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Thema: Wirtschaft & Handel


Frey wird Geschäftsführer für Hyundai Motor Deutschland

Geschäftsführer Karl-Heinz Engels wechselt nach 8 überaus erfolgreichen Jahren bei Hyundai Motor Deutschland zum 01. Dezember 2007 in den Aufsichtsrat des Importeurs. Seine Nachfolge tritt Werner H. Frey an, der zuletzt die Geschicke der Fiat Group Automobiles Germany AG als Vorstandsvorsitzender in Deutschland lenkte und davor als Vice President bei Hyundai Motor Europe tätig war.

Engels stand seit 1999 an der Spitze des Importunternehmens mit Sitz in Neckarsulm. Unter der Ägide des 65 Jahre alten Diplom-Kaufmanns stieg der Absatz der koreanischen Fahrzeuge hier zu Lande von rund 20.000 im Antrittsjahr auf mehr als 53.000 Neuzulassungen im Jahr 2006. Der Hyundai-Marktanteil verdreifachte sich von 0,5 auf aktuell rund 1,5 Prozent. Auch Anzahl und Qualität der Vertragspartner wuchsen erheblich: Von rund 400 Standorten nahm das Hyundai-Händlernetz in den vergangenen 4 Jahren auf über 600 Autohäuser zu.

"Hyundai hat sich mit Karl-Heinz Engels an der Spitze zu einer festen Größe auf dem deutschen Automobilmarkt entwickelt und konnte in den letzten Jahren immer wieder neue Absatzrekorde vorlegen. Wir danken Herrn Engels für sein großes Engagement und freuen uns, dass er der Emil Frey Gruppe weiterhin verbunden bleibt", erklärt Gerhard Schürmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Emil Frey Gruppe, zu der auch Hyundai Motor Deutschland gehört.

Geschätzt wurde der gebürtige Kölner von Mitarbeitern wie Händlern insbesondere für sein stets offenes Ohr und seine ausgeprägte Handelsnähe - Eigenschaften, die auch die Emil Frey Gruppe früh erkannte und Engels Ende der 90er Jahre in den Vorstand der SG Holding berief und ihm zugleich die Geschäftsführung des Importunternehmens Hyundai Motor Deutschland übertrug. "Respekt, gegenseitiges Vertrauen und ein partnerschaftlicher Austausch haben die Beziehung zwischen Importeur und Händlerschaft in den letzten 8 Jahren geprägt", erläutert Peter Schumann, Präsident des Hyundai-Händlerverbandes. So wählten die deutschen Autofachbetriebe den Rheinländer beispielsweise 2006 bei einer Befragung des Branchenblattes marktintern zum besten "Automanager des Jahres 2005/2006" und lobten vor allem "seine seit Jahren händlernahe Politik". Zweimal, 2003 und 2006, wurde Hyundai Motor Deutschland unter Engels zudem als weltbester Hyundai-Importeur ausgezeichnet.

Nun will sich Karl-Heinz Engels stärker seiner Familie und seinen oft vernachlässigten Lieblingsthemen wie klassische Musik oder Sport widmen. "Einer aufstrebenden Marke wie Hyundai zum Erfolg zu verhelfen, war eine tolle Aufgabe. Selbstverständlich werde ich Hyundai weiter treu bleiben - mit etwas weniger Aufwand, aber genauso viel Freude", erklärt Engels, der seine automobile Karriere in den 70er Jahren bei Ford begann und zu Beginn der 80er Jahre zunächst als Marketing-Chef bei Porsche arbeitete, ehe er Vertriebsleiter und 1990 Geschäftführer bei Toyota Deutschland wurde. Unter seiner Führung schaffte Toyota erstmals den Sprung auf über 100.000 verkaufte Einheiten in Deutschland.

Auch sein Nachfolger Werner H. Frey, der die Trendwende bei den in der Krise befindlichen italienischen Marken Fiat, Alfa Romeo und Lancia einleitete, schätzt den erfahrenen 65-Jährigen sehr: "Es wird sicher nicht leicht, die Nachfolge von Karl-Heinz Engels anzutreten und an seine Erfolge nahtlos anzuknüpfen. Dennoch freue ich mich auf die neue Aufgabe, denn ich sehe bei Hyundai Motor Deutschland noch viel Potenzial."

Seinen Wechsel von Fiat zu Hyundai begründet Frey mit der gut funktionierenden Importorganisation und der starken Händlerschaft von Hyundai in Deutschland. "Ich schätze die handelsorientierte Arbeit von Karl-Heinz Engels und seinem Team sehr und möchte die Partnerschaft mit den Hyundai-Händlern, die von einer großen Harmonie geprägt ist, weiter positiv nach vorn bringen", erläutert Frey seine Ziele. "Für mich ist der Kunde wichtig - und unser erster Kunde ist der Händler."

Dabei ist die Marke Hyundai für den gebürtigen Mannheimer keine unbekannte: Von September 2002 bis Mai 2005 arbeitete er als Vice President Sales, Marketing und After Sales bei Hyundai Motor Europe, einem Tochterunternehmen der Hyundai Motor Company. Dort war er unter anderem intensiv in die Produktplanung und Umsetzung des ersten speziell für den europäischen Markt entwickelten Kompaktmodells i30 eingebunden und konnte für die Marke in Europa wichtige Weichen stellen. "Das Fundament der Hyundai Motor Company ist die Qualität ihrer Produkte. Durch hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie die Produktionspräsenz ab 2009 in Europa eröffnen sich auch für Hyundai Motor Deutschland neue Chancen, die es zu nutzen gilt."

Der diplomierte Wirtschaftsingenieur begann seine Karriere in der Automobilbranche 1976 bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim, wo er verschiedene Positionen in Vertrieb und Marketing bekleidete. Internationale Erfahrung sammelte er 1996/97 bei General Motors Europe in Zürich. Dort verantwortete Frey unter anderem das strategische Produktmanagement, ehe er ab Frühjahr 1997 die Position des Direktors Marketing der Adam Opel AG übernahm. 2002 wechselte er zu Hyundai Motor Europe und wurde 2005 zum Vorstandvorsitzenden der Fiat Group in Deutschland berufen.

Karl-Heinz Engels wünschte seinem Nachfolger einen guten Start bei Hyundai Motor Deutschland und gab ihm auch gleich noch sein persönliches Lebensmotto mit auf den Weg: "Et kütt wie et kütt, aber et is immer noch jot jegange."


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