marco Holzer brachte den Porsche 911 GT3 RSR schließlich auf dem 8. Platz ins Ziel.

Ohne Punkte mussten Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) und sein amerikanischer Teamkollege Bryan Sellers die Heimreise antreten. Mit dem Porsche 911 GT3 RSR des Teams Falken Tire lag über weite Strecken ein Podiumsplatz in Reichweite, doch in der letzten Rennstunde kam Bryan Sellers in der schnellen Kink-Kurve wegen eines Reifendefekts von der Strecke ab und konnte das Rennen nicht zu Ende fahren. "Mit unseren Rundenzeiten waren wir nicht allzu weit von unseren Konkurrenten weg", sagte Wolf Henzler. "Doch das Rennen war nicht einfach. Wir mussten etwas Tempo rausnehmen, um unsere Reifen zu schonen. Dass wir trotzdem immer wieder den Anschluss schafften, haben wir unserer Boxencrew zu verdanken, die einen tollen Job gemacht hat."

Den Sieg in der Klasse GTC sicherte sich, wie schon beim letzten Rennen in Mid-Ohio, der 2-fache Porsche-Supercup-Meister Jeroen Bleekemolen (Niederlande) im Porsche 911 GT3 Cup. Sein Teamkollege war der Amerikaner Cooper McNeil.

Der 8. Lauf der American Le Mans Series wird am 01. September auf dem Stadtkurs in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland ausgetragen.

Ergebnis

Klasse GT

  • 1. Auberlen/J. Müller (USA/D), BMW E92 M3, 97 Runden
  • 2. Bergmeister/Long (D/USA), Porsche 911 GT3 RSR, 97
  • 3. Sharp/van Overbeek (USA/USA), Ferrari F458 Italia, 97
  • 4. Gavin/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette, 97
  • 5. Maassen/Miller (D/USA), Porsche 911 GT3 RSR, 97
  • 6. Magnussen/Garcia (DK/E), Chevrolet Corvette, 97
  • 8. Holzer/Neiman (D/USA), Porsche 911 GT3 RSR, 96
  • 12. Henzler/Sellers (D/USA), Porsche 911 GT3 RSR, 75

Klasse GTC

  • 1. Bleekemolen/McNeil (NL/USA), Porsche 911 GT3 Cup, 93 Runden
  • 2. Ragginger/Cumming (A/CAN) (USA/USA), Porsche 911 GT3 Cup, 93
  • 3. LeSaffre/Faulkner (USA/IRL), Porsche 911 GT3 Cup, 93

Punktestände Klasse GT

Fahrer

  • 1. Oliver Gavin, Tommy Milner, Chevrolet, 105 Punkte
  • 2. Jan Magnussen, Antonio Garcia, Chevrolet, 88
  • 3. Dirk Müller, BMW, 84
  • 4. Joey Hand, BMW, 81
  • 5. Scott Sharp, Johannes van Overbeek, Ferrari, 80
  • 6. Bill Auberlen/Jörg Müller, BMW, 75
  • 7. Jörg Bergmeister, Patrick Long, Porsche, 73
  • 8. Wolf Henzler, Bryan Sellers, Porsche, 45
  • 9. Sascha Maassen, Bryce Miller, Porsche, 43
  • 10. Seth Neiman, Porsche, 35

Hersteller

  • 1. Chevrolet, 126 Punkte
  • 2. BMW, 116
  • 3. Porsche, 103
  • 4. Ferrari, 100

Teams

  • 1. Corvette Racing, Chevrolet, 126 Punkte
  • 2. BMW Team RLL, BMW, 111
  • 3. Flying Lizard Motorsports, Porsche, 84
  • 4. Extreme Speed Motorsports, Ferrari, 82
  • 5. Team Falken Tire, Porsche, 45
  • 6. Paul Miller Racing, Porsche, 43

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