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Sport WM-Rallye Mexiko 2010: Ford verteidigt Führung in der Team-Wertung

geschrieben am 07.03.2010, 23:49 Uhr
Motorsport
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WM-Rallye Mexiko 2010: Ford verteidigt Führung in der Team-Wertung


Mikko Hirvonen/ Jarmo Lehtinen und Jari-Matti Latvala/ Miikka Anttila haben die Rallye Mexiko, den 2. Lauf zur diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft, auf den Plätzen 4 und 5 beendet. Damit konnte das Werksteam BP Ford Abu Dhabi die Nummer-1-Position in der Markenwertung mit einem Vorsprung von 6 Punkten verteidigen.

Hirvonen – der mit Siegen bei der zur IRC-Serie zählenden Rallye Monte Carlo und dem WM-Auftakt in Schweden überaus erfolgreich in die neue Saison gestartet war – musste am Freitag als Erster auf die mit einer dicken Staubschicht überzogenen Schotterprüfungen starten. Damit übernahm der 29-Jährige für die nachfolgenden Teilnehmer die undankbare Rolle des "Straßenfegers", die ihn viel Zeit kostete. Am Ende der ersten Etappe lag er bereits mit einem Rückstand von 1.31,5 Minuten nur auf Rang 6 und gut 30 Sekunden hinter dem fünftplatzierten Latvala. Im Laufe des Samstags konnten sich die beiden Ford Focus RS WRC-Piloten zwar jeweils um eine Position verbessern, holten aber nicht so viel Zeit auf wie erhofft. Auf der vorletzten von 21 gefahrenen Wertungsprüfungen ließ Latvala am Sonntag seinen Teamkollegen passieren, der damit seinen 100. Start bei einer WM-Rallye als Vierter beendete.

"Das war eine schwierige Veranstaltung für uns", bekannte Hirvonen anschließend. "Nach dem Sieg in Schweden hatte ich ein besseres Resultat erwartet. Aber ich fand hier in Mexiko zu keiner Zeit einen guten Rhythmus und konnte nicht so hart angreifen, wie ich wollte – wenn ich es trotzdem versuchte, dann rutschte ich stets von der idealen Linie und verlor noch mehr Zeit. Wir haben viele verschiedene Dinge ausprobiert, aber keine rechte Antwort gefunden. Kurzum: Da wir nicht in der Lage waren, um Platz 1 zu kämpfen, muss ich mit den eingefahrenen Punkten zufrieden sein – dies ist speziell zu Beginn der Saison sehr wichtig für uns."

Jari-Matti Latvala gewann dem Ergebnis einen positiven Aspekt ab – auch wenn er lieber um einen Platz auf dem imaginären Podest konkurriert hätte: "Nach Schweden habe ich das Ziel erneut ohne jedes Problem erreicht, dies stärkt mein Selbstbewusstsein enorm", so der 24-Jährige. "Ich bin von Prüfung zu Prüfung immer schneller geworden. Zu Beginn der Rallye waren wir noch mit einer zu weichen Fahrwerksabstimmung unterwegs – eine Folge der verregneten Testfahrten vor dieser Veranstaltung. Als wir dies erkannt und geändert haben, war der Zeitverlust bereits zu groß. 500 Meter vor dem Ziel der letzten ,echten‘ Prüfung nahmen wir dann Tempo heraus und tauschten dadurch mit Mikko die Plätze – für mich überhaupt kein Problem, denn dies ist mein Job."

Malcolm Wilson, Direktor des Teams BP Ford Abu Dhabi, erlebte nach eigenen Worten eine der für ihn "schwierigsten Rallyes der vergangenen Zeit": "Wir haben speziell auf der 1. Etappe zu viel Zeit verloren und wissen im Moment noch nicht genau, warum", so der Brite. "Aber wir werden der Ursache auf den Grund gehen, sie beheben und mit geballter Kraft zurückschlagen. Mikko Hirvonen fand aus diesem Grund nicht das notwendige Vertrauen ins Auto, als er als erster in die Wertungsprüfungen starten musste. Jari-Matti Latvala lieferte einen perfekten Job ab und unterstützte seinen Teamkollegen genau so, wie wir dies mit ihm vor dem Beginn der Saison vereinbart hatten."

Gerard Quinn, Motorsport-Chef von Ford Europa, sieht Grund für Optimismus: "Das Team BP Ford Abu Dhabi ist als Tabellenführer in Mexiko angereist und reist als Tabellenführer wieder ab – auch wenn wir ein hartes Wochenende erlebt haben und nicht die Ergebnisse einfahren konnten, die wir uns vorgenommen hatten. Aber ab und zu müssen auch weniger gute Resultate hart erkämpft werden, dies ist uns gelungen. Wichtige WM-Punkte errungen zu haben, obwohl die Rallye für uns nicht gut lief, unterstreicht für mich ganz klar unsere tiefe Entschlossenheit."

Weitere News: Henning Solberg/ Kato Menkerud und Federico Villagra/ Jorge Pérez Companc erreichten mit ihren Ford Focus RS WRC die Plätze 6 und 7, während WM-Neuling Ken Block bei seinem Debüt auf dem rund 300 PS starken Turbo-Allradler von Ford mit starken Prüfungszeiten überraschte, nach einem Ausrutscher aber weit zurückfiel. Als Achtplatzierte gewannen Xavier Pons/ Alex Haro am Steuer ihres Ford Fiesta S2000 die Super-2000-WM-Wertung vor ihren Markenkollegen Martin Prokop/ Jan Tomanek.

Rallye Mexiko, 2. von 13 Läufen zur Rallye-WM 2010:

1.Loeb / ElenaCitroën C4 WRC3:42.41,7 Stunden
2.P. Solberg / MillsCitroën C4 WRC24,2 s. zurück
3.Ogier / IngrassiaCitroën C4 WRC25,3 s. zurück
4.Hirvonen / LehtinenFord Focus RS WRC1.47,5 min. zurück
5.Latvala / AnttilaFord Focus RS WRC2.15,1 min. zurück
6.H. Solberg / MenkerudFord Focus RS WRC2.48,0 min. zurück
7.Villagra / Pérez CompancFord Focus RS WRC10.13,4 min. zurück
8.Pons / HaroFord Fiesta S200018.44,4 min. zurück

WM-Zwischenstand Fahrerwertung nach 2 von 13 WM-Läufen:

 FahrerMarkePunkte
1.Sébastien LoebCitroën43
2.Mikko HirvonenFord37
3.Jari-Matti LatvalaFord25
4.Sebastien OgierCitroën25
5.Petter SolbergCitroën20
6.Henning SolbergFord16
7.Dani SordoCitroën12
8.Matthew WilsonFord6
9.Federico VillagraFord6
10.Mads ÖstbergSubaru4

WM-Zwischenstand Teamwertung nach 2 von 13 WM-Läufen:

 MarkePunkte
1.BP Ford Abu Dhabi67
2.Citroën Total61
3.Citroën Junior32
4.Stobart M-Sport Ford28
5.Munchi’s Ford8







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