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Thema: Motorsport


Ford-Pilot Marcus Grönholm bei Rallye Deutschland auf Platz 3

Marcus Grönholm und sein Beifahrer Timo Rautiainen belegten bei der Rallye Deutschland, dem neunten von 16 Läufen zur Weltmeisterschaft 2006, mit ihrem Ford Focus RS World Rally Car den 3. Rang. Für die beiden Finnen war es bereits die sechste Podestplatzierung in der laufenden WM-Saison. Ihre Teamkollegen Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen fielen bei der anspruchsvollen Veranstaltung rund um Trier nach einem technischen Defekt auf der letzten Verbindungsetappe noch vom fünften auf den neunten Rang zurück. Bei sieben noch ausstehenden Saisonläufen behauptet das BP Ford World Rally Team nach wie vor den zweiten Rang in der Markenweltmeisterschaft.

"Angesichts der schwierigen Bedingungen bei der diesjährigen Rallye Deutschland bin ich über meinen dritten Platz sehr glücklich", berichtete Grönholm nach der Siegerzeremonie vor der Porta Nigra in Trier. "Ich hätte lieber um den Sieg gekämpft, aber durch den Regen am Freitag wurde ich dieser Chance beraubt."

Während des Service am Freitagmittag sagten die Wettervorhersagen für den Rest des Tages trockene Bedingungen voraus. Grönholm entschied sich daher für Trockenreifen mit einer harten Gummimischung. "Als dann der Regen einsetzte, konnte ich nicht viel mehr machen, als den Ford Focus WRC einfach nur auf der Straße zu halten." Hinzu kam, dass das BP Ford World Rally Team in der Vorbereitung auf die Rallye Deutschland nicht im Nassen testen konnte. Am Abend des ersten Tages wies der Finne als Viertplatzierter einen Rückstand von über einer Minute auf die Spitze auf. Mit einer couragierten Fahrt auf dem berüchtigten Militärgelände in Baumholder und zwei Bestzeiten eroberte Grönholm am Samstag den dritten Rang zurück, den er auf den abschließenden vier Wertungsprüfungen am Sonntag erfolgreich verteidigte. "Im Trockenen funktioniert der Ford Focus WRC einfach fantastisch", so der Weltmeister der Jahre 2000 und 2002, der in der WMGesamtwertung derzeit den zweiten Rang belegt.

Für Mikko Hirvonen endete das Wochenende in Deutschland mit einer großen Enttäuschung: "Auf den letzten Wertungsprüfungen traten Probleme mit der Batterie auf, weil sie nicht mehr von der Lichtmaschine geladen wurde", erklärte der 25- Jährige. "Auf der Verbindungsetappe nach Trier blieb mein Auto schließlich stehen." Der junge Finne konnte das Ziel nicht mehr aus eigener Kraft erreichen, erhielt dafür eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe und fiel im Endklassement vom fünften auf den neunten Platz zurück. "Nach allem, was an diesem Wochenende passiert ist, kann ich es einfach nicht glauben", schüttelte Hirvonen den Kopf. "Im Regen am Freitag habe ich viel Zeit verloren, aber am Samstag lief es ausgesprochen gut. Ich konzentriere mich jetzt ganz auf meine Heim-Rallye am kommenden Wochenende und hoffe, dass ich dort mehr Glück habe." In der WM-Wertung fiel Hirvonen um eine Position auf Rang fünf zurück.

"Ich bin zufrieden, dass wir diese schwierige Rallye mit einem Platz auf dem Podium beenden konnten", fasste BP Ford-Teamdirektor Malcolm Wilson zusammen. "Nach unseren Schwierigkeiten am Freitag haben wir das Maximale aus der Situation herausgeholt. Unsere Darbietungen auf trockenem Asphalt waren fantastisch und sind ein schöner Beweis für unsere harte Arbeit während der Tests unter heißen Bedingungen. Wir benötigen allerdings mehr Erfahrung auf regennassen Strecken, um auch für diese Bedingungen ein optimales Set-up für den Ford Focus WRC zu erarbeiten."

Jost Capito, Direktor des Ford Team RS: "Der Ford Focus wird nicht weit von hier in Saarlouis produziert. Es wäre daher natürlich schön gewesen, den Mitarbeiter mit einem Sieg einen Grund zum Feiern zu geben. Aber unter den schwierigen Umständen müssen wir mit dem Podestplatz zufrieden sein."

Nächster WM-Lauf

Bereits am kommenden Wochenende steht mit der Rallye Finnland (17. bis 20. August) der 10. Saisonlauf auf dem Programm der Rallye-WM.

Ergebnisse Rallye Deutschland, 9. von 16 WM-Läufen

  • 1. Loeb/Elena; Citroën Xsara WRC; 3:28.34,1 Std.
  • 2. Sordo/Marti; Citroën Xsara WRC; 33,8 Sek. zurück
  • 3. Grönholm/Rautiainen; Ford Focus WRC; 2.19,2 Min. zurück
  • 4. Gardemeister/Honkanen; Citroën Xsara WRC; 2.33,8 Min. zurück
  • 5. Stohl/Minor; Peugeot 307 WRC; 4.25,9 Min. zurück
  • 6. Aigner/Wicha; Skoda Fabia WRC; 5.42,6 Min. zurück
  • 7. Kopecky/Schovanek; Skoda Fabia WRC; 5.45,8 Min. zurück
  • 8. Atkinson/Macneall; Subaru Impreza WRC; 7.25,0 Min. zurück
  • 9. Hirvonen/Lehtinen; Ford Focus WRC; 8.25,7 Min. zurück
  • 10. MacHale/Nagle; Ford Focus WRC; 12.56,1 Min. zurück
  • 11. Ekström/Anderson; Skoda Fabia WRC; 17.39,9 Min. zurück
  • 12. Wilson/Orr; Ford Focus WRC; 18.34,9 Min. zurück

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