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Sport Japanische Super-GT-Meisterschaft 2009, 4. Lauf: 3. Sieg für Nissan

geschrieben am 22.06.2009, 19:02 Uhr
Motorsport
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Japanische Super-GT-Meisterschaft 2009, 4. Lauf: 3. Sieg für Nissan


Nissan Super-GT-Meisterschaft3. Sieg für den Nissan GT-R im 4. Lauf zur japanischen Super-GT-Meisterschaft. Vor gut 30.000 Zuschauern auf dem malaysischen Grand Prix-Kurs von Sepang kamen Ronnie Quintarelli und Hironobu Yasuda im Hasemi-GT-R zu einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg und verwiesen gleich 3 Honda NSX auf die nächsten Plätze. Trotz 62 kg Zusatzgewicht schafften Joao Paulo de Oliveira und Seji Ara im Kondo-GT-R den 5. Platz und bauten ihre Tabellenführung nach 4 von 9 Läufen um einen auf nunmehr 2 Punkte aus. Pech für den auf der Pole-Position stehenden Satoshi Motoyama: Wegen eines Getriebeproblems musste er dem Feld aus der Boxengasse nachjagen – am Ende blieben ihm und dem Franzosen Benoit Treluyer nur 3 Zähler für einen 8. Platz.

Um der tropischen Hitze ein wenig zu entgehen, wurde das über 300 km gehende Rennen erst um 16 Uhr Ortszeit gestartet. Nach dem Malheur von Motoyama erbte Ronnie Quintarelli als Startfahrer im Hasemi-GT-R die Pole-Position und setzte sich nach Fallen der Flagge auch sofort an die Spitze. Auch dank eines sehr leichten Autos (nur 8 kg Handikapgewicht) übergab er nach 30 Runden mit 5 Sekunden Vorsprung an seinen Teamkollegen Yasuda. Der Neuling im Nissan-Team trumpfte danach famos auf und legte bis zur 39. Runde 18 Sekunden zwischen sich und den zweitplatzierten Honda. Phasenweise lag der Japaner sogar 23 Sekunden in Front, ehe er zum Ende hin die Geschwindigkeit etwas zurücknahm.

Für den Italiener Quintarelli war es der 2. Sieg in der japanischen Super-GT-Serie nach dem 7. Lauf der Saison 2008 in Motegi. Nicht nur Yasuda, sondern auch Reifenhersteller Michelin feierte dagegen den ersten Triumph überhaupt bei einem Lauf zur japanischen Super-GT. "Am Anfang verloren die Reifen ein wenig an Grip, aber so etwa ab Runde 20 wurden sie wieder besser", berichtete Quintarelli. "Insgesamt funktionierten die Michelin noch besser als erwartet und trugen entscheidend zur insgesamt fantastischen Teamleistung bei." Ein ebenfalls überglücklicher Yasuda nach dem Rennen: "Nach meinem schweren Unfall in Suzuka, bei dem unser GT-R fast vollständig zerstört wurde, hatte ich dem Team viel Zusatzarbeit eingebrockt. Ich hoffe, mich mit dem heutigen Sieg dafür revanchiert zu haben!"

Als zweitbestes Nissan-Team liefen die Meisterschaftsleader de Oliveira/Ara auf Platz 5 ein. Auf Position 3 liegend hatte der Brasilianer schon nach 20 Runden und damit relativ früh das Steuer des GT-R mit Seji Ara getauscht. Nach 36 Runden, als alle Teams ihren Pflichtstopp absolviert hatten, fuhr der Nissan mit Startnummer 24 dann an vierter Stelle. Wegen nachlassender Reifen verloren die Sieger der beiden letzten Sepang-Rennen dann jedoch noch eine weitere Position – stockten ihr Konto aber um wertvolle 6 Zähler auf.

Der schnellste des Qualifiyings Motoyama brauchte nach dem Start aus der Box 3 Runden, um sich durch das Feld der langsameren GT 300 nach vorne zu kämpfen. Danach betrug sein Rückstand auf die Spitze noch 55 Sekunden. Der Wechsel auf Benoit Treluyer ging nach 33 Runden über die Bühne. Der Franzose ging als Zehnter zurück ins Rennen, eroberte dann in Runde 38 zunächst Position neun, und in Runde 45 auch noch den 8. Rang. Trotzdem war das Resultat mit am Ende noch 40 Sekunden Restrückstand eine Enttäuschung für das erfolgsverwöhnte NISMO-Werksteam. Schließlich bedeutete die 1.58,142-Minuten-Runde von Motoyama im Qualifying die bereits 3. Trainingsbestzeit infolge – und das trotz 40 kg Extra-Ballast als Folge des Sieges beim 3. Lauf in Fuji.

Noch einen Platz vor dem roten Auto mit Nummer 1 jagte der private IMPUL-GT-R von Matsuda/Philippe über die Linie. Nach gutem Start hatte Tsugio Matsuda den blauen Nissan von Platz 9 auf 7 vorgebracht. Sogar bis auf Position 4 vorgespült, wechselte er nach 30 Runden an seinen französischen Kollegen. Leider drehte sich Sebastien zu Beginn der 32. Runde dann nach einer Kollision mit dem auf Platz 5 fahrenden Honda. Für die Aktion erhielt er von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe – was den Rückfall auf Platz 7 nach sich zog.

Fazit: 2 Nissan im Glück – 2 im Pech. Am 26. Juli geht es mit dann neu gemischten Karten auf dem Kurs von Sugo in den 5. Lauf der Saison 2009.

Ergebnis: 300 km von Sepang

  • Distanz: 54 Runden à 5,543 km = 299,268 km
  • Wetter: bedeckt, trocken, schwül, 32 Grad. Zuschauer: 30.586

1.Quintarelli/YasudaNissan GT-R1:52.02,010 Std.MI
2.Kaneishi/TsukakoshiHonda NSX11,494 Sek. zur.BS
3.Firman/IzawaHonda NSX16,206 Sek. zur. BS
4.Ide/HosokawaHonda NSX34,789 Sek. zur.BS
5.de Oliveira/AraNissan GT-R34,789 Sek. zur.YH
6.Wakisaka/LottererLexus SC43035,115 Sek. zur.BS
7.Matsuda/PhilippeNissan GT-R40,163 Sek. zur.BS
8.Motoyama/TreluyerNissan GT-R40,397 Sek. zur.BS
9.Ishiura/OshimaLexus SC4301.23,099 Min. zur.BS
10.Tachigawa/LyonsLexus SC4302.01,676 Min. zur. BS

Reifen: YH = Yokohama, BS = Bridgestone, DL = Dunlop, MI = Michelin

Meisterschaftsstand nach 4 von 9 Läufen:

1.de Oliveira/AraNissan GT-R37 Punkte
2.Wakisaka/LottererLexus SC430-2 Punkte
3.Firman/IzawaHonda NSX-4 Punkte
4.Tachigawa/LyonsLexus SC430-9 Punkte
5.Kaneishi/TsukakoshiHonda NSX-11 Punkte
6.Quintarelli/YasudaNissan GT-R-13 Punkte
7.Motoyama/TreluyerNissan GT-R-14 Punkte
Matsuda/PhilippeNissan GT-R-14 Punkte
9.Michigami/KogureHonda NSX-16 Punkte
10.Ito/WirdheimLexus SC430-23 Punkte
Ishiura/OshimaLexus SC430-23 Punkte







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