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Thema: Info & News


Ford: Elektromobilitäts-Projekt "colognE-mobil" gestartet

Mit der symbolischen "Betankung" eines batterieelektrischen Ford Transit an einer Ladestation haben heute NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, Dr. Veit Steinle, Abteilungsleiter für Umwelt und Infrastruktur im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln, Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, Volker Staufert, Vorstand Technik und Netze der RheinEnergie AG, sowie Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Universität Duisburg-Essen, die Praxisphase des Elektromobilitäts-Projekts "colognE-mobil" offiziell gestartet. Mit dem breit angelegten Feldversuch, der vom Bundesverkehrsministerium mit rund 7,5 Millionen Euro gefördert wird, soll die Elektromobilität unter Alltagsbedingungen im Kölner Stadtgebiet getestet werden. Im Mittelpunkt steht zunächst die Erprobung von 10 batterieelektrischen Ford Transit BEV-Nutzfahrzeugen (BEV = Battery Electric Vehicle), die als Liefer- und Verteilerfahrzeuge eingesetzt werden, sowie der Aufbau der erforderlichen Infrastruktur. In einer 2. Projektphase ab Anfang 2011 werden weitere 15 batterieelektrische Ford-Fahrzeuge hinzukommen.

Zum Hintergrund des Projekts "colognE-mobil"

"colognE-mobil" ist Teil der "Modellregion Rhein-Ruhr", die vom Bundesverkehrsministerium den Zuschlag als "Modellregion Elektromobilität" erhalten hat. Das Bundesverkehrsministerium fördert im Rahmen des Konjunkturpakets II insgesamt 8 Regionen in Deutschland. Das Förderprogramm ist ein breit angelegter Praxistest für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur. Hierfür stellt das Ministerium insgesamt 115 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bundesregierung verfolgt mit dem "Nationalen Entwicklungsplan für Elektromobilität" das Ziel, dass bis 2020 1 Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Strassen fahren. Die NRW-Landesregierung hat außerdem den "Masterplan Elektromobilität Nordrhein- Westfalen" erstellt. Sie will das Bundesland zur ersten großräumigen Elektromobilitäts-Modellregion Europas machen – bis zum Jahr 2020 sollen rund 250.000 Elektrofahrzeuge auf NRW-Straßen fahren.

Der "colognE-mobil"-Feldversuch unterscheidet sich von vielen anderen Elektromobilitäts- Projekten vor allem dadurch, dass in der Domstadt der Schwerpunkt im Bereich der "city-Logistik" liegt. Daher werden hauptsächlich batterieelektrische Ford Transit eingesetzt, also Nutzfahrzeuge. Insgesamt geht es um Aspekte wie zum Beispiel die Dauerhaltbarkeit der Batterien, Lade- und Entladezyklen bei der täglichen Fahrzeugnutzung, die Akzeptanz der Elektroautos und der Ladestationen bei den Fahrern und in der Bevölkerung.

Das "colognE-mobil"-Projektkonsortium - Aufgabenverteilung

Das "colognE-mobil"-Konsortium besteht aus den Projektpartnern Ford-Werke GmbH, RheinEnergie AG, Stadt Köln sowie Universität Duisburg-Essen. Ford wird zunächst 10 Ford Transit BEV (7 Kastenwagen, 1 Pritschenwagen sowie 2 Personentransporter) ausgewählten Unternehmen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus ist Ford für die Betreuung dieser Null-Emissions-Nutzfahrzeuge sowie für die Auswertung der Kundenerfahrungen zuständig. Die Ford Transit BEV-Kastenwagen werden vor allem in der Kölner Innenstadt als Liefer- und Verteilerfahrzeuge zum Einsatz kommen (City-Logistik), der Pritschenwagen als Einsatzfahrzeug der städtischen Abfallwirtschaftsbetriebe und die Personentransporter für innerstädtische Shuttledienste.

Die RheinEnergie AG liefert die CO2-neutrale Antriebsenergie für die Fahrzeuge aus regenerativen Quellen und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema "Strom als Treibstoff" sowie allen damit verbundenen Infrastruktur- und Kundenproduktentwicklungen. Sie hat in der Kölner Innenstadt die erste öffentliche Stromtankstelle eröffnet und erprobt im praktischen Einsatz die Ladetechnik. Außerdem beschäftigt sie sich mit Produktenwicklungen rund um das Thema Ladeenergie.

Die Stadt Köln beteiligt sich an dem Modellversuch unter dem Aspekt der innerstädtischen Integration von Elektromobilität. Dabei stehen die Auswirkungen auf Klima- und Lärmschutzziele der Stadt ebenso im Blickpunkt wie Sicherheitsaspekte der nahezu geräuschlosen Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr.

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) übernimmt die wissenschaftliche Begleitung des Projekts. Duisburger Wissenschaftler erstellen Simulationen für die Dimensionierung von Batterien und weiterer Komponenten, die erlauben, die Kölner Testergebnisse auf die gesamte Region Rhein-Ruhr zu übertragen. In den Simulationen können virtuell 20.000 Elektrofahrzeuge in ganz NRW fahren und Hinweise auf Infrastruktur-Planungen geben. Flankiert werden die Arbeiten der Duisburger Forscher durch breit angelegte Akzeptanztests und Marktforschungsuntersuchungen. Außerdem liefern die Arbeiten der UDE Aussagen zu den Anforderungen an die künftige Strominfrastruktur für Elektromobilität.

Der Ford Transit BEV

Die 10 batterieelektrischen Ford Transit BEV-Nutzfahrzeuge werden von der britischen Firma Smith Electric Vehicles (SEV) mit Sitz in Washington/Newcastle, einem Unternehmen der britischen Tanfield-Group, in Kooperation mit Ford auf Elektroantrieb umgerüstet. Smith vermarktet diese Elektrofahrzeuge unter der Modellbezeichnung "Smith Edison" seit 2007 vor allem auf dem britischen Markt an Gewerbekunden. Ford und SEV kooperieren seit 2007 bei der Entwicklung von batterieelektrischen Nutzfahrzeugen.

Der Ford Transit BEV nutzt mit seinem 40 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie-Pack modernste Akku-Technologie. Dieser Speicher speist einen 90 kW-Induktionsmotor, der sein Drehmoment via Einganggetriebe direkt auf die Hinterachse überträgt. Mit einer Reichweite von maximal 160 Kilometer pro Batterieladung und einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ist das Elektrofahrzeug prädestiniert für den innerstädtischen Liefer- und Verteilerverkehr. Zum Aufladen der Batterien kann der Stromer prinzipiell an jede 230-Volt- Standard-Steckdose angeschlossen werden. Ein kompletter Ladevorgang dauert je nach Anschlussleistung der Ladestation zwischen 6 und 8 Stunden.


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