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Thema: Motorsport


Ford über den Gewinn der Marken-WM 2007 und die Rallye-Tradition

Mit dem erneuten Gewinn der Markenwertung in der Rallye-Weltmeisterschaft hat das Team BP Ford einen weiteren Meilenstein in seiner fast 35-jährigen Historie in der Königsklasse dieses Sports gesetzt. Bereits vor dem letzten von 16 Saisonläufen verteidigt das Werksteam mit dem Ford Focus RS WRC 07 einen Vorsprung von 21 Punkten vor seinem engsten Rivalen und liegt damit in diesem hart umkämpften Championat uneinholbar vorn. Ford konnte mit diesem Erfolg den Titelgewinn aus dem Vorjahr wiederholen.

Die von zahlreichen Erfolgen gekrönte Geschichte von Ford in den Topligen des Rallye-Sports reicht zurück bis in Zeiten, als von einer Weltmeisterschaft noch gar keine Rede war. Bereits 1901 zum Beispiel gelang es dem Firmengründer Henry Ford höchstpersönlich, den damals sehr bekannten Fahrer Alexander Winton auf dem unbefestigten Ein-Meilen-Oval von Grosse Pointe bei Detroit zu besiegen – übrigens das erste und letzte Rennen, das der Automobil-Pionier jemals selbst bestreiten sollte …

Schon bald expandierte das aufstrebende Unternehmen auch nach Europa und nahm dort an der wichtigsten Rennveranstaltung der Vorkriegszeit teil: der Rallye Monte Carlo. Auch dies mit Erfolg: 1936 gewannen Zamfirescu / Christea den Klassiker erstmals für Ford, 1938 ließen Bakker Shut / Ton den 2. Sieg in der Gesamtwertung folgen. Der Grundstein für die bis heute währende Tradition der Marke im Rallye-Sport war gelegt.

Unzählige Modelle und Modellvarianten von Ford haben seither die Wertungsprüfungen dieser besonders anspruchsvollen Motorsport-Kategorie unter die Räder genommen, angefangen vom Ford Anglia (1949 Gewinner der niederländischen "Tulpen"-Rallye) über den Ford Zephyr aus den 50ern (1. Plätze bei der Rallye Monte Carlo 1953 und RAC 1959) bis hin zum Ford Cortina GT und Lotus Cortina, dem 1. Seriensieger aus der 1963 im englischen Boreham neu gegründeten Wettbewerbsabteilung.

1968 schließlich brach eine wahre Glanzzeit von Ford in der Rallye-Geschichte an – die Ära des legendären Ford Escort begann, die sich bis in die 90er Jahre erstrecken sollte. War es anfänglich ein Escort TC mit 2 Nockenwellen und gut 150 PS, mit denen die Fahrer in verwegenen Driftwinkeln durch die Wälder sausten, so folgten schon bald immer kraftvollere Versionen mit Heckantrieb bis hin zum rund 250 PS starken Escort BDA. 1979 steuerte der Schwede Björn Waldegaard seinen Escort RS 1800 zum einzigen Markentitel dieser Baureihe in der 1973 gegründeten Rallye-Weltmeisterschaft und sicherte sich zugleich auch die Fahrer-Krone – ein Erfolg, den ihm 2 Jahre später der Finne Ari Vatanen nachmachen sollte. Bis heute sind zahlreiche dieser nahezu unverwüstlichen Rallye-Boliden, die insgesamt 21 WMLäufe für sich entscheiden konnten, aus dieser Epoche im Wettbewerb unterwegs.

Nur kurz währte der Auftritt des faszinierenden Ford RS200, dessen Turbo- Mittelmotor- und Allradantrieb noch dem sogenannten Gruppe B-Reglement entsprach. Dieses wurde jedoch mit Beginn der Saison 1987 von der deutlich seriennäheren Gruppe A abgelöst, in der Ford mit dem erst heck-, dann allradgetriebenen Sierra RS Cosworth erneut zahlreiche Siege auf WM-Ebene einfuhr. Die letzten beiden Kapitel in der Rallye-Geschichte des Escort schrieben schlussendlich der Escort RS Cosworth (8 WM-Laufsiege von 1993 bis 1996) und das ab 1997 eingesetzte Escort World Rally Car, das 2 WM-Rallyes gewann.

Eine völlig neue Epoche des Unternehmens in der Rallye-Weltmeisterschaft läutete 1999 der Ford Focus WRC ein, der gleich in seinem Debütjahr die beiden besonders harten WM-Läufe in Kenia (Safari) und Portugal gewann. Es war der Beginn einer ganz besonderen Erfolgsstory, denn bis heute (Stand: Rallye Japan 2007) sind 29 weitere Siege hinzugekommen – und, besonders wichtig, auch 2 Titel als Marken-Weltmeister der Jahre 2006 und 2007.

Stimmen zum Gewinn der Rallye-Markenweltmeisterschaft 2007:

John Fleming, President und CEO Ford Europa:

"Wir alle freuen uns sehr über diesen wunderbaren Erfolg. Ich war in dieser Saison bei mehreren Rallyes vor Ort und konnte mich persönlich davon überzeugen, wie viel Engagement und Konzentration vonnöten sind, um so erfolgreich zu sein. Es erfordert Höchstleistungen in so vielen Bereichen, um den Markentitel in der Rallye-Weltmeisterschaft zu gewinnen: technisches Knowhow, Disziplin und eine nahtlos funktionierende Kommunikation zum Beispiel, um nur einige wenige zu nennen. Ich bin sehr stolz, dass wir mit perfekter Zusammenarbeit diesen zweiten WM-Titel in Folge erringen konnten. Dafür möchte ich mich bei unseren Fahrern und Beifahrern, aber auch bei allen Mitgliedern des Teams für ihren außergewöhnlichen Einsatz und die großen Anstrengungen während der ganzen Saison bedanken."

Ian Slater, Vice President Public Affairs:

"Ford blickt auf eine glorreiche Motorsport-Tradition zurück – auf höchstem WM-Niveau wie auch im Breitensport. Ich habe die aufrichtige Freude über unsere Erfolge in der Rallye-Weltmeisterschaft in den Gesichtern derer gesehen, die uns weltweit unterstützen: unsere Kunden und unsere Mitarbeiter. Auch sie fahren Fahrzeuge unserer Marke – sei es tagtäglich auf dem Weg zur Arbeit oder sogar unter Wettbewerbsbedingungen. Dieser Triumph wird sie daher genauso glücklich stimmen wie jeden im Team BP Ford."

Jost Capito, Direktor des Ford TeamRS:

"Nach dem Gewinn der Marken- Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr war uns klar, dass wir 2007 unsere Anstrengungen würden verdoppeln müssen, um den Titel erfolgreich zu verteidigen – der amtierende Champion steht immer unter besonderem Druck. Es ist auch kein Geheimnis, dass es bedeutend schwieriger ist, einen Titel zu verteidigen, als ihn zu gewinnen. Jetzt ist uns genau dies gelungen – als Ergebnis harter Arbeit vieler verschiedener Menschen. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich auf das Erreichte und das damit verbundene Selbstvertrauen des Teams zurückblicke – wie sehr wir an unser Potenzial und unsere Fähigkeiten glauben, dies hat dieser WM-Erfolg anschaulich unter Beweis gestellt."

Malcolm Wilson, Direktor des Teams BP Ford:

"Als wir im vergangenen Jahr den Titel in der Marken-Weltmeisterschaft gewinnen konnten, dachte ich bereits, den Höhepunkt meiner Karriere im Rallye-Sport erreicht zu haben. Jetzt ist uns erfolgreich die Titelverteidigung gelungen – und ich muss sagen, dieses Gefühl ist nochmals erhebender. Nicht nur die Mitarbeiter von M-Sport, sondern auch alle Beteiligten bei Ford, sämtlichen Partnern und Zulieferern haben Grandioses geleistet und ihren Teil zu diesem Erfolg beigetragen. Marcus Grönholm und Mikko Hirvonen gingen mit ihrer beeindruckenden Professionalität als leuchtende Beispiele für das ganze Team voran – sowohl bei den einzelnen WM-Läufen als auch hinter den Kulissen in unserem Workshop Dovenby Hall."

Marcus Grönholm, Fahrer:

"Ich bin einfach nur begeistert. Seit 2 Jahren gehöre ich dem Team BP Ford an, und in jeder Saison haben wir einen WM-Titel errungen. Für meine letzte Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft hätte ich mir kein besseres Fahrzeug als den Ford Focus RS WRC wünschen können. Auf dem Weg zu diesem Erfolg durfte ich einige großartige Momente erleben – allen voran die diesjährige Rallye Neuseeland, die ich mit nur 0,3 Sekunden Vorsprung gewann. Das war bereits fast so gut wie der Gewinn der Weltmeisterschaft und hat uns genau im richtigen Moment neues Selbstvertrauen verliehen."

Mikko Hirvonen, Fahrer:

"Ich habe mit BP Ford eine fantastische Saison erlebt. Dabei geht der Gewinn der Marken-Weltmeisterschaft zu einem gewissen Teil auch auf die perfekte Zusammenarbeit zwischen Marcus Grönholm und mir zurück – nur wenn beide Fahrer konstant Punkte sammeln, kann das Team als Ganzes davon profitieren. Meine Aufgabe in dieser Saison war es, sichere Podiums-Platzierungen und damit Punkte für die Herstellerwertung einzufahren. Ich glaube, dies ist mir ganz gut gelungen. Darüber bin ich sehr zufrieden."


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